Ausgabe 
25.5.1799
 
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daß die Stiele der Blatter nicht, wie beim Mangold, breit, sondern mehr rund/ wie bei den rochen Rüben seyn , anch keine sehr braune oder dunkelrolhe/ sondern eine etr was Helle glanzende Farbe haben. Die stärksten von den mit diesen Eigenschaften versehenen Rüben , wähle man zu Laat» rüden. Man setzt sie zu diesem Ende im Frühjahre, wenn keine starke Froste mehr zu besorgen sind, in gutes/ aber nicht frisch gedüngtes sonnenreicheö Land , zwe- bis drei Fuß ins Quadrat/ daß deren drei in zwei Reihen zu stehen kommen. Sie wei­ter auseinander zu setzen, ,st mehr nutz- lich, als schädlich, nicht aber das Gegen- theil, wodurch ihnen die nöthige Nahrung, Luft und Sonne entzogen, und der Saa- menerndte merklich geschadet wird. Pflanzt man die Saatrüben an eine Mauer, und sucht sie nur durch eine vorgebundene Stange vor dem Umfallen zu schützen, so bekommt man keinm ganz vollkommenen Saamen davon. Sobald die ^aamen- kapseln gelb oder braun werden, s-chneidet man sie ab, und hangt sie unter einem luf- jtaen Obdache auf.

Fvrtsezzung folgt.

Litteräriscke Anreize.

In der Kriegerschen Buchhandlung bat so eben die Presse verlassen: , Boigtels, Fried. Wilh., Bruchstucke aus der Zeichenlehre der Entbindungekunst, aus dem Lateinischen übersezt, mit 6 Ku­pfern ,8. lfl 15 kr.

von Eancrin, Abhandlung von einer feuer­festen, am Brand sparenden Fruchtdarre öder Fruchtriege, mit 2Kupf. LteAuf- laae/8- 24fr-

Schleicher, Franz Karl, Handbuch der Artillerie, zum Vortrag wre zum «Selbst­unterricht, irTheil, mit uKupf., gr. tz. 2fl. 45kr.

Magazin für Wochen - und Leichenpredig. ten, 5rBand, 4-Stück, broschirt 2gkr.

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So eben ist beim Verleger dieses Magazin­folgendes Buch erschienen:

Die katholischen Briefe neu übersetzt, Phi-» losophilch - praktisch erklärt und ollen Verehrern der reinen Religion gewidmet von D. Jvh Ludwig Wilhelm Scherer, Pfarrer zu Echzell, im H-ssen-Darm- städtischen. Erster Theil, welcher den Brief des Jakobus enthält, gr. 8. irggr.

Es ist hier eine neue Bearbeitung die­ses in frühem Zeiten so verkannten, jezt aber mit allem Recht, besonders seiner wichtigen Moralien wegen allgemein ge­schälten Briefes. Um ihn besser verstehen zu können, wurde er neu übersetz!, in eine Sprache, Die dem Nichtorientalisten auch verständlich ist. Da reine und vollstän­dige Erkenntnis von Moral und Religion Zweck aller Menschen ist : so wurde bei der Erklärung diejes Briefs auf die Belehrung aller Christen Rücksicht genommen. Diese Erklärung giebl nun den nähern Sinn und Den moralischen Geist dieses Briefs, und verbreitet Licht über alle diejenigen Sitten­belehrungen eines weisen Jacobus, wozu die sittliche Vernunft ohne Form die sichere Führerin ist. Somit suchte der Verfasser nicht bloS Den Predigern, sondern auch selbst Dem gemeinen Manne die Lectüre dieses Briefs interessant zu machen.

Gottesdienst am 26. Mai.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Superintendent Bechtold. Nach­mittags Herr Kandidat Helm.

In der Burgkirche. Morgen- Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Kan­didat VigeliuS.

Morgen Den 26, Mai hat Das Frisch­backen Hr. Kirchrnsenior Seipp, auf dem Kreuz.

Ein- und Auspasstrre.

Am 10. Mai. Hr. Reg. Rath v. Wil-

dllNgen, von Marburg, log. im Einhorn.

Am