Ausgabe 
19.5.1847
 
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Hr. Rindewald, Schullehr. v. Münster. Bei Hrn. Küfer König: Fr Kriegk v. Darmstadt. Bei Hrn. Glaser Ftll- mann: Jungfer Balser v. Lich. - Bei Hrn. Joh. Weil: Jungfer Constanz v. Wetterfeld. Bei Hrn. Stud Zacha­rias Hr. Wimpf, Kfm. v. Weilburg. Bei Hrn. Schneid. Loch: Hr. Nickolai, Forstsch. u Hr. Kann, Müll v. Rausch- bolzbausen. Bei Hrn. Profess. Dr. Umpsenbach: Hr. Schüler, Lehr. u. Frl. Metternich v. Mainz. - Bei Hrn. Sind. Borbacher: Hr. Graf v. Mandelsroh, Sind jur. v. Göttingen. Bei Hrn. Post-Büreau-Dien. Pfaff: Jungfer Pfaff v. Kinzenbach. Bei Hrn. Metzgermeist. Vogt: Frl.

Vermischtes.

Per verhängnißvolle Hagel.

(Schluß.)

Wegen meiner Verlobung wolltet Ihr ein Selbst­mörder werden 2 Und warum denu das 2"

Weil ich Euch so gut war und Euch heirathen wollte," Platzte Matthäus heraus.

Guter Gott!" sprach Christel und schlug die Hände zusammen.Warum habt Ihr mir dieß nicht eher gesagt?"

Weil ich eher noch keine Frau ernähren konnte. Nun aber bin ich dieß im Stande und hatte mir darum fest vorgenommen, vergangenen Sonntag um Euch anzuhallen. Da kam Herr Neit am Freitage zuvor und sagte mir, daß Ihr sene Braut wäret. Und da kam ich auf den bösen Gedanken, den mir der Herr verzeihen wolle," gestand Matthäus.

Ach, warum sagtet Ihr mir auch dann noch nichts!" klagte Christel.

Sollte ich Euerm Glücke hinderlich sepn?" fragte Matthäus.Ich bin ein armer Gärtner und kein reicher Hofchirurgus, kann Euch keine Schnur So- phienducatcn zum Maalschatze und kein theures Seiden­zeug mit großen Blumen zum Brautkleide schenken."

Was schadet das?" entgegnete Christel weinend, die Blumen Eures Gartens sind doch weit schöner und ich würde mich glücklich geschätzt haben . . ."

Hinaus!" unterbrach sie hier der Leibchirurgus, hinaus mit Euch! Laßt mich allein, ich beschwöre Euch!" Er schob mit Gewalt das Paar durch die Thüre fort.

Neit, Ihr werdet doch nicht?" rief Matthäus argdenklich und blickte forschend umher, ob ein Strick in der Nähe liege.Denkt an den Nagel und an den lieben Gott."

Schweigt!" gebot Neit strenge,und tragt um mich keine Sorge."

Ö, Christel!" sagte Matthäus draußen zu der Jungfrau,war es Dein Ernst mit dem, was Du im Gewächshaus sprachst? Ach, wie lauge schon ijt'S, daß ich Dich so recht von Herzen lieb habe, hast Dn denn nichts davon gemerkt?"

I nun, manchmal glaubte ich es wohl," ver­setzte Christel verschämt,und Gram war ich Euch auch nimmer, wie Ihr gleichfalls gemerkt haben müßt."

Walz v. Lich. Bei Hrn. Kfm. Bach: Hr. Müller, Kfm. v. Labr. Bei Wittwe Schmincke: Hr. Saalfeld, Cand. theol. v. Friedberg. Bei Fr. Schirmer: Hr. Schirmer, Kfm. v. Bremen. Bei Fr. Jnspeet. Melior: Hr. Melior, Cand. v. Friedberg. Bei Hrn Schuhm. Zutt: Hr Jörg, Uhrm. v. Friedberg Bei Hrn Seiler Huhn: Frls. M. Hoffmann u C. Hoffmann v. Grünberg. Bei Hrn. Gastw Becker: Hrn. Privatl. Rappel v. Nidda, Knick u Lang v. Fried­berg. - Bei Wittwe Schultheiß: Hr. Eich, Privatm. v. Friedberg Bei Hrn Christ. Petri: Hr. Ockel, Spengl. u. Hr. Ockel, Küfer v. Friedberg._____________________________

Und Du könntest die Frau eines armen Kohl- gärtners werden und die Dir gebotene glänzende Stel­lung darüber vergessen?"

Christel senkte ihr Köpfchen bejahend auf ihr Busentuch nieder.

O liebe, liebe Christel," rief Matthäus voller Freude, umfing das Mädchen und wollte schon einen Kuß auf dessen Rosenlippen drücken, als er plötzlich die Hände wieder sinken ließ und hastig sprach:Laß mich erst nach dem Neit sehen, ob er sich etwa zum zweiten Male aushängen will." Er näherte sich dem Gewächshause und schielte verstohlen durch dessen Fenster.

Gottlob!" sprach er zurückkehrend,er liegt vor dem bösen Nagel auf den Knien und betet! Nun habe ich keine Sorge mehr um ihn. Aber, Christel, um wieder auf unsere Sache zurückzukommen, hast Du auch bedacht, daß Du als meine Frau mir wirst im Garten helfen, zum Beispiel Wasser pumpen, jäten, mit grüner Waare zu Markte fahren müssen?"

Biel lieber als den ganzen Tag nähen," bethenerte Christel.

Deine zarten, weißen Händchen werden hart und schwielig werden, und einen Huf bekommen, Dein Ge­sicht und Hals werden die Sonnenstrablen bräunen und verbrennen . . ."

Thut Alles nichts! Ich lasse mir nicht Angst ma­chen durch Dich," versetzte Christel.

Wird aber auch Deine Mutter einwilligen wol­len?" fragte Matthäus besorgt.

Gewiß!" erwiderte Christel.Vielmals hat sie Dick zu ihrem Schwiegersöhne gewünscht, und hört sie, daß der Leibchirurgus schon am Stricke gezappelt hat, so gibt sie ihm gleich die Schippe."

Da umfing Matthäus seine Braut und küßte sie zum ersten Male, und er sprach dabei mit gerührter Stimme:

Du hast recht gehabt, Mutter, daß der Herr Alles wohl machen würde."

Jetzt kam auch Neit aus dem Gewächshause heraus­geeilt.

Ich habe den Nagel ans der Wand gezogen," sprach er hastig zu Matthäus,und nehme ihn mit heim, denn ich habe ihn theuer erkauft und daher verdient."

Nehme Er auch Seine Schnur Dneaten und das Brautkleid mit," sagte Christel, Matthäus war mir eher gut als Er, und ich ihm nicht minder,"