Ausgabe 
24.11.1798
 
Einzelbild herunterladen

) ISS (-*

fülim, oder neuen Samen legen muß,, der, rvenn er wachst, die Nutzung noch um ein Jahr weiter zurückfttzt.

Daß übrigens Die aus Samen ange­legten Beete länger, wie die mit Wur­zeln bepflanzten, dauern sollten , (welches selbst in einigen der besten »neuesten gedruck­ten Anweisungen zum Gartenbau, als ein Hauptvorzug behauptet wird,) ist nicht gegründet. Ich kenn? Beete, Die vor 30 Jahren durch Pflanzen angelegt worden sind, und noch immer zahlreiche gute Spargel liefern. Die beste Dauer aber «ines guten aus Samen angelegten Spar- gelbeekes wird, wenn sie auch bis dahin reichen sollte, diese Zeit doch gewiß nicht ttiit auszeichnendem Vorzug übersteigen. Hier mochte man mir etwa einwenden, daß viele der auf einem 20 bis zo jährigen, aus Pflanzen angelegten Spargelbeete vorhan­denen guten Pflanzen in den späteren Jah­ren aus abgefallenen Samen entstanden wären. Dies könnte ftyn; ob es gleich bei einer rechten Wartung nicht ftyn müsse. Mer,'findet denn nicht ebendieser Verdacht auch bei den eben so alten, aus Samen angelegten Beeten Statt 3

Dies sind kürzlich die wesentlichsten Derschiedenheiten der beiden Anlegungs­arten des Spargels aus Samen und Pflan­zen. Ich habe dabei überall eine gleiche, übereinstimmende und richtige Wartung vorausgesetzt. Denn, daß ein Unterschied in der Pflege, oder gar eine fehlerhafte Behandlung, nicht auch noch andere un­gleiche und sehr nachtheilige Folgen bei der einen oder iandern Art nach sich ziehen müsse, und diese hier nicht zum Maas« skaabe der Beurtheilung angenommen wer­den können, wird jeder vernünftige Den­ker von selbst einfthtn. Nach dem oben an­führten verdient also in jedem guten Gar- lenlanve die Anlegung des Spargels aus Pflanzen den Vorzug. Denn da, wo Manzen gut gerathm, müßte doch, dünkt

mich, die etwas größere Auslage für solche Pflanzen , gegen die ein Jahr frühere Be­nutzung derselben und des Landes, in kei­nen Betracht kommen. Wenn aber Feine Pflanzen bei der Hand, oder in der Ge­gend umher zu erhalten sind, so ziehe man d»e Anlegung aus Samen allerdings dem gänzlichen Aufschub vor.

Der Verfolg künftig.

wie lange soll man im Lade ver­werten 3

Es ist bekannt, daß das kalte Bad den Körper ausserordentlich stärkt und ab- hartet, und daß es öfters die so mannich- failrg schwere Leiden erzeugende Nerven­schwache wo nicht ganz aufhebt, doch sehr vermindert. Nur sollte man es nrchr ohne die dabei nöthigen Vvrsichtigkeitvregeln, und ohne die Warnung, nicht zu lange in demselben zu verweilen, anraihen. Ueber- maas jchadet in jedem andern Falle, und so auch hier. Man hat solche, die zu lange im Bade geblieben waren, todlbiaß und zittern auö demselben herauskommen sehen, und über das schlechte Bekommen des Bades klugen gehört. Wenn man fragt, wie lange man im Bade verweilen musie, so erhalt man gemeinhin die Ant­wort: so lange es dem Körper behagt. Es laßt sich aber vermurhen, daß man, sobald es dem Körper nicht mehr behagt, schon zu lange verweilet, und sich qescha- vet habe. Und so verhalt es sich auch würk. lich. Wenn man die gehörige Zeit in dem- «"btn gev,leben ist, wird man jederzeit eine angenehme wvhlthuende Warme am ganzen Körper empfinden. Dose bleibt aber, wenn man zu lange verweilet, sicher aus, und, gewiß befindet man sich nach­her nicht recht wohl. w

H'" ist das untrügliche Zeichen, woran man es erkennen kann, das Bad zu ver­lassen, Sobald man nemlich dm gering­sten