Ausgabe 
12.1.1799
 
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man wohlfeiler und besser zum Zweck. Aber freilich, wenn man den keimen nicht anders als zu Beziehung der Wände zube­reitet, so ist die Arbeit vergebens, es klebt an den Ziegeln nicht fest, und fallt Stück­weise ab. Guter, fetter, von allen er­dichten Theilen befreiter Leimen muß ge­schlemmt werden, damit er nebst den Zu- thaten zu einer an einander Hangenden Verbindungsmasse bereitet wirb. Dieses geschieht folgendergestalt. Man verfer­tigt einen Schlemmkasten von vier Bret­tern im Viereck, welche nur bloS ein paar Zoll tief in die Erde gesteckt werden. Auf allen vier Ecken befestigt man die Bretter mit Nageln, und schmiert die Eckfugen mit Leimen auS. Inwendig wird der Grund gerade gehackt, und der Reinlich­keit halber mit ein paar Zoll hoch Sand bestreut. Dieses ist die ganze Anstalt.

Man nimmt eine große Bütte oder Faß, wirft zwei Drittel Leimen hinein, gießt es voll Wasser, läßt es 6 Stunden ernwrichen, rührt eS hernach so lange, dis das Wasser trübe und fchkammicht ist. Dieses füllet man durch ein feines Drath- mehlsteb in den Schlammkasten , und rei­nigt das Sieb oft von dem Unrath, der darin zurückbleibt. So fährt man fort bis der Kasten voll ist. Der Leimen senkt sich, das Wasser zieht theils in die Erde, und theils bleibt es stehen, da es denn durch einige über einander kleingeborte- eher abqezapft werden kann. So bald man Raum gewonnen, fährt man wie vorhin fort. Man laßt von 3 Mesten Ro- ckenmehl oder Kleien, einen Mehlbrei ko- ehen, diesen mischt man sorgfältig unter etwa 2 Achtel Leimen, wenn er schon steif geworden.

Der Verfolg künftig.

Bekanntmachung.

DeS Wilhelm und Johannes Ger-

lachs Erben zu Wezlgr, besitzen in den

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Ortschaften Kirch- und PohlgönS d«S wir gnadigst anvertrauten Amts Hüttenbergs, einen jährlichen Kornpacht, welcher nach den Steuerbüchern ersagter Ortschaften, 15 Ächte!, 1 Meste, 7 Bescheid beträgt, und nichts als die gewöhnliche Rittersteu- ern abgiebt.

Nachdeme nun die Hälfte davon mit 7 Achtel , 4 Mesten , 7 1/2 Gescheid dem Hermann Simen zu Wezlar gehörig, und auf ihn, von seiner Mutter, einer gebohr- nen Gerlachin, verabfället, meistbietend versteigt werden soll, und dazu Termin auf den 28ten dieses Monats, MvrgendS 9 Uhr, im Ort Kirchgöns anberaumt wor­den; so wird dieses hiermit mit dem An- fügen öffentlich bekannt gemacht, daß diejenige, welche darauf zu steigern Lust haben, sich auf gedachten Tag an dem erwähnten Ort einstnden, die nähere De- tingunaen erfahren, und alsdann mit­bieten tonnen.

Langgöns am 7ten Januar 1799, Fürstl. Hess. Iusttzamt daselbst, C. G. v. Zangen.

Nachricht.

In Giessen wird erst Anfang März 1799- die auf den Monat Januar anbe­raumte Bücher-Auktion der Kriegerfchen Dupletten ihren Anfang nehmen. Der Catalog darüber ist gratis zu haben, und enthält 7000 Bände aus allen Fächern... Wer daselbst Commission zu geben" wil­lens, und sonst keine Bekanntschaft hat, kann sich meiner Address? bedienen , und der redlichsten Besorgung sich versichern.

L a m p u S, Notar, publ. in Giessen.

Auflösung der Charade» im vorigen <. Stücke.

34. Mauerschwalbe. Z^Brandwein, 36. Nilpferd.

Gotter-

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