) 27 (

nen. Sogar die überflüssigen Pflanzen, welche auf der Stelle stehen geblieben, ha­ben nichts von Dem Froste gelMen, son­dern sind durchaus gut geblieben.

Von dem Mangoldsaamen."

Diejenigen Stamme, welche den Win­ter stehn geblieben, wurden im Frühjahr ausgegruben, und bei denen, dle bereits vor dem Winter ausgehoben und einge­schlagen waren, auf eben die Art einge­legt. Sie trieben durchaus, fetzten fri­sche Blatter an, und trugen sammtlich reichlichen , theilS bräunlichen, tfoeil*, schwarzen Saamen. Der letztere wurde vorzüglich gesammelt, we^l er der größte war, und von denjenigen flammen, wel­che sehr weiße Rippen hatten, (diejenigen Stöcke, welche rothe oder grüne Rippen haben, sind nicht mehr acht, sondern aus- geartet,) getragen wurde. Um zu erfah­ren , ob auch dieser Saame, gleich dem von der gemeinen Beete, den Winter über In der Erde zum Aufgehen gut bleiben würde, blieb eine große Menge an den Stengeln fitzen, und deren Ausstreuung der Natur überlasten ; dabei wurde jedoch die Vorsicht georaucht, daß auf den Fall, wenn er entweder nicht aufgehen, oder auch die Pflanzen selbst mißlingen sollten, den folgenden Frühling tm Avril an der Mauer her eine Furche etwa einen bis zwei Zoll tief gezogen, die Saamenkörn/r ziem­lich nahe an einander gelegt, oder viel­mehr durch die Fingergelaffen, und mit Erde bedeckt wurden. Ungefähr 14 Tage nachher zeigte sich eine unzählige Menge kleiner Pflanzers, und etwa 14 Tage oder g Wochen später kamen auch diejenigen zum Vorschein, die im Frühlinge gelegt warey. Hieraus folgt von selbst, daß die Saamen- korner im Winter in der Erde nicht ver­faulen oder erfrieren, sondern ihre ausge­hende Kraft behalten. Die Pflanzen wur­den nachgehendS vhne Unterschied außge-

hoben , und snS Gevierte 2 Fuß von einan­der g pflanzt. Sie roud fen sammtlich gleich gut, unh obgleich dnjenigen Pflan­zen, welche dem den Winter über in der Erde gelegenen Saamen ihr Daseyn |tl verdanken hakten, wenigstens i^Lage frü­her haltbar wurden, mithin in so weit ei­nen Vorzug hakteu, so schossen doch ver­schiedene bald in Saamenstengel auf, da hingegen die Pflanzen durchaus gut blie­ben. Wem also daran gelegen ist, daß et 14 Tage bis z Wochen früher Beete zum Abblatten fürs Vieh habe, der thut wohl, wenn er die Saamenkörner vor dem Win­ter, oder im Januar oder Februar, wenn die Witterung es erlaubt, legen läßt.

Der Verfolg künftig.

Bekanntmachung.

Auf Ansuchen des Fayischen Eura- tors Adam Hobelec allhier, ist der Ver­kauf fammtlrcher3 dem hiesigen Bürget David Marsteller, gehörigen Güther, er­kannt , und Termin zur Versteigerung auf Montag den 22ten April dieses Jahrs, Vormittags um 11 Ulr bestimmt worden. Alle diejenigen , welche an diesen Güthern, die zum Theile von Jacob Marsteller ge­erbt worden sind , und von demselben ver­pfändet seyn können, gegründete Ansprüche haben, werden hiedurch aufgefodert, am genannten Tage, oder auch vorher, ihre Forderungen bei hiesigem Amte anzuzei- gen, und die darüber in Händen haben-' den Verbriefungen originaliter, oder in beglaubten Abschriften, vorzukegen. Wer solches unterlaßet, hat sich zu gewärtigen, daß den Rechten nach auf Präklusion er­kannt, und, so weit die eingehenden Kauf­gelder hinreichen, der Curator Hobrler da­von befriediget werde. Grüningen am Uten Februar 1799.

Hessen - Caffelisches Amt. Happel.

eotc