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Charaden.

I.

Zwei Wörter hab' id), wer mich erralh; freut sich.

DaS erste Wort bedeutet eine Blume. Ich bm in FloraS Heiligthume, Der reinsten Mädchenliebe Bild, und mein Geruch ist lieblich und mild.

Das zweite Wort zeigt an den Stab, auf dem ich meinen Wohnsiz hab. Em Gott halt ihn in feiner Hand, und waltet damit zu Wasser und Land.

Das Ganze.

Mich schuf die reizende Phantasie des Dichters, er Heist, ihr wißt schon wie.

II.

Erstes Wort einftlbig.

Ich bin gebohren in Feuerflammen, Hand und Mund bilden mich zusammen. Ich ofne dir die Welt der Sterne, ich nähre dir die blaue Ferne, und oft nimmst du im Freundeskreise, aus mir zum Leiden Muth, Kraft zu der Lebensreise.

Zweites Wort zweisilbig.

Mich sind'st du überall, wo deines Gleichen wohnen, beim dummen Pescherahs, beim nordischen Huronen, selbst auf Taheitis Lustgesiiden, bin ich der Schirm und Schutz der Wilden. Oft findest du in mir das stel'ge Ziel des Lebens, und in Pallästen suchst du es vergebens.

Das Ganze.

Entferne dich von mir zur Stelle, ich bin ein leibhaft Bild der Hölle.

III.

Erstes Wort emsylbig. Du sahst mich nicht, und Nichts in mir, ich bin nicht Pflanze, Stein, noch Thier.

Der mich erzeugt, stirbt wenn ich lebt/ ich sterbe wenn mein Vater lebt.

Das Herz des Palrioten bebt, wenn über einem Land ichshwebe.

Zweites Wort zweistckbig.

Bald bin ich hier, bald bin ich dort, stets zieh ich mit den Menschen fort. Verheerung zeichnet meine Tritts, Zerstörung folget meinem Schritte, oft wohnt in mir cm ganzes Heer, doch siehst du mich nie auf dem Meer.

Das Ganze.

Mein Vaterland ist überall, ich bin in jeder Zone.

Süs klinget meines Namens Schall, selbst Herrschern auf dem Throne, und einst ward ich jm Morgenland (im Palmenhain, an Jordans Strand, da wehten Engel .Gottes Ruh der Vorzeit heilgem Schläfer zu, und beim Erwachen ward ich) gar geheiligt.

Noch izt sucht mich die ganze Welt, ; der Fürst, der Bettler, und der Held, der Wanderer nach langem Lauf, des Kummers Thränen fang' ich auf, dem Kranken lindre ich den Schmerz und ruhig schlagt an mir das Herz des Liebevollen Träumers.

W.

Gottesdienst am ig.tHai.

In der St. Pancratiuökirche. Mor­gens Herr Professor Palmer. Nachmittags Herr Kandidat Kunz.

In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Morgen den 19 Mai hat da« Frisch­backen der Beckermeister Iughard, ander Stadtpforte.

Geraufte bei der Seadtkirche.

Am rz.Mai. Dem Scribenten Jacob

Koch,