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kann aber auch der Besitzer über ein, auf einen andern Namen eingeschriebenes Grundstuck gar nicht verfügen, und die Erlangung seines Besitz- Rechtes wird ihm später weit größere Mühe, Zeitverlust und Kosten verursachen, wenn er jetzt die Zeit und Gelegenheit verstreichen läßt, wo mit leichter Mühe und geringen Kosten, eingeschlichene Fehler berichtiget und verbessert werden können. Gießen den 3. Juli 1840.
Der Beigeordnete Christian Schneider.
875) Nach einer allerhöchsten Verordnung vom 14. Juni d. I., Regierungsblatt M. 15, soll jeder Staatsangehörige, der im Großh. Hess. Militär einen Feldzug mitgemacht und sich dabei gut betragen hat, und späterhin wegen keiner entehrenden Handlung bestraft worden ist, ein Felddienßzeichen erhalten.
Die dcßsallsigen Anmeldungen müssen vor dem Ablauf des nächsten Monats auf der Bürgermeisterei geschehen, die alsdann das Weitere besorgt.
Gießen den 1. Juli 1840.
Der Beigeordnete Christian Schneider.
857) Aufforderung an die Schuldner der Gießener Pfandanstalt.
Die Schuldner der hiesigen Pfand- und Leihanstalt, deren Pfänder in den Monaten Februar, März, April, Mai und Juni 1840 verfallen sind, werden aufgefordert, dieselben bis zum 28, Juli einzulöscn oder zu prolongiren, als sonst deren Versteigerung am 17. August d. I. stattfinden soll. Gießen den 30. Joni 1840.
Die Großh. Pfandhausverwaltung.
Bieler. Pfeil.
Versteigerungen.
884) Montag den 10. August d. I., Nachmittags 2 Uhr, sollen wegen Erbauseinander- setzung nachbenannte Immobilien, zum Nachlaß des Johann Philipp Becker, Phil. S., dahier gehörig, als:
1) Haus nebst Hofraum, Scheuer und Stall mit Grund und Dungplatz, enthält 19 Klafter oder 5 Ruth. 5 Schuh Grundfläche, auf dem Seltersweg;
2) 242 Klftr. oder 70 Ruthen Garten auf der Rothhohl, zehntfrei, giebt 3 fr. Zins dem Fiskus;
3) 107 Klftr. oder 31 Ruth. Garten am Selteröberg, zehntfrei,
auf dahiesigem Rathhaus öffentlich, unter den im Termin zu eröffnenden Bedingungen, versteigert werden.
Gießen den 1. Juli 1840.
Großh. Hess. Stadtgericht.
Müller.
823) Fruchrverstcigernng bei dem Rentamte Gießen.
Montag den 6. Juli d. I., Vormittags 9 Uhr, wird der Rest der 1839r Fruchtvorräthe bestehend in
295 Malter Korn,
80 „ Gerste und
255 „ Hafer,
unter den bekannten Bedingungen, auf dahiesigem Rakhhause versteigert werden.
Eießen den 17. Juni 1840.
Der Großh. Rentamtmann. Schneider.
882) Montag den 6. Juli 1840, Vormittags 9 Uhr, sollen in dem Kemeindewald der Gemeinde Gießen, District vom Annerödcrweg nach der alten Stcinbacherstraße, nachstehende Holzsorten, als: 66 Stecken Buchen-Scheidholz,
32| „ Buchen-Prügelholz,
37| „ Vuchen-Stockholz,
1850 Stück Buchen-Wellen,
41| Stecken Eichen-Scheidholz,
46 J „ Eichen-Prügelholz,
57 „ Eichen-Slockholz,
2100 Stück Eichen-Wellen,
3 Stecken Erlen-Scheidholz,
1 n Erlen-Prügelholz,
3 „ Erlen-Stockholz,
i y Aspen-Scheidholz,
1 n Dirken-Scheidholz,
1 „ Fichten-Stockholz,
50 Stück Fichtcn-Wellen,
25 „ Lerchen-Wellen,
19 Buchen-Stämme mit 170 Cubikfuß, 1 Birken-Stamm mit 13 Cubikfuß,
32 Fichten-Stämme mit 42 Cubikfuß,
36 Hainbuchen-Stämme mit 3£ Cubikf., 25 Hainbuchen-Wellcn,
275 Buchen-Wellen,
an den Meistbietenden öffentlich versteigert werden.
Der Zusammenkunftsort ist an dem Anneröder Weg am Haingesboden.
Gießen den 30. Juni 1840.
Ter Großh. Bürgermeister -Vicar. Christian Schneider.


