Ausgabe 
20.7.1799
 
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A. d. H. Daß auch die Vögel, wie andere Thiere, ein starkes Vorgefühl der nächsten Witterung haben,r ist nicht zu leugnen , daß sie aber eine künftige Witte­rung , Monate vorher anzeigen feilten, ist zu viel behauptet, und o wie oft habe ich bemerkt, daß sich Thiere, z. E. die kommende Storche, Schwalben, betro­gen haben, wie oft trügen die WilterungS- anzeigen, die von den Vögeln hergenom- men werden.)

12g. Ein heiterer Herbst zieht einen windigten Winter, ein windiglcr Winter, einen regnigten Frühling, ein regni'gtec Frühling, einen heitern Sommer, ein hei­lerer Sommer, einen winbigten Herbst nach sich.

A, d. H. Meine schon vorher ange­führte wahrscheinliche Gründe, werden dadurch bestätigt.)

29. Wenn es sehr viel Eicheln giebt: so folget gern ein langerund harter Winter.

Ä.d. H. Nicht'die Eicheln, sondern die zu ihrem Gedeihen erforderliche Witte­rung, laßt uns dieses vermulhen.)

30. Wenn das Ginster, oder Pfriem- kraut recht voll Biükhen ist: fo folget gern ein gutes Jahr.

A. d. H. Haben diese Gewächse er­wünschte Witterung in ihrer Blüthezeit, so geniessen es andere Feldgewachse mit. )

gl. Wenn die Mandelbaume viele Früchte tragen, so pflegt auch das Ge- traide reichlich zu tragen.

A. d. H. Die Ursache ist, wie bei Num­mer 30.) ,

32. Wenn das Gras wachst im Januar;

So wachst es desto schlimmer durchs ganze Jahr;

Der Welsche sieht lieber seine Mutter auf der Bahr,

Alü schönes Wetter im Februar! Wenn der April bläst in sein Hornr Sv ist es ssut für Heu undKvrn,

15 (

Eine Aprilen Fluth,

Führt den Frosch weg mit seiner Btttt, Maimonat kühl und windig, Macht die Scheuern voll und pfündig, Ein Schwarm Bienen im Mai Ist so viel werth als ein Fuder Heu, Aber ein Schwarm im Iulii, Belohnt nicht einmal die Müh.

A. d. H. So lautet die biedere Spra­che alter achter Deutschen, und diese Knit­telverse enthalten viele Beobachtung und Wahrheit.)

Der Verfolg künftig.

Bekanntmachung.

Nachdem dievonAtzenheimische Erben, nahmentlich der Affestor Hofmann und Kammer-Sekretär Kröber zu Zweibrück, ihren an dem von Ludolpfstchi-n Zehnden in Allendorf Fürstl. Hess. Darmstädtischen Amts Hüttenberg habenden ^Antheiizu verlausten gesonnen sind und man in der Hinsicht zu wissen nökhiq bat, ob, äusser obigen Verkauffern noch Jemand einiges Recht an sothanem Zehnden habe, oder solcher mit hypothekarischen Schulden be­schweret seye; so wird solches hierdurch mit dem Anfügen bekannt gemacht, da­mit diejenige, welche auf jenes Zchnd An- thcil ex quocunque capite einigen An­spruch zu haben glauben, sich in termino den 1 ;ten October d. I bei unterzeichne­tem Fürstl. Amt melden, ihre allenfallsige Ansprüche naher ausführen oder sich gewär­tigen sollen, daß sie damit nicht weiter gehört^, sondern werden pracludirt werden, Langgönö am igkenJulii [799.

Vermöge Auftrags, Fürstl H'ss Justizamt

E. G. v. Zangen,

Gottesdienst am <21. Iulii, In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens