510

delsm. v. Hochelheim. Hr. Kohler, Glasn. v. Sengfurt Hr. Weinbender, Küfer v. Wetzlar. Hr Warr, Schuhm. v. Biedenkopf. Hr. Noth, Oecon. v. Steinfurt. Hr Dulle, Handelsm. v. Großbreidenbach. Hr Schneider, Privatm. v. Beinhausen. Hr. Mazel, Geschäftsm» v. Köddingen.

In den Privathäusern.

Bei Hrn. Hofgcr -Secret. Balser: Frl. Cramer v. Ber­stadt. Bei Hrn Revierförst. Lang: Hr. Lang, Hostäg. v. Friedberg. Bei Hrn. Kfm Spruck: Hr. Engel, Pfarr. v. Allendorf. Bei Hrn Pfandh.-Dien. Sck>neko- Fr. Wcrr- watz v. Alsfeld. Bei Hrn. Hofger.-Präffd. v Preuschen: Hr. v. Fransekp, Hauptm. v Berlin. Bei Hrn. Schuhm. Dietz: Jungfer Treidel v. Herborn. Bei Hrn. Tab -Fabrik. Galli Fr. Hofpred. Zimmermann v. Darmstadt. Bei Hrn. Stadtricht. Muhl: Hr. Gillmer m. Tocht, Geh. Oberffn.-R. v. Darmstadt u. Hr. Gillmer m. Fr., Landger.-Affeff. v. Friedberg. Bei Hrn. Sind. Vowinkel: Hr Vowinkel, Distr.-Einnehm. v. Darmstadt. Bei Frl Ceßner: Frl. Arnold v. Elberfeld. Bei Hrn, Hofger.-R. Roth: Hr. Mannes, Stud, v. Göttingen. Bei Hrn. Prof. vr. Fleck:

Fr. Doctor Menz v. Leipzig. Bei Hrn. Hofgcr.-Registr. Herzberger: Hr. Hellwig, Pfarr. v. Maulbach. Bei Hrn. Stud. Oppermann; Hr. Mikolowskp, Stud. v. Heidelberg. Bei Wittwe Ruppersburger: Fr. Gerhardt v. Hersfeld. Bei Hrn. Fabrik Ballin: Hr. Rothschild, Kfm. v Vöhl Bei Hrn. Hofger.-R Georgi: Hr. Wolff m. Tocht., Hofr. v. Hofheim. Bei Hrn. vr. Weber: Hr. Becker, Oberfin.- Kamm -Aeceff. v. Darmstadt. Bei Hrn. Hofger.-Advoc. Brielr Hr. Weyprecht, Kamm.-R. v König. Bei Hrn. Barb. Haffcnteufel: Hrn. Gpmn. W Wepprecht u R. Wep- predt v König. Bei Hrn. Bauaufseh. Gimbel: Frl. Gimbel v. Darmstadt. Bei Hrn llhrm Schmidt: Frl. Werner v Orke Bei Hrn. L. Kahn: Fr. Kahn v. Als- selb Bei Hrn Oberinspect Dietz: Frl. Hof v Frank­furt. Bei Hrn. Ehr Lampus: Hr. Crombach, Privatm. v. Krofdorf. Bei Hrn. Musik. Schierholz: Hr. Becker, Lithogr. v. Straßburg. Bei Hrn. Ged. R Knorr: Hr. Knorr, Kreissecret. v. Nidda. Bei Fr. Jnspect. Mclior: Frl. Schlosser v. Darmstadt. Bei Hrn Prof vr. Brau, bach: Hr Vr. Lade m. Fr, Hofapoth. v Wiesbaden. Bei Hrn Chr. Stohr: Jungfer Fächer v. Seligenstadt.

Unterhaltendes und Gemeinnütziaes.

Moderne Handwerksmißbränche.

In einem neuerdings erschienenen Schriftchen (Heber den Einfluß der Fabriken und Manufaeturen in Schle­sien von Eduard Pelz; dritter und vierter Bries, Leipz. 18-16) finden sich unter andern folgende Stellen angeführt, welchevor einet längeren Reihe von Ichren ein an geistiger Bildung reich ausgestatteter Mann zu einer Versammlung in Breslau sprach":

Der Tischlermeister Röiitchen zu Neuwied hatte den Titel eines Gebeimenraths. Seine Arbeiten waren von der größteil Vollkommenheit und seltensten Vollen­dung. Die Schreibtische, die er verfertigte, hatten einen großen Ruf, wurden weit und breit verführt und ihre künstlich verborgenen geheimen Fächer hatten vielleicht, und gewiß nicht mit Unrecht, auf die Idee zum Geheimraths-Titel geführt

Es ist für das Erblühen des deutschen Gewerbes gar sehr zu wünschen, daß das Gewerbe nicht allein zum Erwerb, sondern auch zur Ehre führe und daß die tüchtigen Meister aus eine angemessene Weise öffentlich geehrt und belobt würden.

Der Staat hat im Allgemeinen die Wichtigkeit des Handwerksstandes nicht übersehen, es ist diesen Gewerb- treibenden das freieste Feld zu ihrer Ausbreitung gegeben, ja durch die wichtige Einrichtung der Städte- Ordnmig ist denselben die Verwaltung ihrer stadt- bürgerlichen Angelegenheiten zum großen Theil über­tragen und damit die Ueberzeuguug ausgesprochen, daß man sie aller Bevormundung entwachsen und vollkommen für ihren Beruf auch in dieser Rücksicht gebildet glaubt.

Während der Staat aber mit ängstlicher Sorgfalt das Prineip der äußeren Ehre aufrecht und lebendig zu erhalten sucht, in diesem Stande die leichte, in dem andern die schwere Pflichterfüllung, oft sogar nur

den ehrend auszeichnet, der seinen eigenen Vor- theil allein, und in unmittelbarer Folge den seiner Untergebenen fördert, bleibt der Gewerbtreibende allein, der Handwerksmaun aller ehrenden Auszeich­nungen leer, und somit die staatsbürgerliche Wichtig­keit dieses so achtungswertheu Standes verläugnet. Nicht als ob ich der Meinung wäre, daß große Zwecke nur durch kleinliche Rücksichten gefördert wer­den können; kleinliche Rücksichten aber, wenn sie in dem räthselhasten Gebiete der äußeren Ehre, in Staaten wie der unsrige, festen Fuß gefaßt haben, hindern gewiß die Erreichung großer Zwecke.

Die Vernachlässigung solcher scheinbar kleinlichen Rücksichten für den Handwerksstand ist leider eine alte Sünde und in Deutschland schrieb darüber schon vor 150 Jahren der Freiherr v. Schröder in seiner Fürstlichen Schatz- und Rentkammcr" Nachstehendes: Die Ursache der Unvollkommenheiten unserer Hand­werke ist die Verachtung der Handwerköleutc in Deutsch­land, daß ein jeder Dintenlecker einem rechtschaffenen Handwerkemann und Künstler vorgezogen wird. Daher es denn kommen ist, daß die Eltern nur die dümm­sten Jungen auf die Handwerke schicken Wo sie aber ein wenig gute Naturalien bei einem Kinde merken, da muß es studiren und soll ein Doctor oder Ma­gister oder Rath aus ihnen werden; als welche Herren und Euer Ehren fest mit der Zeit ge­nannt werden und obenan sitzen Hingegen ein Haud- werksmann heißt Meister Niklas und bleibt Meister Niklas lind muß vor jenen den Hut abnehmen und in der Hand tragen; durch welches Mittel es dahin gebracht ist, daß fast alle Zeit mehr Doetores und Sa Iva venia so sich nennende Gelehrte, als tüchtige Schuster und Schneider an einem Orte zu finden und zu haben sind. Was ist aber der Efiectus von