) H C

Neumond.

Denn der Mond entweder voll oder -reu, oder auch in feinen Vierteln ist, so bringt er wahrscheinlicher Weise eine merk- riche Veränderung mit. Dieses geschieht auch, wenn er in der Erdferne oder Erd. nähe ist ; und auch wahrscheinlich, wenn der Mond im Zeichen des Widders, des Krebses, der Waage oder des Steinbocks ist.

Es sind auch dabei die vier Tage vor als nach dem Neu- und Vollmonde zu beobachten. Besonders ist der vierte Tag Les Mondes bedeutend; wenn nemlichder Mond an diesem Tage seine Hörner klar und deutlich zeigt, so ist es ein Zeichen, daß keine dicken Dünste in der Luft find; daraus kann man auf gut Wetter, nem- kich: wie es die Jahreszeit mit sich bringt, bis auf den vierten Tag vor dem Voll­monde und zuweilen auf den ganzen Mo- not zu schließen Das Gegenkheil ist zu fürchten, wenn die Spitzen des Mondes trübe und kurz aussehen, so erfolget Schnee; auch wenn bei heiterm Himmel nach strenger Kälte ein Windchen sich mer­ken läßt, wird es den dritten Tag viel Schnee geben. Auch wenn die Sterne bei heiterm Himmel stark funkeln, so ist Tbauivetter unausbleiblich, und endigt sich mit Regen. So aber im Herbste anhal­tender Regen gefallen, dann ist wenig Schnee zu hoffen.

Hat es aber bereits gefchneiet oder Wind gewuthet dann wird es stille.

Fängt der alte Jenner mit strengte ^ane an , so vermehret sie sich bis einige Tage nach dem Vollmonde, und zwar wir) sie durch den Druck des uns so nahen Mondeskörpers bewirket. Nun zeigen sich em paar Veränderungender Luft, abereS sindet sich bald wieder in vorigen Grad, und halt mit gleicher Kälte bis iu Ende des Monats aus.

Weil nun jede Abänderung der Wik« terung von der Luft abhängt, und wir die innere Natur der Luft nicht genau kennen, so laßt sich auch der Grad der Kalte im Voraus nicht genau bestimmen. Das Ba- rometee zeigt bei veränderlicher Luft den Grad der Kälte an, aber dessen Verände­rung ist beionders im Frühlinge und Herbst unter unserm Himmelsstriche bei Tag-- und Nachtgleichheir und Sonnenwenden. Di« Mitte der Luftröhre zeigt eine zweifelhafte Witterung an, daher ist auch der Wind zu rechnen. Denn wenn Wind entstehet, so fallt das Barometer allemal plötzlich.

Ist der Himmel trübe und dunkel, fo es anfangt etwas zu schneien, und ^A-nnJr> ^uget sich demohngeachtet $Ur? erfolgen auf einmal

ßrope Flocken, aber es giebt bald wieder nach, und verwandelt sich in Thauwetter.

Die stärksten MondeSpuncte, nemlich Neu - und Vollmonde, die Erdnähe und Erdferne, und ihre Zusammenkünfte un­ter sich, werden um die Nachtgleichen und Sonnenwenden stürmisch. Sind die Hör­ner des Mondes trübe, dann kommt Schnee; und ändert sich die Luft wegen des dickwolkigten Himmels in Lauigkeit, dann fallen Flocken, nahe um die Stunde, wenn der Mond uns sichtbar wird, nem. Lich wie oben «innert, den vierten Lag,

Auch dre aufsteigenden Dünste ver­ursachen Veränderung. Das Steigen des Merkurs im Barometer zeigt, daß Feine Dunste m der Dunstkugel sind, sondern die Luft ist ausgedehnt.

. der Wind schnell, so ist »*

ein Merkmal, daß er sich sogleich wieder stillet. Wenn der Wind plötzlich Schnee hervorbrmgt so ist es ein Merkmal, daß bald mehr Wind kommt. Wenn das Ba- rvmtttk fällt, fo fällt es allemal drei Grad.

Gefriert