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Vermischte Nachrichten.
959) Nach der Beilage zum Oberhessischen Kreisblatt M. 22. vom 3. Juni und dem hiesigen Anzeigcblatt M 23. voin 4. Juni d. I. soll der, aus der Nachweisung über Einnahme und Ausgabe, bezüglich deS am 18. November 1841, bei Vertheilung der Felddienstzeichen zu Gießen statt- gefundenen Festes, hcrrührende Rest von 78 fl. 7 fr., insoweit solcher von den Betheiligten bis zum 15. Juni nicht abgeholt wurde, den Brandbcschädigtcn zu Niedereisenhausen überwiesen werden.
Da nun, einschließlich der Inserat rc. Gebühren 22 fl. 18 kr. zurückbezahlt wurden, so bringe ich hiermit zur Nachricht der Bethciligten, daß 55 fl. 49 fr. von den Veteranen dcS Kreises Gießen au Herrn Kreisrath App in Bicdenfopf für die Nie- dereisenhäuser Vrandbeschädigteu abgesandt worden sind.
Gießen den 21. Juni 1842.
Bieler, Rendant.
968) Die
Lebensverstchernngsbank f. D.
in Gotha
macht in ihrem dreizehnten Berichte die günstigen Ergebnisse des Jahres 1841 befannt. Der Bestand der Versicherungen war am Jahresschluß auf 10,875 Personen mit 17,669,400 Thlr. Ver- stcherungssumme, der Banffonds auf 2,911,231 Thlr. gestiegen. Für 159 Sterbefälle wurden 280,000 Thlr. verausgabt; der reine Ucberschuß betrug 151,691 Thlr. und läßt eine Dividende von 24 Proz. erwarten. Wer die Versicherungssumme nach Erreichung eines bestimmten Alters noch bei Lebzeiten empfangen will, fann dies durch Entrichtung jährlicher Zusatzprämien erlangen. Der Stand am 1. Juni 1841 war:
Versicherte . . . 11,213 Personen
Versicherungssumme . 18,189,100 Thlr.
Einnahme an Prämien n.
Zinsen seit 1. Jan. 1841. 312,654 „
Ausgabe für 56 Sterbfülle 106,400 „ Bankfonds . . 3,100,000 „
Bericht und Antragsformulare werden unent- geltlich verabreicht von x
vr. -Bansa in Gießen.
Dau. Bepler jun. in Wetzlar.
979) Meinen geehrten Abnehmern theile ich hierdurch mit, daß sich mein Laden jetzt rn dem Hanse meines Nachbars Herrn Ludwig Tasche befindet.
Gießen den 23. Juni 1842.
£ Jahreis.
963) Feldrugegerrchts-Formnlare.
Die Anzeige der Herren Stahl und Becker in Darmstadt (ht JVä 22. des hiesigen Wochenblatts), welche leicht die Meinung hervorbrinqen fonnte, als seien die Formularpapiere für die Feldrügegerichte nur von dieser Druckerei zu erhalten, veranlaßt mich zu der Erklärung, daß sowohl dieses Formularpapier, als auch alle Formularpapiere, welche die Bürgermeister, Gemeinde-Einnehmer und Kirchenrechner gebrauchen, sowie noch viele andere von der Ludw. Carl Wittich'schen Hofbuchdruckerei in Darmstadt gedruckt und allen Vorschriften entsprechend, auch bei mir zu haben sind. — Der Druck und das Papier sind mindestens so gut und die Preise eben so billig, wie die der Herrn Stahl und Becker. ■—
Verdienstzettel für Bauhandwerfer stud stets vorräthig.
Gießen den 17. Juni 1842.
A. Balser, Buchbinder.
777) Verschiedene Verhältnisse veranlassen mich, hierdurch öffentlich befannt zu machen, daß ich mein sämmtliches Vermögen, welches mir durch die Vermittlung des Herrn W. Valentin zu Theil geworden ist und noch zu Tbeil werden wird, au meine Kinder unterm 17. October 1840 abgetreten und unter die Verwaltung des erwähnten Hru. W. Valentin, mit Zustimmung derselben resp. deren Mutter als natürlichen Vertreterin derselben, gestellt habe.
Gleiberg, den 10. Mai 1842.
Georg v. Le sch.
Warimiig-.
Sn Bezug auf obige Bekanntmachung finde ich mich veranlaßt, denjenigen, welche mit dem Herrn Georg v.Lesch oder dessen Ehefrau contrahiren, oder ihnen creditwen, resp. borgen, befannt zu machen, daß diejenigen Schulden, welche ohne mein Vor- und Mitwissen mit denselben contrahirt werden, aus dem Vermögen der Kinder des erwähnten Herrn v. Lesch nicht bezahlt werden.
Gleiberg, den 12 Mai 1842.
W. Valentin, Curator.
969) Ein neues Halbjahr- Abonnement
auf das täglich erscheinende „Frankfurter Jour, nal“ und die Unterhaltungsblätter „Didaskalia“ beginnt mit dem 1. Juli nächsthin. Man ersucht daher, die Bestellungen darauf recht bald bei den zunächst gelegenen löbl. Postämtern bewcrfsteüigen zu wollen, damit feine Unterbrechungen im Zusen-


