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Je -Stunden verdeckt stehen, und dann werden zu derselben 12 bis >4 Eimer kal­tes Wasser hinzugegossen, bis es den indes Zweiten Bearbeitungeart angegebenen, zur Gährung erforderlichen Grad der Warme erhält: rmd hierauf werden zMaas gute Hefen hinzugesetzt. Nach vollendeter Gäh- rung wird hiermit, wie ,S beim Korn« branntwein gewöhnlich ist, verfahren, der Lauer desiilirt und rectistcirt; und man er­hält 4Maar gehörig starken Branntwein «US einem halben Achtel Kartoffeln.

Bearbeitung zweiter Art.

Ein Achtel Kartoffeln wird mit einem Stampfeisen zu kleinen würflichen Stücken zerstampft, und diese werden zum Trocknen auf einen luftigen Boden ausgestreuet. Ihre Feuchtigkeit und ihr widerlicher Ge- ruch, den sie bei dem Stampfen von sich -u geben pflegen, verliert sich binnen 2 Ta­gen gänzlich, und in Ermangelung einer Darre lassen sie sich auf einem gelinden Kohlfeuer leicht so weit trocknen, daß sie zum Schroten geschickt werden. Aus einem Achtel roher Kartoffeln, no Pfund an Gewicht, erhält man 81/2 Meste ge> trocknete, und nachdem sie geschroten sind, 6 1/2 Meste.

Von diesen gedörrten und nochmals geschrotenen Kartoffeln nimmt man die Hälfte, nämlich 3 1/4 Meste, läßt sie mit 18 Maa» halb siedendem Wasser anrühren, nach Verlauf von - Stunden aber mit 60 Maas kaltem Wasser abkühlen. Hierauf wird das Gemisch, wenn sich die Wärme bis zum zwanzigsten Grade nach Reaumur gemindert, öder die Wärme einer lauen Milch erlangt hat, mit 1 oder 11/2 Maas guter Hefen angesteckt.

Ist die Hefe gut, und die Mische ge­hörig warm, auch das Mifchfaß sauber und rein, so wird die Gährung nach we-- nig Stunden ihren Anfang nehmen Und Wird nun übervenr noch die absolute Wärme,

indem sie sich aus dem, zur Gährung aus­gestellten Körper entwickelt, durch eine äus­sere Wärme des Brauhauses unterstützt, so wird Schaum, Geräusch und Luftentwi­ckelung mehr und mehr zunehmen, auch die Gährung binnen 48Stunden ihr Ende erreicht haben, und der Weingeist gebildet seyn.

Nachdem dieses alles nach oben besag­ter Art von statten gegangen, verfahrt man ferner hiermit, wie heim Kvrnbranntwein gewöhnlich ist. Man thut die Mische in eine Destilirdlase, zieht den Lauer davon ab, und von diesem erhalt man nach noch­maligem Ucberziehen 4 Maas sehr guten und wohlschmeckenden Branntwein, der in keinem Stücke dem 'aus Korn verfer­tigten nachsteht. Diese Derfahrungs- art, au» vorher gedörrten Kartoffeln Branntwein abzuziehen, scheint in ver­schiedener Rücksicht vorzüglicher vor der erstgemeldeken zu styn ; theils weil die ge­trockneten Kartoffeln sich besser das ganze Jahr hindurch aufbewahren lassen, dahin­gegen rohe durchs Auswachsen viel von ih­rem Werthe verlieren; theilS wegen der große, n Men- e und de« bessern Geschmacks des Branntweins Bei der Destillation des Branntweins ist noch zu bemerken, daß man dem Lauer etwas rein ausgesiebte Asche oder ausgebrannte Kohle zusttzen muß, um ihm die ölicht.n und fchleimich- ten Theile, we'che dem Branntwein einen unangenehmen Geruch geben '$u benehmen, wodurch alßdenn derselbe zugleich einen bes­sern und reinert. Geschmack bekommt. Auch kann man, wie es von i-idst einleuchtend ist, wenn man ter Mische, nachdem sie den ersten Grad der Gährung erreicht hat, kernen Einhalt thut, sondern sie den zwei, ten Grad der Gährung erreichen läßt, den besten Essig erhalten, oder wie beim Korn, branntwein, nebenbei den sogenannten Branntweinessig bekommen. Das Zurück- bleibsel aber kann wie beim Korne, zur

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