Nr. vii. ' , 17. Februar. i7yz.
Giesser Jntelligevzblatk.
Vo» der praktischen Runs? das Leben zu verlängern.
(Auszug aus Hu felg nd.)
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Verfolg.
XV!. Verhütung und vernünftige Behandlung der Krankheiten — gehöriger Gebrauch dec Medizin und des Arztes.
Wie soll man eine schon auegebrochne Krankheit behandeln, und w;e den Arzt und die Arznei benutzen i
1) Man brauche nie Arzneimittel, ohne hinreichenden Grund dazu zu haben.
2) Es ist weil besser, Krankheiten verhüten , als heilen.
3) Sobald man ober wirkliche Krankheit spürt, so sey man aufmerksam Der unbedeutendste Anfang kann eine wichtige Krankheit im Hinterhalt haben.
4) Sobald man widernatürliche Umstande bemerkt, so ist nichts nöthiqer, als dem Feinde, der Krankheit, die Nahrung zu entziehen und dem wohlthatigen natürlichen Instinkt zu folgen. Man esse nicht, trinke aber desto mehr — Wasser. Man halte sich ruhig, ohne Erhitzung.
5) Hat man Gelegenheit einen Arzt zu fragen, so thue man es ja bald. Fehlt diese, so ist das beste und doch auch unschuldigste Mittel im Anfangs einer fieberhaften Krankheit: 1 Tbeelöffel Cremor tartari, mit oder ohne Zitrone und Zucker in Wasser eingenommen, oder als Ges tränk getrunken.
6) Gegen den Arzt sey man völlig aufrichtig.
7) Man wähle nur einen Arzf, der Geschicklichkeit besitzt und zu dem man Zutrauen hat.
8) Insbesondere meide man den Arzt, für den Geldgeiz oder Ehrgeiz das höchste Interesse bei der Praxis haben.
9) Der beste Arzt ist der, der zugleich Freund ist.
10) Sorgfältig vermeide man den Arzt, der geheime Mittel verfertigt und damit Handel treibt; denn er ist entweder ein Ignorant, oder ein Betrüger, oder ein Eigennütziger, dem sein Profit weit über Leben und Gesundheit anderer geht.
11) Ueberhaupt sehe man nirgends so sehr auf Moralität, als bei der Wahl des Arztes. Ein Arzt, ohne Moralität, ist ein Ungeheuer!
12) Hat man aber einen geschickten und rechtschaffenen Arzt gefunden, so traue man ihm ganz; der Glaube an mehrere Aerzte ist ein gewaltiger Irrthum.
13) Man beobachte die Erisen, die Hülfen und Wege, die unsere Natur am meisten liebt,' um sie auch )ezt mit Vorthei! zu benutzen.
14) Reinlichkeit in allen Stücken ist bei allen Krankheiten eine unentbehrliche Bedingung.
XVII. Rettung in schnellen To- desgefah ren.
ES gehören dahin alle gewaltsame To- DeSarten , die alle, entweder durch mechanische Verletzungen, oder durch organische Zerstörungen bewirkt werden. Sie lassen sich unter drei Klassen bringen. Entweder sie machen die Lebenöorgane unbrauchbar zu ihren Verrichtungen, oder sie de- strui.


