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Ämter auSzuheben, und in frischen Sand im Keller tu pflanzen. Dieses ist nun eben nicht jedermanns Sache. In so fern es also nicht möglich seyn sollte, dieSchwei- zerbeete auf dem Felde oder in den Gar- len sowohl durch horte als gelinde Winter zu bringen, wäre es gar nicht zu rathcn, die gemeinen Beete abgehen zu lassen, und sie mit der neuen zu vertauschen. — Folgende Versuche und Erfahrungen sind in drei auf einander folgenden Jahren gemacht.
„Von der Art und Weise, die neuen Beete durch den Winter zu bringen."
Don gutem Saamen wurde der eine gesaet und eingehacket, verändere aber i bis 2Zoll tief ordentlich gesteckt, und die Pflänzlinge, sobald sie 6 bis 8 Blätter hatten, eine Elle ins Quadrat von einander in zwei Feldern , davon eins den ganzen Tag, das andre aber bis n Uhr die Sonne hatte , gefetzt. Sie wuchsen vortrefiich, nahmen einander an Größe wenig oder gar nichts, und wurden eins für alles ziemlich stark behäufelt, auch dreimal den Sommer über ordentlich adqeblatret Daß sie ober, wie in der Schweiz geschieht, alle 14 Tage hatten können geblattet werden, hat hier nicht glucken wollen, unerachtet der Garten nicht allein eine sonnenreiche freie Lage und einen fruchtbaren Boden hatte, sondern auch sehr gut deaibeitet, geackert und gedüngt wurde. —, Im späten Herbst wurde ein Theil der Stauden, so wie es bei dem sogenannten Schnittsalat geschieht, etwa eine halbe Hand hoch über der Erde gerade abgeschnitten, die andern aber unbeschnitten in ihrer natürlichen Gestalt, einige stark, andre nur wenig geblattet, auf ihrer Stelle gelassen, Iheils ausgegraben. Die ausgegrabenen wurden in die Erde, einige unter Bäume, andre in einer nassen, jedoch freien Gegend an der Morgens,ite einer Mauer nicht stnkrecht, sondern schräge und flach einge-
schkagen und mit Erde beschüttet. Daß das Herzpoll nicht mit bedeckt werden müsse, darf h,er nicht erinnert werden. Von den. jenigen, die auf der Stelle stehen blieben, und wie Schnittkohl ohne Verletzung des Stamms abgeschnitten wurden, blieb fein einziger gut, sondern sie erfroren und ver. faulten fammtlich. Von den übrigen, so nur wenig geblattet waren, ist kein einziger erfroren; da hingegen verschiedene von denen , welchen viele Blätter genommen worden, nicht vermögend gewesen sind, der Kalle zu widerstehn. Die schräge in dre Erde eingeschlagenen sind fammtlich gut geblieben, äusser denen, wo entweder die Erd, oder ein starkes Blatt das Herz- Poll gänzlich bedeckt, oder der Regen den Stamm enrdlöst halte. Dieser Versuch ist Z ckahre hinter einander wiederholt; und da er, uncrachlet der Verschiedenheit deck Winters, der Kälte und der Witterung, ein Jahr wie-das andre, ausgefallen ist, so ivikd dadurch erwiesen, daß die neuen S"ke oder der Mangold allerdings durch den strengsten Winter gebracht werden kann, wenn die Blätter nicht wie der Schnitt- kohl abgeschnitten , sondern mäsig im Herbste abgebtaitel werden.
Dieser Versuch ist in einem zwar schweren und stkinichten, dabei jedoch sehr frucht, baren Lande am Fuße der Harzgebürqe an* flelreflt, und ee »st daher unhegreiflich, wie k^Lugeganqen, daß eS Hrn. Lüder nicht glucken wollen, in einem sandichten Bo- Öen und in wärmern Gegenden durchzu* wintern. Daß diejenigen Stamme, die über dem Herzpoll abgeschnitten wurden, den Frost nicht aushalten können, davon ist leicht der Grund darin zu finden, daß alle Blatter, äusser einigen oben hervor* schießenden, durch den Schnitt des Messers verwundet wurden, und vor dem Froste nicht wieder zuwachsen, mithin dem Eindringen der Kälte nicht widerstehen kön
nen.


