Ausgabe 
28.8.1847
 
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Hornberger v. Offenbach. Hr Rabenau, Müll. v. Großen- buseck.

Im Stern : Jungfer Mackenroth v. Frankenberg. Hrn. Privatl. Straßheim v. Eberstadt u. Madern °. Dorfgill. Hr. Berte, Handelsm. v. Zwetsch. Fr. Seipel v 8eifa. jungfer Otto v Roßdorf. Hr. Petersen, Schrein. v. Hattersleben. Hr. Wagenknecht, Müll. v. Friedberg. Hr Fischer, Handelsm. v. Oberrainstadt. Hr Engelbach, Bote «.Biedenkopf. Hr. Mann, Privatm. v Lißberg. Jungfern Wickenhofer, Dorn- seif u Klöser v. Bromskirchen, Capale v. Sosenheiin, Beßner v. Bieberach u. Raab v. DreSberg.

In der Sonne: Hr. Wagner, Handelsm v. Beuern. Fr. Goldmann v. Ershausen. Hr. Gerber, Geschäftsm. v. Goßlar. Jungfer Wagner v. Beuern.

/,, der Hose: Hr. Jost, Geschäftsm. v. Breungeshain. Hr. Weller, Seeon, v. Wölfersheim Hr. Schmidt, Ge­schäftsm. v. Derbach. Hr. Honig, Feilh. v. Odenhausen. Hrn. Geschäfts!. Kornmann v. Oberofleiden u. Opper v. Rcinhardshain. Hrn Handelst. Schwalm v. Wasenberg u. Schmitt v. Hochelheim.

In den Privathäusern.

Bei Fr. Mas. Königer: Frl. Vollhard v. Darmstadt. Bei Hrn. Wilh. Keller: Fr. Rentamtm. Soldan v Bingen­heim. Bei Hrn. Asm. Felsing: Hr. Dr. Glauprecht, Forstr. v. Carlsruhe. Bei Fr. Hofg.-R. Buff: Hr. Buff, Corp. v. Friedberg. Bei Hrn. Gpmn.,8ehr. l)r. Rumpf: Hr. Strack, Pfarr. v Oberroßbach. Bei Hrn. Profeff. Dr. Schäfer: Fr Affeff. Calmberg v. Butzbach. Bei Hrn. Hofger.-Adv. Rosenberg: Frl. Blumentha! v Rennertehausen. Bei Hrn. Steuer-Erheb. Platz: Frls Will v. Weinheim u. Müller v. Bingenheim. Bei Hrn Rtgier.-R. Eckstein: Fr. Dr. Ren­ner st. Friedberg u. Hr. Eckstein, Oecon. v. Hofgill. Bei Hrn. Profeff. Dr. Schmidt: Hr. Förtsch, Reisend, v. Jeru­salem Bei Wittwe Schmincke: Hr. Saatfeld, Cand. v. Friedberg. Bei Hrn. Kfm. Wallach: Hr. Wallach m. Schwest., Privatm v. Zwesten. Bei Hrn. Schreinermeist. Hellmold I : Hr Falkeuheimer, Einnehm. v. Worms Bei Hrn. Stud. Kupferberg: Hr. Strecker, Stud. v. Heidel­berg. Bei Hrn. Meßg. Sack- Hr. Weisel, Privatm. v. Mühlheim. Bei Hrn. Kfm. Wmdecker: Hr. Fresenius, Pfarr. v. Krumbach.

Unterhaltendes

Moderne Handwerksmißbräuche

(Fortsetzung )

Aber auch Justus Möser, ein geistreicher edler Mensch und großer Bürgerfreund, urthcilte in neu-, crer Zeit ebenso, daß das Nichtgedeihen des deutschen Handwerks im Allgemeinen in dem Mangel an Zu­fluß aus der bemittelten Dürgerklasse liege. Tas Söhnchen einer bemittelten Mutter schämt sich, die Hand an eine Zange oder Feile zu legen. Ein Kaufmann mindestens -- muß es werden. Sollte er auch nur mit Schwefelhölzchen handeln, so , erhalt er doch den Rang über den Künstler und Handwerker, der den Lauf einer Flotte nach seiner Uhr regiert, dem Könige Kronen, dem Helden Schwerter und dem edlen Landmann Sensen gibt, über den, der mit seiner Nähnadel den Mann macht und den, der den Gelehrten durch seine Presse Bewunderung und Ewigkeit verschafft.

Nicht manchen Ständen allem werden von oben herab Ehre und Rang gesichert. Wird nur dem Verdienste der Kranz gereicht, werden sich höhere Stände auch zu bürgerlichen Gewerben bequemen, der Mittelstand wird weniger nach höherem Range streben, sicht er Höhere auf gleicher Stufe neben sich.

Die Ehre ist nun einmal eine starke Triebfeder eines jeden Standes, und der geringste Taglöhncr, der geringste Handwerker ist ohne Ehrgeiz gewöhnlich ein schlechter Mann. Statt nun das Handwcrks- wesen durch jeden Sporn und besonders durch das Gefühl für Ehre in Aufnahme zu bringen, hat man in Deutschland durch den Reichsabschied von 1731 (die Grundlage aller Handwerkscinrichtungen bis auf den heutigen Tag), womit'inan die Handwerks m i ß- hrauche abschaffen wollte, dem Handwerker den

und Gemeinnütziges.

größten Thcil seiner bis dahin gehabten Ehre mit weggeschnitten. Die glücklichste Verfassung aber geht vom Throne in Stufen abwärts und jede Stufe hat einen Grad von Ehre, der ihm eigen bleibt, so daß die siebente ebensowohl ein Recht zu ihrer Erhaltung als die zweite hat. Diesen Grundsatz hat man so­wohl damals als bis in unserer Zeit fast ganz aus den Augen gesetzt und die Wissenschaften, welche sich damals immer mehr und mehr ausbreiletcn, erhoben den Mann, der von den Schuhen der Griechen und Römer schreiben konnte, weit über den Mann, der mit eigener Hand viel bessere machte.

Künste und Wissenschaften, sagt der'Sprach­gebrauch, nicht Wissenschaften und Künste, und das mit Recht. Den Künsten verdanken wir Alles, ton Wissenschaften viel.

Die Kunst geht der Wissenschaft vor, nicht bloß an Werth, sondern auch im Ursprung.

Selbst dem Handwerker, der schon mit Recht ein Künstler sich nennen kann, versagt die Gesellschaft nur zu gewöhnlich äußere Ehre, gebildeten Umgang. Theilnahme an der Regierung und entvölkert dadurch die Klasse der Handwerker von guten Köpfen und bemittelten Leuten. Man gebe der Kunst zurück, was ihrem Verdienste gebührt, dann wird der Verein zwischen Kunst und Wissenschaft zurückkehren, das Genie wird von dem Schreibpulte sich zur Werk­statt wenden, und die Fortschritte des Menschen­geschlechts zum Ziel der höchsten Veredlung können unendlich werden. Mau räume dem Handwerker die staatsbürgerliche Wichtigkeit ein, die ihm gebührt; man lohne mit Ehre und Titel den braven Meister, der sittliche, tüchtige Gesellen bildet; man spreche es aus, daß selbst in sogenannten militärischen Staaten solch ein Meister gleichen Werth hat, und ihm gleiche