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zu Luxemburg der Kaiserlnn mit einem Feuerwerke eine Ueberraschung machen. Er arbeitete mit seinem Kammerdiener und einem Leiblakaien in dem Laboratorium, einem kleinen Zimmerchen; sie gingen nicht vorsichtig genug dabei zu Werke; eine Masse Pulver von 24 Pfund am Gewicht entzündete sich plötzlich, und beschädigte mehr und weniger die Anwesenden. Der Leiblakai blieb auf der Stelle todt; der Kammerdiener war dem Tode ganz nahe; und der Erzherzog wurde ebenfalls am Oberleibe gefährlich beschädigt. Alle Haare am Haupte waren versengt, und der ganze Körper vom Pulver schwarz. Am rechten Arme hatte er eme Verwundung, daß man den Knochen sehen konnte, und seine Augen hatten vorzüglich gelitten. Die Nacht darauf starb der Kammerdiener, und den folgenden Morgen verschied auch der Erzherzog , der erst 23 Jahre alt war, nachdem er 15 Stunden lang die heftigsten Schmerzen und Leiden ausgestanden hatte.
Eine Viertelstunde vorher, ehe sich das Pulver entzündete, befand sich der Kaiser selbst im Laboratorium, und hätte also etwas später daü nämliche traurige Schicksal haben können.
Das Unglück trug sich folgenderwa- sen zu. Der Erzherzog wollte einen Schwärmer durch da» Fenster hinaus probiren; dieser fuhr aber in das Zimmer zurück, und steckte das Pulver und alle Feuerwerks- Sachen an.
Schädliche Wirkung des Aohlendampfes.
Ein Fräulein in Sachsen wollte den andern Tag in aller Frühe verreisen, und um nicht durch die Frisur zu lange auf' gehalten zu seyn, ließ sie sich Abends spät die Haare von ihrer Kammerjungfer zum voraus brennen. Sie ging dann gleich zu Bette, und die Kammerjungfer entfernte sich, ohne erst die große Kohlpfanne voll glühender Kohlen, die sie zum Heißmachen
de» Brenneisens gebraucht hatte, aus dem Schlafzimmer der Frätzlchr zu schaffen. Als den andern Morgeck das Fräulein geweckt werden sollte, fand man selbe fast todt in ihrem Bette. Der Arzt hatte viele Mühe, durch schleunigst angewandte Mittel sie noch zu retten; und sie litt noch einige Zeit an Betäubung , Schwindel und Kopfschmerzen.
Eben diese» widerfuhr auch der Toch-- ter eines Bäckers in Br., die in dem Zimmer , wo der Packofen stand, zu schlafen pflegte. Es war den Abend eben gebacken worden, und die Kohlen wurden mit Wasser nachlässig ausgelöscht, so daß sie in der 'Nacht wieder zu glühen anfingen. Der Dampf der Kohlen wirkte so hrftigaufdie schlafende Person., daß man sie Morgen- in Ohnmächten antraf; doch ward sie noch gerettet.
Unglück vom Trinken aus einem flehen- ven wasser auf dem Felde.
Die Tagtöhnerinn Haasen zu Parchim trank, wie Herr Doctor Sachse erzählt, im Frühjahr 1794 au» einem stehenden Wasser, welches sie schon oft beim Holz- holen ohne Nachtheil gethan hatte; jezt hatte e» aber die üble Folge, daß der Unterleib aufgetrieben wurde, und daß sie sich täglich mehrmal erbrechen mußte, welche» eine» Tages äusserst heftig wurde; unter schrecklicher Angst und Gefahr zu ersticken, brach sie, zu aller Anwesenden Entsetzen, einen großen Frosch aus.
Eine geraume Zeit war sie nun, äusser öftern Leibschmerzen, von ihrem so lästigen Uebel frei, gegen den Herbst aber kehrte e» mit neuer Wuth zurück. Im September brach sie nur einen Frosch aus, im December abereine beträchtliche Menge, von welchen fünf Stück eine geraumeZeit im Wasser lebten. Im April brach sie abermals einen Frosch au». Sie nahm
Arze-


