Ausgabe 
24.11.1798
 
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sscn Schauder empfindet, ist es Hohr Zelt; icLer Augenblick, den man länger bieitr, bringt Nachtheil. Dieser Schauder bleibt nie aus, und ruft uns gleichsam zu : völ­lig genug! Hört man diesen Ruf nicht, so erschallet er bald lauter. Nach Verlauf einer kurzen Zeit kommt schon eine stär­kere Erschütterung, und bald darauf eine noch stärkere. Ist das Wasser sehr kalt, so findet er sich wo! schon in den ersten Minuten em. Am rathsamsten ist es, ihn nicht abzuwarten, und überhaupt nicht langer, als drei bis vier Minuten im Bade ju bleiben. Aber wie kann man im Wassce den Ablauf dieser Zeit wissen? Man zahle nicht zu langsam und nicht zu geschwind von i bis wo. Das Zahlen bis' dahin nimmt eine Minute hm. Das Baden im Flusse, an einem Orte, der von der Sonne stark beschienen wird, ist wvhitbatiger, als in der Wanne. Wenn das Baden recht wohl bekommen ist, hat man wohl Lust, sogleich wieder ine Was­ser zu gehen. Dies darf man aber durch­aus nicht thun , indem man sich in die Ge­fahr begeben würde, sich den Krampf zu- zuziehen. So gewiß dieser bei dem ersten Bade eintritt, so leicht kann er erfolgen, wenn man wieder in dasselbe geht. Be­obachtet man noch ausserdem folgendes, fca6 man nie, wenn man erhitzt ist, in das Wasser gebet, sondern wartet, dis man völlig adgekuhlt ist, und daß man, wenn man in einem Flusse badet, die Tiefe der Stelle vorher genau untersucht, und sich im Wasser ruhig verhält; ferner daß man zueist den Kopf und die Brust wäscht, und daß man sich, wenn man in den heissen (gcmmertogen den Anfang in einem Flusse macht, die ersten male mit etwas lauem Wasser badet, so ist das Baden völlig Ge* fahr los. Hat man sich einige Monate ge­badet , so wird es schwer, es zu unter* lassen; es wird dann beinahe Bedürfnis. Keiner als nur der, welcher sich im ge­

sunden Zustande befindet, sollte sich düs Baden selbst vvrschreiben, im kränklichen muß man es dem Befinden des Arztes überlassen. Schade, daß das kalte Bad nicht allgemeiner ist. Es sollten dasselbe alle Aeltern und alle Erzieher em Stück der körperlichen Erziehung seyn lassen. Ge­schähe es, so würde die Zahl der Nerven­schwachen bei jeber Veränderung der Luft leidenden Körper gewiß nicht so groß seyn.

Bekanntmachung.

Bet' dem Beckermeister Johann Bal­thasar Seipp, wohnhaft auf dem Kreuz, ist achtes Mannheimer Master, der Krug ä 24 Batzen, zu haben.

Auflösung der Charaden im vorigen Stücke.

28. Kredescheere. 29. Sturmhaube.

30. Tanzmeister. 31. Wagehals.

Neue Bücher die in der Rriegerischen Buchhandlung;u haben.

Brodreichs , H. E., Versuch zu Erörte­rung der Frage: unter welchen Umstän­den die fernere und beständige Dauer der Hanauer Wittwencasse sicher erwar- tet werden dürfe, 2te Aussage, 4. 3© fr.

Der Naturfreund in abwechselnden und in­teressanten Darstellungen aus der ge­wählten Welt für Kinder, mit illumi- nirren Kpfr. 8- Berlin iss. 40fr.

Grosbritannifcher historisch genealogischer Kalender aufs Jahr 1799. D>eS ist die Fortsetzung des Lauenburger Kalen-r dere, 8 Frankfurt 2 fl. 24 fr.

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