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Durchschnitte eines Menschenalters genom­men, war das vierte Jahr ein gefahrvol­les in Ansehung einer solchen Jnundation und wird es, in sofern da» Neuweger Gla­cis , oder sogenannte Schvor, von dem Schlag bis zum Gansakker nicht erhöhet wird, immerfort bleiben.

Ee schweben gegenwärtig mehrere sehr gross Ueberschwemmungen , welche zwar die höchste Gefahr droheten, aber glücklich ob» gewandt wurden, in meinem Gedächtnis. Unter diesen waren nur zwei, welchewirk- lich eindrangen und die Straffen der Stadt schiffbar machten. Die erstere von diesen beiden entstand im, siebenjährigen Kriege. Die Königl. Französische Besatzung, un­ter den Befehlen des Generals Blaissl, hatte die Festung nicht nur mit neuen Auf- fenwerken versehen und solche stark verpa- lisadirt, sondern wollten auch ihre Zugänge durch Unterwassersetzung derselben, mittelst einer kostbaren Schleuse und Damme hin­ter der Siechbrükke, sichern. Sie schwell­ten hiermit den Bach, die Wieffek, zu ei­ner ungemeinen Hohe, doch war solche nicht hinreichend, die Schoor zu überfiuthen. Der lange fast dreijährige hohe Stand des Waffers und Widerlaqe gegen die Schoor in Verbindung der Windstöße, welche das Wasser gegen und auf die Schoorund wie­der davon spülten, erweichten dergcstalten einige Platze der genannten Schoor, daß solche endlich zwischendem Wall - undNeu­weger-Thor einen Riß bekam, durch die­sen die Fluth in den Wallgraben sofort durch die Schieescharten der Stadtmauer in den Zwinger und aus diesem zur Stadt drang.

Der Verfolg künftig.

Bekanntmachung von verschiedenen Sachen.

i) Nachdem- der Burger und Perus kenmacher Hcssich freiwillig entschlossen ist, sein in der Sonne neben Schuhmacher

Hoch stehendes Wohnhaus, sodann die in der Schäferei stehende Scheuer, öffentlich an den Meistbietenden verstreichen zu las­sen, wozu Termin auf Montag den 22ten dieses, Nachmittags z Uhr, in des Herrn Waldinspektor Wormsers Behausung anbe- räumet worden, als wird solches hierdurch bekannt gemacht. Giessen den 8ten April 1799-

Furstl. H?ff Oberamt daselbst. Rayß.

4) Dienstags den 2zten dieses, Nach­mittags zUhr, soll in des Herrn Raths- schoff Ferbers Behausung auf dem Markt, das Wohnhaus des Schuhmacher Jungs auf dem Kirchenplatz, neben Büchsenma­cher Wittmann und Hrn. Secretarius^Fa- brr, sodann r/2 Morgen, 2y Rut. 6 ed). Garten am Nahrungeberg, neben Kaspar Kellers Erben, freiwillig öffentlich an den Meistbietenden verstrichen werden, welches hierdurch zur Nachricht bekannt gemacht wird. Giessen den uten April 1799.

Fürstl. Hess. Oberamt das. Rayß.

3) Dienstegs den l6ten dieses, Nach­mittags halb 2 Uhr, soll in der Wohnung des verstorbenen Herrn Obristlieut. Hahns Sikberwerk, Zinn, Kupfer, Messing, Brts tung und Holzwerk, öffentlich an den Meist­bietenden gegen baare Zahlung verstrichen werden. Liebhaber dazu können sich um die bestimmte Zeit daselbst einfinden. Gies­sen den gten April 1799.

Fürstl. Hess. GarnisonSgericht das.

Gottesdienst am 14. April.

In der St. Pancratiurkirche. Mor» gens Herr Superintendent Müller. Nach­mittags Herr Stipendiatenmajor Diehl.

In der Durqkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Magi­ster Diefenbach.

Mor-