Ausgabe 
1.6.1799
 
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Fuß von einander entfernte, mcht zu tiefe Furchen oder Rinnen. In jeder Rinne drükt man in einer Weite von 2 bis z Fuß voneinander allemal z Körner ganz stach in d»e Erde, und hackt sodann, wenn alle Rinnen bepflanzt sind , das Land wieder eben. Wo mehrere Pflanzen auf einer Stelle aufgehen, zieht man die schlechtesten weg, und läßt nur die besten stehen.

Die Runkelrübe wachst in jedem Bo- den , er sey schwer oder leicht, wenn er nur gehörig fett ist, und die gehörige Nahrung liefert, der sie reichlich bedarf. Ein leich­tes und dabei fruchtbares Erdreich, ist auch ihr, so wie überhaupt allen Wurzelgewäch­sen, am gedeihlichsten.

Fortsezzung folgt.

Ankündigung.

Künftigen Montag, als den gten Ju­ni, soll, mit der durch meine Einlavungs- schrifc an die Eltern, Vormünder und Verwandten angebotenen öffentlichen Französischen Kinder-Schule von il bis 12 der Anfang gemacht, und dabei die Kinder beiderlei Geschlechts, zur Lernung der Französischen Sprache, vor der Hand, dlos mündlich vorbereitet werden. Erst nach Verlauf einiger Tage, wenn die Schu­ler und Schülerinnen sattsam vorbereitet, und nach ihren geprüften Fähigkeiten ein- aetheilt sind, werden sie auch in den Bu- ehern unterrichtet, welche ihnen ausgeqe- den werden; da überhaupt in dieser Schule die lebendige laute Stimme dem todten stummen Buchstaben immer vorgehen wird.

Die Kinder, deren Eltern den ver­langten Zettel noch nicht elngeschickt haben, sollen ihn mitbringen, damit ich ihre Na­men , ihr Alter und ihre Angehörigen dar- aus absehen kann.

F. T. Chastel.

Bekanntmachungen.

1) Die weylariscke Zeitung mit den Reichskamrnrrgerichtlichen Decrctis, der

Reicks-Bote, oder Wöchentliche Nach­richten der Reichs-Tags- und Rcichsge- richtlichen Vorfälle, auch das Anzerg- und <L>ekonomiscke Wochenblatt ersehet- nen seit dem isten Jänner d. I. wieder or­dentlich, und werden gegenwärtig an den festqesezten Lägen jeden Morgen, auSge- geben. An der richtigen Fortsetzung kann es um so weniger mehr fehlen, well hiezu eine besondere Drückerey errichtet, und diese mit tüchtigen Leuten besezt ist.

2) Die Pfarrer Steinbergers Erben zu Heuchelheim sind willens 2 Morgen 1 £ Ruten zehendfrere Wiesen, in der Gegend von Wlesik gelegen , auf ein oder mehrere Jahre zu verleihen. Die Liebhaber können jtch dort melden.

Neve Bäcker die in dcr Rriegerscken Buckhandlung zu haben.

PoffcltS Taschenbuch für die neueste Ge­schichte, 5r Jahrgang, Feldzug 1796. 2 fi. 24 kr.

Historisch'.statistische UebersichtderStaats- Veränderungen Italiens, von den älte­sten Zeiten bis zum merkwürdigen Frie­den von Campo Formido. Als Erläu­terung der UebersichtS-Karte die neue Lander-Eintheilung betreffend, 8- Frank­furt 2 fl. 24 kr.

Die Marburger Bücherversteigerung welche auf den 20 Mai angekündigt war, ist bis zum 20 Juni verschobcn worden.

Gottesdienl? sm 2. Juni.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Professor Palmer. Nachmit­tags Herr Kandidat Hofmann.

In der Burgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Morgen den 2 Inui hat das Frisch­backen der Beckermeister Kempf, auf dem Selzersweg,

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