Ausgabe 
17.2.1798
 
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struirktt plötzlich die Lebenskraft (z. B. der Blitz, ein heftiger Gemürhsaffekt, die meisten Gifte >, oder sie nehmen piösiich die Lebensreize weg, ohne deren beständige Einwirkung keine Lebensäusserung qesche- ^en, kann, ( z. B. das Blut^ die rein-Luft.) Zur ersten Klasse gehören: Erstickte

(durch den Strang, durch das Wasser rind durch unreine Luft) vom Blitz Er­schlagene , in todengleiche Ohl'.macht ver­setzte.

Zur zweiter» Klasse gehören die Er- frornen,

Zur dritten Klasse gehören die Vcr- Siftetcn.

Die Hülfe gegen diese Todesgefahren ist zweifach ; wir können ste verhüten, oder fte unschädlich machen, wenn sie schon ge- lwürkt haben.

Es ist unmöglich alle Todesgefahren von uns abzuhalten. Wir können aber Doch unfern Körper in den Stand sitz n, von jenen Ursachen deö Todes, wenn sie rms auch nahe kommen, nichts, oder nur »venig zu leiden, und also die Todeöge- fahren zu verhüten. Die Mittel silid sehr einfach.

i) Man suche seinem Körper die mög­lichste Fertigkeit und Geschicklichkeit in allen körperlichen Uebungen zu verschaffen.

2) Man bilde seinen Verstand auS, vnd berichtige die Erkrnntmß über jene schädlichen Potenzen, durch Physik und Naturwissenschaft.

3) Man gebe seinem Geist Furchtlo­sigkeit, Smrke und philosophischen Gleich­mut!) , und übe ihn in schneller Fassung hei unerwarteten Ereignissen.

4) Man verschaffe dem Körper einen gehörigen Grad von pathologischer Abhär­tung , gegen Frost und Hitze, Wechsel der­selben u. derql.

Was ist zu thun, wenn Jemand er­trunken, erhenkt, erstickt, vom Blitze ge­troffen, vergiftet u. s. w. ist?

Folgende sind die ersten und tvirksam-

sten Hülfen:

I. Bei den Verunglückten der ersten Klasse.

i) Man beschleunige so schnell wie möglich das Herausnehmen aus dem Was­ser, daö Abschneiden vom Strick, genug die Entfernung der Todesursache. Auf das Finden und die beschleunigte Entfer­nung der Todesursache sollte eine Beloh­nung stehe n.

2) Man entkleide sogleich den Ver­unglückten , und suche so geschwind wie möglich, allgemeine Warme zu erwecken. Das Beste dazu ist ein laues Bad; oder warmer Sand, Asche oder dicke Decken uno Betten. ,

3) Damit muß zugleich das dritte Mittet, da» E ndlasen der Luft in die Lun­gen verbunden werden, mittelst eines Bla­sebalgs , ober bei dessen Mangel durch den Mund eines M nschenfreundeö; wobei die Nase zugehalten und die Brust abwechselnd aufwärts gedruckt werden muß.

4) Man lasse von Zeit zu Zeit, aus einer gewissen Höh-, Tropfen von eiskal­tem Wasser oder Wein auf die Herzgrube fallen.

$) Dann reibe und bürste man auch Hande u,.d Fußsohlen, Unterfiib, Rücken; man reitze empfindliche Th^ile des Kör- peis, Fußsohlen und Handflächen, durch Stechen u s. w. , Nase und Schlund, durch eine hineingebraclUe Feder, oder durch Vorhalten und auf die Zunge tröpfeln dell flüchtigen Salmiakgeistes; die Augen, durch vorqedaltenes Licht, das Gehör, durch starkes Schrftm, oder den Schall einer Trompete, Pistole und dergleichen.

M Man setze ein Elysiir von Wasser mit Essig und Wein

7 Sobald man einige Lebenszeichen bemerkt, so flöße man einen Löffel guten Wein oder Brantewkin mit Wasser ver­mischt rin.

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