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Die Engländer verstehen unter Tur- rnpS nichts anders, als eine in dlrUnter- Pfalz, dem Odewald und dem Würzburg«, schen Röhngebirge unter dem Namen Runkel bekannte Rübe.
Am Rhein findet man di- nemkiche Rübe. Sie heißt daselbst Raunschen. Sonst nennt man fie auchBurgunderrübe, »derRummelrübe/ Viehrunkel, Dickwur-
khk- Versicherung «st ja oder nein» Dabei find sie gastfrei, aber ehrgeizig. Sie geben ihr Leben preiß, wenn ihr Ehrgeiz beleidigt ist: denn sie verachten den Tod. Sie stammen von dem Reste der Europäer her , welche sich nach Untergang dee Bouil- lonischen Reiches mit Syrierinm verheira- lheten, und suchen einen Stolz in dieser Abstammung von Europäern. Den Namen Drusen führen sie von einem Perser Drusi, «velcher den ersten Grund zu ihrer Religion legte, und stehen unter einem Gros-Emir. Ihre Religion ist ein Geheimnis. Nur die Priester kennen sie, und fasten und beten für die Gemeinen, die damit gar wohl zufrieden sind.
Von christlichen Nationen finden sich in Syrien: Griechen, Armenier, Jacobi» ter, Franken (Katholiken), und Maro- niten.
Der Verfolg künftig.
Die Runkelrübe.
Die englischen Verfasser der neuern randwirlhschafksbucher und Nachrichten, reden oft von einer in England beliebten Rude, die sie nicht anders als mit dem Namen Turnip (welcher im englischen schlechtweg eine Rübe bedeutet,) zu be. nennen pflegen. Die Uebersetzer dieser Schriften, behalten diesen Namen unnüber- 1 fitzt bei, und wissen vielleicht nicht, daß" 1 d»ese Rude in Deutschland schon bekannt : ist, daselbst gebauet wird, und einen Ge. schlechtsnamen hat. 1
, Dickrübe, und sie wird unter andern um Rosdorf bei Göttingen ziemlich häufig gebauet. z 'a
Wahrscheinlich ist die Runkelrübe in 2»falz durch die emsigen Wiedertäufer in den Rottkandern zuerst in Deutschland angedauet, von dannen sie, ihres Nutzens wegen, weiter in den angränzenden Län. dem, gepflanzet und bekannt geworden ist
Eine kurze Beschreibung ihrer Gestalt Anbaues undNutzens, wird hoffentlich denen, die sie nicht kennen, nicht unangenehm seyn.
Die Runkelrübe 'st die höchste Rüben» art, und eine Abart von den Mangold- oft llkben bis acht Schuh hoch, sieht einer rokhen Rübe fast gleich, sowohl in den Blättern, als der Wurzel. Ihre Blätter haben eine Aehn- lichkeit mrt dem sogenannten Speise- oder römischen Kohl, oder Mangold.
\ Die Wurzel ist äusserlich ganz roth, mwendig ober weiß, und nur mit einem rvthen Strich durchzogen, auch viel dicker wie die Wurzel der rokhen Rübe. Eingesunde fehlerfreie Runkelrübe hat zwar Wurzelfasern, keineswegs aber Ncbenwur- zem, oder Zakken. uuyur*
, Dieses ist bekanntlich bei allen Wur.
zeigewachsen ein Fehler, der mehrentheils durch unrechte Behandlung derselben veranlaßt, und bei achtem Saamen fast immer dadurch vermieden wird, daß das Land, worauf man ihn säet, keinen sichtbaren Mist mehr «n sich habe, und tief und gut gegraben werde. M
Der Runkelrübensaamen ist bei dm Kaufleuten und Saamenhändlern, das Lvth firr etwa 4 Pfennig zu haben ; doch rathe ich an, solchen lieber selbst zu ziehen, weil man alsdenn sicher ist, daß man guten und achten Saamen erhält.
Die Kennzeichen der ächten Runkek- rubenart sind, daß die Rübe, wie ich eben bemerkt habe, keine Nebenwurzeln habe, "daß


