Ausgabe 
26.1.1799
 
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Gefriert das Wasser schnell, so giebt t- Glatteis. Die Buckeln auf dem Eise werden durch die aufsteigenden Lufttheil- chen bewirket.

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.

i) Nachdeme die Ehefrau des in da- hiesigem Fürstl. Schutz stehenden Juden, Moses Baruchs von Leihgestern, Jüdin Brendel, auf geschehenen Vorhalt die aus­drückliche Erklärung gethan, daß sie mit ihrem Ehemann keinen gemeinschaftlichen Handel treiben und sich für denselben nicht verbürgen, sondern ihre weibliche Rechrs- wohlthaten sich ausdrücklich Vorbehalten wolle; so wird dieses hiermit öffentlich be­kannt gemacht, damit diejenige, welche mit ersagtem Juden Moses Baruch in Handelsverkehr tretten, sich darnach ju be­nehmen wissen. Langgöns am iztenJa­nuar 1799«

Fürstl. Hess. Justizamt daselbst, C. G. v. Zangen.

i) Des Wilhelm und Johannes Ger- lachs Erben zu Wezlar, besitzen in den Ortschaften Kirch - und Pohlqöns des mir gnävigst anvertrauten Amts Hüttenbergs, einen jährlichen Kvrnpacht, welcher nach den Steuerbüchern erjagter Ortschaften, iS Achtel, I Meste, 7 Bescheid betragt, und nichts als die gewöhnliche Ritlersteu- ern abgiebt.

Nachdeme nun die Hälfte davon mit 7 Achtel , 4 Meften , 7 1/2 Bescheid dem Hermann Simon zu Wezlar gehörig, und auf ihn, von seiner Mutter, einer gebohr» nen Gerlachin, verabfället, meistbietend versteigt werden soll, und dazu Termin auf den 28ten dieses Monats, MorgendS 9 Uhr, im Ort Kirchqöns anderaumt wor­den; so wird dieses hiermit mit dem An- fugen öffentlich bekannt gemacht, daß dleirmge, welche darauf m steigern Lust

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haben, sich auf gedachten Tag an dem erwähnten Ort einsinden, die nähere Be­dingungen erfahren, und alsdann mit* bieten können.

Langgöns am?tenJanuar 1799.

Fürstl. Hess. Justtzamt daselbst, E. T. v. Zangen.

3) Ich benachrichtige hierdurch daS hiesige geehrte Publikum, daß Dienstags den zten Februar, ein allgemeiner Tanz bei mir gehalten wird, wobei alle Arten Backwerk und sonstige Erfrischun­gen, in billigem Preise, zu haben seyn werden.

Jiohann Philipp Busch, nu Garten.

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Charaden

Unterhaltung müstger Stunden und ;ur Uebung des Verstandes.

37. Ein Wort von vier Splben. Die zwei ersten bedeuten etwas, das bei ganz kleinen Kindern gebraucht wird, die bei­den leztern etwa», das man in allen Wohn­häusern findet, die mehr als ein Stockwerk hoben, das Ganze ist ein Wasserthier, daS von feinem Hause den Namen hat.

38. Ein viersylbiges Wort. Die bei­den ersten sind der Name eines Kraute, daS sich nicht gut anfaffen laßt, das zweite ist ein Kleidungsstück der Frauenzimmer und Mannspersonen, das Ganze eine Art Zeug.i

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Gottesdienst am 27. Jan.

In der St. Pancratiuskirche. Mos» gen« Herr Professor Palmer. Nachmittag- Herr Superintendent Müllrk.

In der Burgkirche. Morgen- Herr Superintendent Schulz. Nachmittag- Herr Pfarrer Buff,

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