Nr* XL 1.6. Maoz. 1799'

Giesser WMWMWW

Einige

Bemerkungen Sb er die ^indernisie bet Anlegung ösfenrlicber Alleen und Plantagen von Obskbaumen oder andern Laubholz.

Verfolg.

Die Büttner schaden nur da, wo die Baume einen gewissen WachSthum erreicht haben, und wo sie solchen aus Holzman- gel zu ihrem Nutzen verwenden können. Die Gefühllosigkeit dieser Leute geht so weit, daß sie den besten Baum nicht veeschenen, wenn sie nur glauben, nicht entdeckt zu werden.

So beschädigen ferner die Knechte auf dem Lande durch ihre Fahrlosigkeit und Muthwillen, öfters auch au« Bosheit, die Bäume. Es ist ihnen ganz gleichgültig, ob sie ihnen durch das Gespann, durch Pflüge, Eggen und Wagen Schoden zu- fügen, oder nicht; ja sie machen sich kein Gewissen daraus, allenfalls, um naher auf den Acker fahren zu können , einen jun­gen Daum ganz herunter zu brechen, und darüber wegzufahren.

Desgleichen die Fuhrleute in der weit- läuftigsten Bedeutung des Worts , unter welchen sich vorzüglich die Postknechte für privilegirt halten , dergleichen Dinge un­gestraft vornehmen zu können.

Den Hütekinvern ist es wohl deshalb am wenigsten zu verdenken, wenn sie beim Hüten auf dem Felde, aus Langerwcile, die Rinde der Baume abschalen, Zweige herunter brechen, und dergleichen kindischen Unfug machen. Bis jezt sind wohl nur «rst wenige Schulen auf dem Lande, wo auf das sittliche Betragen der Kinder, be- sonders in Rücksicht auf die Erhaltung der

Bäume, die gehörige Aufmerksamkeit ge­wendet wird, und wo man richtiges Ge­fühl für"das Gute und Nützliche' der öf­fentlichen Anstalten zu erwecken sucht.

Der wandernde Handwerkepursche und der angehende Soldat schaden nur immer ar'S Muthwillen den Bäumett, und viel­leicht wird mehr auf ihre Rechnung ge­bracht, als in der That wahr ist; denn da der Hieb einer A^t und eines Beiles von der eines Säbels oder eines Hirschfängers nicht gut zu unterscheiden ist, werden ihnen der­gleichen Beschädigungen an der Heerstraße gewöhnlich zugerechnet.

Vom Rartoffklbranntwein-Brennen.

Bearbeitung erster Art.

Ein halbes Achtel Kartoffeln, die vor­her gehörig gewaschen, werden in der zum Lauerbrennen bestimmten Blase- vollkom­men weich gekocht, aledenn Vas Wasser abgesciget, oder vermittelst eines Durchs schlage«, die Kartoffeln aus der Blase her- ausgrnommen, und in das zur Gährung bestimmte Gefäß mit einer hölzernen Stampfkeule gänzlich zu einem weichen Brei gerieben. Hierauf wird dieser Brei mit einer Meste Gerstenschrot vermischt; welches aber schon vorher mit halb sieden­dem Wasser a'Ufgequellt, und nach einer Viertelstunde mit siedendem Wasser ange- brühet worden. Der Zusatz an Schrot ist teSwegen nölhig, weil die Kartoffeln bei ihrer natürlichen Hitze zu schnell aufgähren, hierdurch aber eine anhaltendere und voll­kommenere Gährung bewurkt wird Die ganze Maffe wird mit dem bei dem Ko­chen der Kartoffeln zurückgebliebenem Was­ser verdünnt. Zn diesem Zustande bleibt