Ausgabe 
28.4.1847
 
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iAnzeigeblatt für die Stadt und den Kreis Gießen. JVö. M. Mittwoch den 28. April 18317*

Edictalladungen.

7i5) Der Einwohner Conrad Dickert und dessen Ehefrau- geborne Wagner von Wehrda, haben am 18. April 1808 dem Tribunals-Procu- rator Schlarbaum zu Marburg für ein Darlehn von Achtzig Gulden Fr. Währ., verzinsbar mit fünf Procent, folgende ihnen eigenthümlich zu- stehende, in der Wehrdaer Gemarkung gelegene

1) Acker 5% Rth. Erbland im Bingen, an Jacob Schefer und Jacob Wagner,

2) '/.Acker 6/, Rth. Erbland daselbst, an Ja- cob Wormsbächer und Johannes Kock,

3) Acker ß/2 Rth. Erbland noch daselbst, an Johannes Dittmar und Johannes Reezncr,

4) 31/, Rth. im Gemeindsländchen am Sand, an Nicolaus Wormbächer und Jac. Weber speciell verpfändet. Das Capital nebst rückstän­digen Zinsen ist laut der am 15. März 1838 von der Witlwe des aenannten Tribunal-Procurator Schlarbaum in ihrer Eigenschaft als Vormün­derin ihrer Kinder ausgestellten, gerichtlich beglau­bigten und dahier producirtcn Quittung ausbezahlt worden, die Original-Ausfertigung der Obligation aber abhanden gekommen.

Heinrich Trier und dessen Ehefrau Ger­traud geborne Dickert von Webrda, welche durch Kauf Eigenthümer der gedachten Grundstücke ge­worden sind, haben, gestützt auf die angegebe­nen Thatsachen, um Mortification gebeten. Jbrem Anträge gemäß werden etwaige unbekannte Besitzer der abhanden gekommenen Obligation hiermit öffentlich aufgcfordert, solche

binnen drei Monaten von heute an, so gewiß hier vorzulegen, und ihre Rechte daran geltend zu machen, als solche sonst für erloschen erklärt und die Einträge in den Hy- pothekenbüchern des unterzeichneten Gerichts ge­löscht werden sollen.

Marburg am 31. März 1847.

Kurfürstlich Hessisches Landgericht. Hille.

vdl. Schmidt.

528) Zur Abwendung des Concurses über den erblosen Nachlaß der Wittwe des Stadtförsters Peter Löber, Anna Martha, geb. Schanz dahier, wird Termin auf

deu 29. April d. I., Morgens 9 Uhr, angesetzt, in welchem etwaige Gläubiger ihre For­derungen anzumelden haben, widrigenfalls dieselben als den Beschlüssen der Mehrheit beitretend ange­sehen werden.

Felsberg am 17. Mär; 1847.

Kurf. Hess. Justizamt.

Pfeiffe r.

vdt. Gehren.

Versteigerungen.

782) Die zu dem Nachlasse der Frau Steuer# secretär Balser dahier gehörigen Mobilien, als: Silber, Zinn, Porzellan, Weißzeug, Betten, Mö­bel u. s. w., sodann zwei Schuldverschreibungen der Stadt Gießen von je 500 st. sollen

Mittwoch den 28. d. M., und die folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, und Flur XXVII. 36 203. 220 Klftr. Garten am langen Steeg und Sandkauter Weg

Samstag den 1. k. M , Nachmittags 2 Uhr, in der Wohnung der Verstorbenen, auf dem Neuen­weg an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden.

Gießen am 24. April 1847.

Im Auftrag Gr. Hofgerichts.

F. Wörner, Hofgerichts-Secretär.

736) Holzversteigerung im Gießer Stadtwalde.

Donnerstag den 29. April l. I., Vormittags 9 Uhr, sollen in dem hiesigen Stadtwalde, Distrikt Anna# berg, Hochwarte und Faulerboden: