Ausgabe 
9.11.1799
 
Einzelbild herunterladen

) l

hm übereingekommen , daß der batav. Ad--- attiral Winter als ausgewechselt angesehen voerden soll.

(Ans dem Hamburger Korrespondent Nro. 1*76.)

Schreiben aus London, vom 2§ten Oct. Zwei reiche Spanische Galliotten find in Plymouth aufgebracht worden. Die <rste ist die Fregatte El Thetis, von 42 Kanonen und goo Matrosen, von der Ha- vannah nach Ferrol mit einer Ladung von 1 1/2 Million spanischen Dollars , Zucker, Coffee, Corav, Hauten u. s. w., weiche unsre Fregatte Ethalion unweit Ferrol nach einem kurzen Gefecht wegnahm. Die andre ist die Fregatte S an ra B rigad a, von 42 Kanonen und g2c> Matrosen, welche äus­ser dem Schatze von 2 bis g Mill. Dollars auch noch eine reiche Ladung von Cochenille, Elfenbein, Zucker u f. w. hatte. Sie muste ihre Flagge gerade zu der Zeit strei­chen, als sie in Ferrol ein laufen wollte, weil sie mit unfern Fregatten Triton, Ma- jade und Alcmene, jede von Z2 Kanonen, umringt war, und ist schon nach Plymouth gebracht. Äusser daß die Eroberer dadurch aufeinmal ihr Glück gemacht haben, kommt nun noch eine Million baares Geld mehr für das Publicum in Umlauf. Auf der genommenen Spanischen Fregatte Santa Brigada befanden unter andern äusser dem baaren Gelds 5ooSäcke Cochenille, welche allein 150000 ©t an Werth geschätzt werden. Gedachte feindliche Fregatte ward so nahe an der Spanischen Küste genom- men , daß unsre Fregatte Triton auf den Strand gevieth, aber glücklich wieder ab Jam. 4 Spanische Fregatten waren im Ge­sicht, als die Brigada genommen wurde. Seit der Zeit von Sir Francis Drake sind keine so reiche Prisen zu Plymouth aufge­bracht worden. Die Fregatte Hl Thetis ward am izten ungefähr 10 Seemeilen von Ferrol ohne Verlust eines Brittifchen Ma­

trosen, nach einer 14 stündigen Jacht, und die Brigada am tyten genommen. El The­tis ist erst 4Jahr alt und hatte ivVer- wuridkte, und die Brigada i2Todte und 25 Verwundete. Nach den hiesigen Blät­tern dürfte jeder Capitsin der Englischen Fregatten 50000 Pfund Prisengelder er­halten. x

Noch ist der Französische Kaper le Bor- delaiS von 26 Kanonen und220 Mann und ein anderes Französische» Schiff von ig Ka­nonen genommen worden und zuCorkan- gekommen.

Briefe von Neu-Pork melden, daß das gelbe Fieber daselbst eben sowohl als in Philadelphia fortdauert. Doch hat die Anzahl'der Sterbenden bis auf 6. jeden Tag ndgenommen. Diese» tödtliche Ucbel wird jezt den vielen Docken zugefchrieben, welche bei der Ebbe den Schlamm behal­ten , den die Fluth mitbrachte, und wel­cher hernach durch das Anziehen der Son­nenstrahlen die Luft mit vielen Dünsten er­füllt. Man denkt daher darauf, alle Do­cken in Philadelphia nach dem Iamesflusse zu verlegen, und zugleich durch den Strom diesen Schlamm abzuführen. Es sind ver- schiednc Versuche gemacht worden, inten Schiffswerften zu Boston Feuer anzulegen, daher sie die Regierung jede Nacht bewa» ehen läßt.

Bekanntrnacktrng von verschiedene» Sacken.

, 1) Zwei größere und vier kleinere

goldene Schnallen, in einem schwarzen Futteral, werden in einem Hause hiesiger Stadt, schon vierzehen Tage lang vergeb­lich gesucht, und sind höchst wahrscheinlich durch jemand, der daselbst Gute» empfangt, entwendet worden. Wer die gegründete Anzeige, wo sie sich befinden , bei dem Ei- genthümer, oder in der Druckerei dieses Blatts thut, bekommt einen Karolin iur Dankbarkeit. Auch jede andere An- zeige