Ausgabe 
14.7.1847
 
Einzelbild herunterladen

418

Geht Ihr

nachdenkend

Ihr laßt einen Tempel gründen! Denn es ist ja heil'ge Pflicht, Daß wir offen, frei verkünden, Wie auS unS das Herz es sprecht.

Soll daS He>z denn anders schlagen, Als durch unfein Mund es spricht? O so ist dies zu beklagen. Weil ein Zeder alsdann lugtl Allen, die sich jetzt bemühen Um dies theure edle Gut, Mög' ihr Eiker ständig gluben. Und sich mehren noch ihr Muth I Laßt ibn nie, ach nie! erkalten. Er ist's, der uns dieses brmgt! O ihr werdet bald erhalten. Bald, wornach schon lang ihr ringt. O belohnt wird euer Streben, Nie vertilgt» der Zeiten Strom, Bald, o dald wird sich erheben Zener edle, hohe Dom!

So nur kann man recht erkennen, Wer des guten Namens werth;

Laßt uns drum DenBaker" nennen, Der ein solch' Geschenk descheert Freiheit muß im Lande walten. Wahre Freiheit, höchstes Gut! Wenn wir diese jetzt erhalten, Wird veredelt unjer Muth Ueberall hört man mit Sehnen: Frei, o frei sep unser Wort! Möchte auch recht dald ertönen: Frei ist es jetzt immerfort!" Zeder Zwang soll fürder brechen. Vor der Hütte, wee vor m Thron, Anders, wie man denkt es sprechen: Ist und bleibt für immer Hohn!

Ermahnung.

Wer in der Tugend Dienst gestanden, Hat nie zu kurze Zeit gelebt;

Befreit von allen wd schen Banden Lebt er, wornach er stets gestrebt, In jenen bessern, schönem Landen, Wohin die Tugend nur erhebt. Drum send in diesem kurzen Leben Der Tugend nur allein ergeben.

cningdlß wmugr;.: . - ;

v 1??i v'-j t u i t l e t o n.

S r e t b e t t<

° * Sprich wie du denkst, nicht »erkurg in " Ur Brust die andre G-stnnung.

Pb okyl ides^ (Bgl. auch 3Uad. «, S>2-Lt».

Freiheit in dem Heiligthume

Höchstes aller Güter hier!

Theure Psort' zum wahren Ruhme,

die Beiden traten in das Zimmer und blickten sorg, sättig umher.Hört Ihr nichts, Herr Tristan? fragte der Eine und schlug den Mantel zurückHier un en ist Alles todtenstill; sollte sick vielleicht un obern Stockwerk das Nest verkrochen haben?"

Der Angeredete blickte scheu um |td, Dien- sagw Tristan,das sieht mir Alles verteufelt nct Flucht ähnlich. Geh, Jaques, und sieh Dich oben um, vielleicht findest Du etwas Ich meines Tbeils we de jedes Rattenloch ausspüren." Jener ging nv lieü Tristan Zeit genug, Alles zu dwchfiobern, aber e/fand sich nichts, und halb verzweifeln,> stand der gefürchtete Gevatter Ludwigs im 3'm»'°r, as der Andere rurückkam.Nichts und wieder Nichts! rief er muthlos,vas sieht traurig aus, Herr Tristan, und X mAd)te fürwahr nicht derjenige seyn, der dem Herrn Könige die Nachricht brächte, das Nest hier sep^ ausge. « ,n. fcin Hals müßte ihm verdammt zucken.

1 3 bivet " schalt Tristan, dem die innere Angst be^ s, die Kehle zuscknürte.Ich fürwahr mag auch na^ b «nttoafter sevn Aber cent null es diables!

nickt ^r B sch fter stpn.^^ Du

chles^Daich Dich doch wahrscheinlich daun zu t hmni, fo werd' ich Sorge tragen, daß Du so

IMl'aUmöglrch in Abrahams Schvoh hinübrrmumklst." *"7^1,«m **». »»-b,u,b, hrni

2 ,u scherzen," erwiederte der Andere, crnige le Blicke nach der Thür werfend,indessen wenn ich von der Betrachtung ausgehe, Tod sevtmmer ~ b linb es sey intmer besser, schlecht gelebt, alv schon laffen Dagegen will ich Euch meinen Rath unent- Ä «theilen. Wir leben jetzt in einer Zeit, wo len und falsche Eide schwören glerchsam zum guten Ton gehört; es wird Euch daher nicht darauf gnkomnren dem König Ludwig XI. auch einmal Kukuks- statt eines Kibitzeies einzulegen.

7 L 2..ud sprecht, wir hätten das ganze Pack in den^nahen See geworfen, dann ist die Sache gleich

An^-dek Äh ük" deS Lustschlosses zu Th. mußte ohnlängst ein armer stelzbeiniger Invalid, der fernem Fürsten eine Bittschrift überreichen wollte , so lange stehen, daß das Holz'! seines Beine« rm lockern Erd­boden Wurzel faßte und zu keimen anfing.

Als man die'siiM Vidkoria fragte, wie .S ihr im vorigen Jahre auf dem Schlosse Eu und auf der Burg Stolzenfels gefallen habe, erwiederte sie: In Eu fand ich cs wegen der Franzosen sehr luftig «.»»»»» -yiv». o.....,7:.' , . und auf Stolzenfels in' Preußen sehr windig.

-ZFLÄL « » uub ............ Ü7^

De? Plan ist nicht übel," entgegnete Tristan,aber wirst Du ewig reinen Mund hallen

Ihr scherzt," lachte der Andere,glaubt Ihr ich geize darnach, jetzt oder Übers Jahr unter Eure Hande *U schwöre auf das Kreuz meines Schwertes, wie ich "schwöre, ewig stumm zu seyn und nichts anders zu antworten, als was Du antworten sollst.

(Fortsetzung folgt.)