Allgemeine Gegenstände des Unterrichts find demnach folgende:
A. Arithmetik, und zwar gewöhnliches Rechnen mit ganzen, unbenannten und benannten Zahlen, gemeinen und Decimal-Brüchen; Kenntniß des Großh. Hess. Maaß- und Gcwichtsspftems, sowie derjenigen Rechnungsmethoden, welche zur Verwandlung deS ■ einen Maaßes oder Gewichts in andere anznwenden sind; ferner Berechnung von Flächen und Körpern: Ausziehen der Ouadrat- und Cubik - Wurzel, sowie weitere Ausdehnung der Lehre von den Proportionen.
B. Buchführung und Fertigung von Voranschlägen, Rechnungen re.
C. Geometrie: Grundbegriffe, Betrachtung ebener Figuren, Gleichheit der Dreiecke, Aehnlichkeit der Dreiecke mit Anwendung auf die Verwandlung und Theilung der Figuren, Ausführung einfacher Vermessungen und Nivellements.
0. Warst eilende Geometrie: Geometrische Projectionen, Perspectiv- und Schattenlehre. x
E. Freihandzeichnen nach Modellen, nach der Natur und aus dem Kops.
F. Elemente der Naturwissenschaften, d. h. Erklärung der allgemeinen Eigen- schafteu der Körper, als Schwere, Elasticität re.; ferner Betrachtung über Licht, Wärme, chemische Verwandtschaft u. s. w.
Besondere Gegenstände des Unterrichts dagegen sind:
A. Theoretischer Unterricht in den einzelnen Handwerken, und zwar:
a)
Arbeiten
der
Maurer,
b)
ii
ii
Steinhauer,
c)
ii
ii
Zimmerleute,
d)
ii
ii
Dachdecker,
e)
n
ii
Ziegler,
0
ii
ii
Weißbinder,
g)
ii
n
Schreiner,
h)
ii
11
Schlosser,
i)
I!
n
Spengler,
k)
ft
n
Glaser,
I)
U
ii
Pfiästerer,
in)
II
ii
Gürtler re.
B. Fachzeichnen, d. h. Unterricht im Zeichnen, Entwerfen und Erfinden der für die besonderen Gewerbe nöthigen Werkzeichnungen.
C. Wau materialienlehre.
D. Technologie.
Die zeitweise Schule
ist vorzugsweise für auswärtige Handwerker eingerichtet, welche sich zu der Meisterprüfung vorbereiten wollen und doch nur kürzere Zeit dahier verwetten können.


