Ausgabe 
18.8.1847
 
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3 n den Privathäufern.

Bei £rn. Poffsecret. Hoffmann: Frl Hoffmann 6. Seli­genstadt Bei Hrn Pmrr Bonhard: Hr. Bonhard. Hanpt- staatSkaffe-Buchh v. Darmstadt u. Hr. Bonhard, Physik -Arzt v. Wächtersbach. Bei Hrn. Dr. TMche: Hr. Tasche, Bcrgverwalt. v. Salzhausen. Bei Hrn. Burgenncist. Reiber: Hr Reiber, Pfarr. v. Berstadt. Bei Wittwe Keil: Hr. Müller, Dort. v. Oppenheim. - Bei Hrn. Schmicdmeist. Weidia: Hr Großkurth in Fam., Rechn.-Probat. v. Zaffel Bei Wittwe Jughardt: Frl. Petsch v. ^«etzlar. - Bei Hrn. Lohnbcdient. Stollmer: Hr Stollmer, Schneidermeist. v Pa­ris. - Bei Wittwe Leng: Fr Rappold v. Altenburg. Bei Hrn. Profess. Dr Buff: Fr. Duplcsis v. Straßburg. -

Bei Hrn. Lehr. Römer: Hr. Hartmann, Gemeinde-Baumeist. v. Biedenkopf. Bei Hrn Stadtlicht. Muhl: Frl Tchmüt v. Laasphe. Bei Hrn. Sattlcrmeist. Kühne: Frl. Bram ».Rauschenberg. Bei örn Registr. Engclbach: Fr. Pbym-- Arzt Pfeffer v. Biedenkopf. - Bei Hrn. I. Wagner: pr. Staudinger, Gewerbschül. v. Darmstadt. Bei Hrn. Nemer- förft. Lang: Hr. Lang, Forstcand. v. Lengsfeld. - Bet Fr. Jnsp. Melior: Hr. Melior, Cand v Friedberg. - An Fr. Hofger-Secret. Bapst: Frl. Mensch u. Hr. Bapst, Kfm. v. Frankfurt. - Bei Hrn. Kfm- Münch: Frl. Bücking v. Als­feld. - Bei Hrn Abrah. Bcifuß: Hr. Goldmann, Kfm. v. Friedberg Bei Hrn. Hofger.-Advoc. Bender: Frl. Binde- wald v. Friedelhausen.

UnterhalteuLes

Die jetzigen gesellschaftlichen Zustände.

Ermunterung für die Handwerker.

Als ich vor 8 Tagen meine erste, für dieses Blatt bestimmte, in *A5 64 erschienene Mitteilung niedcrschrieb, dachte ich noch nicht daran, daß ich schon so bald wieder zu einer neuen Veranlassung finden würde, wozu ich mich jedoch bewogen fühlte, als ich den in den letzten Nummern dieser Blätter erschienenen 'Aufsatz, betiteltdie Zukunft der Hand­werker" las; denn, wenn ich auch die Absicht des Verfassers desselben nicht anders als eine sehr gute nennen, und seine Worte, die er in Bezug auf den Unterricht sagt, nicht genug zur Beherzigung empfeh­len kann, so stimme ich doch nicht mit demselben darin überein, daß so viele Handgewerbe durch die immer mehr sich steigernde Concurrenz, durch das Maschinenwesen u. s. w., entweder total ruinirt scyen, oder einer sehr traurigen Zukunft entgegen gehen; im Allgemeinen behaupte ich vielmehr das Gegentheil.

Bevor ich jedoch zur näheren Erörterung dieser meiner Behauptung schreite, bemerke ich, daß es nicht meine Absicht ist, dem Verfasser des oben bemerkten Aufsatzes, den ich als einen Mann ehre, dessen be­zeigtes Interesse für das allgemeine Wohl alle mög­liche Anerkennung verdient, irgend einen Punkt desselben zu widerlegen. Seine Urtheile mögen, von seinem Gesichtspunkte aus betrachtet, ganz richtig seyn; ich aber habe andere Ansichten, folglich müssen sich bei mir auch andere Resultate Herausstellen; und da es immer gut ist, wenn eine Sache von mehreren Sei­ten beleuchtet wird, so finde ich mich veranlaßt, meine Gedanken über diesen Gegenstand hierdurch mitzutheilen. Also zur Sache:

Wie der Verfasser des Aussatzesdie Zukunft der Handwerker" rufe auch ich allen Eltern und Vor­mündern zu- Laßt Eure Kinder und Pflegebefohlenen etwas recht Tüchtiges lernen. Betrachtet diesen Ge­genstand nicht gleichgültig; er ist sehr wichtig, wich­tiger als Ihr vielleicht selbst glaubt. Die Zeiten sind vorüber, wo der Mensch nur nach seinem Gelde

und Gemeinnütziges.

- beurtheilt wurde. Jetzt wird nicht mehr die alleinige Frage ausgestellt: Ist der Mann reich? Man fragt auch: ist er geschickt, solide, fleißig, versteht er fein Geschäft zu führen u. s. w. ? Vor einem reiche», Dummbart hat man jetzt weniger Respeet, als vor einem «rmeit aber klngen gewandten Mann. So verhält sich dieses auch mit den Ge­werbetreibenden.

Wer früher seinen Hammer schwingen, sein Brett abhobcln konnte, war ein ernährter Mann; er brauchte nichts weiter zu wissen, als was gerade zu seinem Handwerke erforderlich wär; jetzt werden auch noch andere Kenntnisse von ihm gefordert, auch von ihm verlangt, daß er überhaupt ein gebildeter Mann fei), und gut ist es, daß es so gekommen; denn da­durch wird die allgemeine Bildung befördert, tne wohlthätig bis auf die untersten Classen der mensch­lichen Gejellfchaft zurückwirkt. Wer also bei jetzigen Zeiten in seinen Kenntnissen zurückbleibt wird nicht geachtet und kann nimmer vorwärts "kommen.

Was aber ist Schuld an diesem allgemeinen Vor- wartsjchreiten? Ich sage die oben bemerkte täglich größer werdende Concurrenz ist es, es ftnö, die Maschinen-, es sind die neuen Erfindungen die jeden Augenblick gemacht werden. Dadurch wird der Mensch angespornt, ebenfalls zu erfinden, zu wirken, zu schaffen, damit er mit dem Zeitgeiste sorischreite und gleichen Schritt halte, mit den Verbesserungen, die gemacht werden; dadurch wird er in die Noth- wendigkeit verfetzt, Mittel, aufzufinden, um jeve ein­tretende Gefährdung seines Gewerbes zu verhindern, und dasselbe der Lage der Sache gemäß zu verändern, und wird ein Zweig desselben ganz darmedergefchmet- tert, so läßt er ihn fahren und ergreift dlffür einen andern, der ihm eben so viel und vielleicht noch mehr Früchte trägt.

Was schaden überhaupt einem klugen Handwerker die großen Fabriken und die in diesen angewandten Maschinen? Gar nichts. Ich sage sogar, er macht sie sich zu Nutze. Einige Beispiele mögen dieß er­läutern.

Da ist der Schlosser. Wohl mag es seyn, daß