) I

i. Die Menschen empfinden bei bevor- stehendem Regenwetter, Schmerzen an al-» len Schäden , und wenn ein Gewitter nahe ist, Schwermüthigkeit in den Gliedern.

A. d. H. Der größere oder geringere Grad der Luftelektrizität muß bei dieser, wie bei den folgenden Beobachtungen, mit in Anschlag gebracht werden.

2. Die Hirsche, Schaafe u. Schweine, springen und spielen miteinander, die Esel schreien und schütteln sich, die Wolfe und Füchse heulen und bellen, das Rindvieh halt die Nase empor, um Luft einzuziehen. Das Vieh auf dem Felde versteckt und verkriecht sich, die Hunde fressen Gras, die Katzen lecken -sich , und kratzen mit den Pfoten an den Ohren, alles Vieh frißt starker, wie gewöhnlich, der Maulwurf wirst die Erde höher auf. Der Igel ver. stopft die Löcher an seinem Neste, die Mäuse pfeiffen und rottirensich zusammen, die Hahne krähen ungewöhnlich stark, die Turteltauben gurren, die Hühner versrie- chen sich, und verlassen ungern daß Huh- nerhaus, die Gänse schnattern, die Pfauen schreien, Kranniche, Geier und andere Raubvögel schreien und schweben in einem Kreis in der Höhe herum , die Raben han­gen sich an dieBaume und schlagen mit den Flügeln, die meisten Vögel schreien mehr, als gewöhnlich, tauchen sich im Wasser, putzen ihre Federn rc. Die Frosche qua- cken stark, die Kröten und Regenwürmer kriechen hervor, die Krebse fassen kleine Sandsteine in ihre Scheeren, und bede­cken sich mit Sand, die Bienen eilen nach ihren Stöcken, die Bremsen, Mucken, Flöhe rr. stechen mehr, als gewöhnlich ; die Ameisen fangen an äusserst geschäftig zu feyn, um ihre Eier ins Trockne zu dringen , und sich in die Erde zuverbergen.

3 Der Klee scheint einen dickern Sten- ael zu bekommen , und steht mehr aufrecht als bei schönem Wetter, die Blätter hin-

-7 (

<wgen feieren fid) niederwärts, und fchties ßen sich zu, die Blumen riechen stärker, und in einem weitern Umfange. Viele Gat> tungen von Biüthen schließen sich

4. Das Wasser siedet leichter, 6tt Lichter und das Feuer spritzen Funken, brennen dunkel und ungern, es ist em trü­ber Kreis um die Flamme, , das leicht« trockne Holz guillt auf, die Saiten sprin­gen , die Steine schwitzen, die Kloaken stinken mehr als gewöhnlich.

A. d. H. Ich habe meine Gedanken hierüber schon angegeben.

Der Verfolg künftig.

Bekanntmachung von verschiedenen

Sacken.

i) Künftigen Dienstag , den rzte« dieses, Nachmittags halb 2 Uhr, sollen in dem Wirthöhaus zum Riefen allerhand HauSrath, !an Zinn, Kupfer, Messing, Eisenwerk, Holzwerk, Weiezeug und Bet­tung, wie auch ein vollständiges Billard, öffentlich an den Meistbietenden gegen baare Zahlung verstrichen werden. Giesse« den 9Un August 1799*

Fürst!. Hess. Oderamt das.

R a y ß.

5) Beste Sorte neuer Holländer Hä­ringe sind so eben angrkommen und um billigen Preis zu haben bei

Johann Adolph Flett.

Gottesdiens? am u.Augnst«

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Professor Palmer., Nachmit­tage Herr Superintendent Mütter.

Inder Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Morgen den 11. Aug. hat das Frisch­backen der Beckermeister Lehrmund, in der Neustadt.

Em,