Ausgabe 
8.1.1848
 
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2386) Orientalischer Haarbalsa in.

Dieses, durch die berühmtesten deutschen Chemiker und Aerzte geprüfte und mit deren Zeugnissen versehene neue Mittel, gegen dnö Ausfallen der Haare und zur Wiedererzeugung derselben, ist aus den wirksamsten und unschädlichste» Ertraeten zusammengesetzt und verbindet mit seiner vielfältig erprobten Wirksamkeit, im Gebrauche die Annehmlichkeit, daß es nicht wie andere, zu gleichem Zwecke auö salben» artigen und öligen Substanzen bereitete Mittel, die Haut und Haare verunreinigt, sondern im Gegentheil, vermöge seiner ätherischen und flüchtigen Gestalt, schnell von der Haut eingesogen wird, nicht die entfern­testen Fetttheile zurückiäßt und gleichzeitig die Haut von aller Unreinlichkeit befreiet.

Die Niederlage davon befindet sich, das Fläschchen zu 48 kr. sammt Attesten und Gebrauchsan­weisung, bei Hermann Trepp in ge r, Friseur.

Der obige Haarbalsam hat mir die besten Dienste geleistet und ist derselbe aller Empfehlung würdig.

Henriette v. Liebig.

23) (Gießen.) In der Neujahrsnacht wurde eine silberne Cylinderuhr verloren. Der Finder möge dieselbe gegen eine angemessene Belohnung an die Erped. d. Bltts. abgeben.

33) (Wetzlar) Das alte hiesige Jntelligenz- blatt erscheint wieder wöchentlich am Donnerstag in Folge der, mir unter der verantwortlichen Redaktion des Stadtverordneten-Borstehers, Herrn Oberkam­merrath Münch, ertheilten Erlaubniß und nimmt, wie früher, Anzeigen und Bekanntmachungen auf.

Wetzlar den 5. Januar 1848.

Wittwe Stock.

Das akademische Hospital zir Gießen.

Nachdem mit dem Schlüsse des vergangenen Jahres die Direktoren der akademische > Klinik die Behandlung der städ­tischen Armenkranken übernommen haben, sind dieselben mit den städtischen Verhältnissen in so nahe Verbindung getreten, daß sie sich dcßhalb für verpflichtet halten, ihren Mitbürgern nähere Auskunft über die Entwicklung und den jetzigen Stand der unter ihrer Leitung stehenden Anstalt zu geben. Sie ver­binden damit den Iweck, das ihnen geschenkte Vertrauen zu rechlferligen, manche, etwa noch bestehende, unbegründete Vorurtheile zu zerstreuen und die öffentliche Aufmerksamkeit immer mehr auf eine Anstalt zu lenken, welche, als zur Aus­bildung dec praktischen Aerzte bestimmt, sowohl für das ganze Land, als insbesondere für die Universitäts-Stadt von so großer Wichtigkeit ist.

Nachdem von dem Jahre 1812 an auf der Landes- Universität nur eine ambulatorische Privat-Klinik, unter der Leitung des Geh. Medicinal-Rath Balser, ihres Gründers, bestanden hatte, wurde im Jahre 1830 das akademische Hos­pital und in demselben eine stationaire Klinik zum praktischen ärztlichen Unterrichte der Studirenden errichtet. Sie stand Anfangs unter Balsers alleiniger Leitung. Im Jahre 1832 wurden 3 Abtheilungen, eine medicinische, eine ophthalmo- lozische und eine chirurgische gebildet, von denen die letztere unter die Direktion des damaligen Professors der Chirurgie, Geh. Medicinal-Rath Ritgen kam. Mit dem Jahre 1835 übernahm der Mitunterzeichnete Dr. Wernher, zuerst als Assistent und von 1837 an, als Direktor die Leitung der chirurgischen Abtheilung. Mit dem im Januar 1846 er- folgren Tode des Großh, Geh.-Raths B a lser wurden die 3 Abtheilungen des akademischen Hospitals wieder zu zweien,

Geld-Cours vom 31. December.

Gold- und Silber-Sorten.

fL

fr

Neue Louisd'or......

li

6

Friedrichs'dor........

9

47

Ducaten ..........

5

37

20 Frank-Stücke......

9

32

Holl. 10 fl. Stücke......

10

Engl. Souverains ......

12

Laubthaler.........

2

431

Preußische Thaler.......

1

4i;

Fünf-Jranken-Thaler......

2

20

Hochhaltiges Silber......

24

24

Gering-mittclhaltigeS Silber . . .

24

20

gleich großen, vereinigt, von denen die medicinische der Direction des Prof. Dr Vogel untergeben wurde, die chirurgische unter der früheren Leitung blieb.

Iur Bestreitung der entstehenden Kosten war von 1835 an eine Dotation von 7000 fl., die 1844 auf 7500 fl. erhöht wurde, ausgeworsen. Da jedoch diese Summe nicht aus­reicht, um eine dem Iweck genügende Krankenzahl zu unter­halten , so waren die Direktoren des akademischen Hospitales stets genöthigt, vorzugsweise auf die Aufnahme solcher Kranken Bedacht zu nehmen, welche wenigstens einen Theil der durch sie entstandenen Verpflegungs-Kosten zurück erstatten konnten. Doch war nur durch Verträge mit den Iünsten dem akade­mischen Hospitale eine größere Menge Zahlen der Kranken und ein bemerkenswerther Geldbeitrag gesichert. Sehr be­dauert mußte eg werden, daß verschiedene Versuche, ähnlich wie in andern Universitäts-Städten, die städtische Armen- praxis mit den Kliniken zu verbinden, mißumgcn waren. Die Stadt besoldete ihren eignen Armenarzt. Es kamen deß- halb nur wenige städtische K ante in das Hospital und ver- hältnißmäßig noch weniger zur ambulatorischen Behandlung. Die als Vorschule der selbstständigen Praxis so nützliche Pol i -Klinik fehlte ganz. Da also die meisten Kranken aus uäherer und weiterer Umgebung herbeigebracht werden mußten, so bestand an nicht txansportabeln, akutsiebcrhaften Kranken, ein sehr fühlbarer Mangel.

Ueberhaupt aber dürfte es als ein sehr fühlbarer Miß­stand bezeichnet werden, daß nicht gewisse Klassen der Be­völkerung darauf bingewiesen warn, in Erkrankungsfällen Hülfe in dem akademischen Hospitale zu suchen, daß also demselben nicht eine dem Untcrrichlszwecke genügende Kran­kenfrequenz gegen alle Iufälligkeiten gesichert war, daß diese