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Heues diesen drei Unglücklichen einen Schlagfluß und Len Tod zugezogen hatte.
ES muß hier noch angemerkt werden, daß die Scheuer klein , von 'Heu ganz voll- gestopft und verschlossen war, wo die Dünste vom Heu beisammen blieben, und also um so heftiger auf die Schlafenden wirken müssen. In einer geräumigen Scheuer oder im Freien auf der Wirse können die Dünste des Heues nicht so leicht schaden, wie man auch an den Landkeuten sieht, die öfters auf Heuhaufen auf den Wiesen und in Scheuern zu schlafen pflegen , ohne einigen Nachtheil davon zu verspüren.
Feuersbrünste durch allerlei Zufälle erregt.
Dor etwa 16 Jahren gab das Sengen einer Gans, die gebraten werden sollte, in Gera Veranlassung zu einem ent- sezlichen Brande, der durch einen stürmenden Wind angefacht und in wenigen Stunden über die Harste der Stadt verbreitet wurde, wobei, alle von den Frommen ergriffene Gebäude verheert worden. Der verursachte Schaden und das Unglück der Einwohner war überaus groß.
Bei dem Sengen dec Gans mit brennendem Stroh begieng die Köchinn die unverzeihliche Unvorsichtigkeit, dieses Geschäfte bei einem heftigen Sturmwinde,m Hofe vorjunehmen, der m>t Reißr'g voll besetzt war. Die Fiammr vom Stroh, durch den Wind getrieben, ergriff daS Reißiq, w.lches sogleich in Hellen Flammenstand, und in wenigen Minuten daS ganze Haus. Die Wuth des Feuers griff mit solcher Geschwindigkeit um sich, daß es keine Möglichkeit war, demselben Einhalt zu thun.
Im Herbst 179s entstand in der Stadt Kecökemet in Ungarn bei einem Mezger durch unvorsichtiges Auslassen des Schweinefetts ein Brand, wodurch in wenigen
Stunden 550 Hauser und 27§andmühlen in die Asche gelegt wurden.
Ebenfalls im Herbst 1795 entstand eine große Feuersbrunst zu Bischofsheim auf der Röhn im Wirzburgischen durch Einstecken des Flachses in einen Backofen, worin der Flachs in Brand gerieth.
Jährlich geschehen bald da bald dort in Dörfern große Unglücksfälle durch daS Dörren des Flachses in Backöfen; dessen ungeachtet bleiben die Landleute auf ihrem Eigensinn, gegen die herrschaftlichen Verordnungen , ihren Flachs in Backofen zu dörren; und was das schlimmste dabei ist, sie verfahren bei dieser Arbeit zu unvorsichtig und gleichgültig.
Ich erinnere mich , vor langer Zelt in Zeitungen gelesen zu haben, daßinPo- len ein verheerender Brand durch einen Pelzmantel entstanden war. Eine Dame kam imWinter von einer Reise spät in der Nacht nach Hause; die. Kammerjungfer nahm ihr den Pelz ab, und trug diesen ge- schwmd'in d,e Garderobe. Die Nacht^am Feuer aus, welcheSden ganzen obern Stock Les Schlosses schon in Flammen gefetzt hatte, als man erwachte. Mus allem sah man, daß das Feuer in der Garderobe entstanden war, und die Kammer,ungfcr erinnerte sich nun , daß ein Fünkchen von dem sichte in den Pelz gefahren sey, als sie ihn im Kleiderzimmer aufhängte, welches sie aber gar nicht geachtet hatte.
GoLt-svienff am 6. Ootobr.
In der St. Pancratiuskirche. Morgens Herr Superintendent Müller. Nachmittags Herr Magister Beck
In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Duff.
Morgen den 6.Octobr. hat dasFrifch- backen der Beckermeister Lehrmund, in der Neustadt.
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