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zum Segen für die ganze menschliche Gesellschaft wird?
Es ist unstreitig, daß die in anderen Ländern nach Aufhebung der Zünfte eingeführte Gewerbefreiheit einer Masse von Kräften Gelegenheit gegeben hat, sich zu entfalten und miteinander zu wetteifern, und daß in Folge dessen die Gewerbethätigkcit einen nicht geahnten Aufschwung genommen hat. Ebenso wahr ist es aber auch, daß die Uubegütertcn die Konkurrenz mit den Begüterten nicht auszuhalten vermögen, daß also für dieselben die Gewerbe sreiheit nur dem Namen nach, nicht aber in der Wirklichkeit besteht, und die Mittelklasse und der besitzlose Arbeiter dadurch ruiuirt werden, während nur die, durch größere Kapitalien unterstützten Gewerbetreibenden Vorthcil davon ziehen und die Aermeren mehr und mehr in ihre Gewalt bekommen.
Bei Berathung des Entwurss eines neuen Gewerbe-Gesetzes möchte daher als erste Aufgabe d t e Frage zu erledigen scyn:
„Wodurch wird es den Aermeren möglich gemacht, die Konkurrenz mit den Wohlhabenderen und "Reichen zu bestehen?"
Wir sind der Ueberzengung, daß eine wir klick- freie Konkurrenz nur durch Verminderung des Einflusses des zufälligen Kapital- Besitzes auf die Arbeit hergestellt werden kann, und suchen diese dadurch zu belästigen, daß wir Nachweisen, welche nachtheilige Rolle das Kapital über die Arbeit ausübt, wenn diese vor der Macht des ersteren nicht geschützt wird.
DaS Kapital begünstigt die Arbeit des Wohlhabenderen hauptsächlich auf dreierlei Weise; erstens, indem cs gestattet, die körperliche und geistige Ausbildung zur Arbeit, oder guten Unterricht zu erlangen, zweitens, indem cs die Möglichkeit bietet, frei und selbstständig, also mit Lust und nach Neigung zu arbeiten, insofern es Werkstätten, Werkzeug und Material verschafft, und diittens, indem es die möglichst günstige Verwerthung der Arbeits-Erzeugnisse, das heißt, das Abpassen eines günstigen Ortes und Zeit-Moments zum Ve> kaufe der Maaren gestattet.
Offenbar sind diese Einwirkungen des Kapitals auf die Arbeit wohlthätig und wenn wir oben davon gesprochen haben, eine wirkllch freie Konkurrenz durch Verminderung des Einflusses des zufälligen Kapital- Besitzes oder des Geldes auf die Arbeit herbeizuführen, so konnten wir daher keineswegs die Absicht haben, die aufgezählten vortbeilhaften Einwirkungen des Kapital-Besitzes, welche jetzt nur ein Privilegium weniger, vom Zufalle Begünstigter bilden, beschränken zu wollen, sondern wir wollen, daß diese Vortheile jedem fleißigen Arbeiter also auch den Armen zukommcn, die bisher durch deren Entbehren im entschiedenen Nachtheil sind. Dieß kann aber keineswegs, wie Viele unsinnigcrweise glauben, durch
eine gleiche T Heilung der Kapitalien geschehen, denn bei der Ungleichheit der geistigen und körperlichen Kräfte würde sehr bald der jetzige Zustand wieder eintrcten.
Der Schutz, den wir für die Arbeit gegenüber dem Kapital verlangen, soll erreicht werden:
„durch Organisation der Arbeit," welche das Wohl oder Wehe so vieler Millionen Menschen nicht mehr dem Zufalle oder der Ueber- macht Einzelner überläßt, sondern die Arbeit so vcr- thcilt, daß alle Menschen daran Theil nehmen können und zwar in einer Weise, welche es möglich macht, ein wirklich menschliches Daseyn zu führen; welche die Maschinen zum Nutzen und zur Erleichterung Aller und zur Verkürzung der Arbeitszeit. anwendet, so daß es Allen gestattet ist, sich zu unterrichten und günstig zu vervollkommnen; welche die Menschen nach ihren Anlagen und ihren Wünschen beschäftigt, so daß die Arbeit nicht mehr eine Plage ist, sondern selbst ein Genuß wird.
Die Organisation der Arbeit läßt sich aber nur bewerkstelligen durch Association, denn nur durch solche fällt die Mißgunst und das Einzel-Interesse, und wird das Interesse Aller gefördert. Die Association aber muß von den Negierungen durch Zollschutz, durch Schutz der Associations-Verträge, durch Anlehen, durch Einführung progressiver Steuern, durch öffentliche Gerichtsbarkeit und durch volle Glaubens- und Gewissensfreiheit, überhaupt durch freie und rein menschliche Institutionen unterstützt werden, denn der Mensch muß in der Association cin edler werden, und wird es werden, wenn die Gesetze und Verhältnisse ihm Ursache und Möglichkeit nehmen, ' sich an Gott und seinem Nebenmenschen zu versündigen.
Schließlich können wir nicht unterlassen, die dringende Bitte auszusprechen, es möge die Anregung dieses Gegenstandes nicht unberücksichtigt bleiben, da Jedermann die Wichtigkeit desselben einsehcn wird. Hauptsächlich wünschten wir durch dieses Blatt verschiedene Ansichten über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit der Ausführung dieser Idee zu erfahren.
Der Bastard von Gemappe.
Historische Erzählung von F. Menk.
(Fortsetzung.)
„Ei, Herr Geheimschreiber!" rief er lachend, „Ihr , macht da ganz köstliche Beute im Hause des Messtre de Rour. Wir unterjochen bloß widerspenstige Bürger, Ihr aber weibliche Herzen. Ei, ei, wenn das der König' erführe!"
„Ich brauche mich meines Sieges, wenn ich einen solchen erkämpfe, nicht zu schämen," wandte sich der Jüngling galant zu den Dame». „Herr Marschall,


