Ausgabe 
1.6.1799
 
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rathsam, langer damit zu warten, wenn man recht große und vollkommene Rüben

erhalten will. Den Saamen aber schon im Herbst auSzusäen , ist nicht zu rathen, und hilft auch zu nichts; denn theils lauft er alsdenn doch nicht früher auf, theils bleibt vieler Saamen ganz aus, und die Pflanzen, welche etwa gehörig aufwüchsen, werden entweder von den Spätfrösten ver­dorben, oder schiessen, wenn man sie auch gleich gegen selbige zu sichern gewußt hat, nach dem Verpflanzen , noch den nemlichen Sommer, also zur Unzeit, in Saamen, und die Hofnung der ganzen Erndte geht gewöhnlich verloren.

Ein den Sommer vorher gut gedüng­ter , etwa zu Kohl, oder dergleichen Ge­wächsen , welche eine starke Düngung er. fodern, benutzter Acker, der bereits im Herbst umgegraben worden, ist da» beste Land für die Runkelrübe.

Der Saame wird, wie der Kappuü und die rorhe Rübe, sehr dünn ausgesäet. Säet man ihn zu dicht, so leiden die Pflanzen, drängen sich unter einander zu sehr in die Hohe, werden spillbeinig, und legen dadurch den Grund zum unzeitiaen Auöfchieffen.

, Diele pflanzen den Saamen gleich in gehöriger Distanz von einander an dem Orte, wo er wachsen und stehen bleiben soll. Diese Methode hat vor dem Auesaen den Vorzug, daß man dadurch die Mühe des nachherigen Versetzens erspart, und die Ruben, wie au» vielfältiger Erfahrung bekannt ist, langer und dicker wachsen, wie die versetzten.

Will man den Saamen gleich kn ge­höriger Weite von einander pflanzen, so rieht man ngch her Schnur zwei bis drei

Fuß

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(Aradus) eine kleine felsige D ie Rnnkekrübe.

Insel. Verfolg.

Ladikia, (Laodicea ad mare) in ei- Diebeste Zeit zur Aussaat ist die Mitte ner reizenden Gegend, hat noch ausserhalb Aprile, oder der Anfang des Maie». Da ihrer Mauern, prächtige Ruinen, 'Zeugen der Saame langsam keimet, so ist» nicht ihre» ehemaligen Glanzes. rathsam, langer damit zu warten, wenn

Efamia ( Apamea) SeleucuS erbaute diese Stadt und bestimmte sie zu seiner Menagerie von 500 Elephanten. Izt liegt sie verwüstet an einem morastigen See.

fernab eine sehr alte Stadt auf bei­den Seiten des Orond», sehr im Flor, wegen des starken Verkehrs mit den Ara­bern in der östlichen Köste.

Tjt'ms ( Emeza) der Geburtsort des verworfensten Ungeheuers des römischen Throne» , Heliogabalus, treibt starken Handel mit Seide.

Zu diesem Gouvernement gehören auch zehen auf dem Gebirg Libanon gelegene Districte, die meist von Maroniten bewohnt sind. Sie haben ihren Namen von Johann einem Mönche deö ehemaligen Kloster de» heiligen Maroms, und ihr Name war ei­gentlich ein Schimpfnahme. Sie stehen unter eignen Scheiks, deren Sohne zum Theil bei uns in Teutscbland unter dem Namen der Prinzen von Libanon oder Pa­lästina betteln. Im 15 Saec vereinig­ten sie sich mit der römischen Kirche. Sir wählen sich selbst einen Patriarchen und der Pabst bestattigt ihn. Die Distrikte welche sie auf dem Libanon bewohnen, sind mehrentheils höchst angenehme, wohl be­wässerte , mit vielen Dörfern angefüllte Ebenen zwischen Bergen. Durch ein ro­mantisches Thal, in welchem tausendjäh­rige Cedern stehen, zieht sich em einsamer Ä3eg zwischen Felsen, deren Seiten mit Grotten, Eremitagen, Kapellen und Klö- siern bebaut, und mit Ahornen, Fichten, Cypressen und Eichen beschattet sind. Der Fluß Kadischa krümmt sich zwischen diesen Verschlungenen Bergen )>urch.

Der Verfvlg künftig.