Ausgabe 
17.2.1798
 
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8> Bei denen vom Blitz qetroffnen ist auch noch da« Ervbad zu empfehlen.

IL Die zur zweiten Klasse gehörigen Erfrorneil verlangen eine ganz andre -Be­handlungsart. Durch Warme wurde man sie tobten. Hier ist weiter gar nicht» zu thun, al» dies.

Man scharre sie entweder in Schnee bi* an den Kopf ein, oder setze sie in em Bad von dem kältesten Wasser, was man haben kann. Hierinn ervolt sich das le- hen von selbst, und so bald sich wieder Le- beneausserunq zenzt, so flöße man rammen Thee mit Wein ein , und bringe den Kran- ken in ein Bett.

III. Dritte Klasse: Hier besitzen wir zwei unschätzbare Mittel, die auf ;edeö G'ft pas­sen / die überall / ohne Apotheke, zu haben sind: Milch und Oehl. Man lcssse m großer Menge, so viel, als nur der Kranke vermag, Milch trinken ( wenn Erbrechen darauf folgt, desto besser), und alle Vier­telstunden eine halbe Tasse Oehl , e» ftp was für weich.'»/ nehmen.

Wriß man gewiß/ daß esArsenik/ Sublimat, oder ein anderes Metallsalz war, so löse man Wasser auf, und lasse dieft trinken. Dies »st hinreichend bis em Arzt kömmt, und wird ihn gar oft UN" nöthig machen.

XVIII. Da» Alter und feine ge­hörige Behandlung.

Die Haupkideen der Behandlung müs­sen diese ftyn: Man muß die innere zu­nehmende Trockenheit und Stechgke.t der Fasern vermodern und erweichen. Man muß die Restauration ^ des Vellohrnen, und die Ernährung möglichst erleichtern. Man muß dem Körper etwas stärkere Reitze geben. Man muß -.je Absonderun­gen der verdorbenen Theilchen unterstützen.

Hierauf gründen sich folgende Regeln.

I) Im Alter fehlt die natürliche Warme. Man suche sie daher von aussen möglichst zu unterhalten und zu vermey- ren; daher warme Kleidung/ warme Stu­ben / warme Belten, erwärmende Nah-

%) Die Nahrung ftp übrigens leicht verdaulich, mehr flüssig, als fest / concen- trirt, nahrhaft und dabei reitzend. Da­her ravrme Kraftsuppen, nahrhaftes Bier, ein guter Wein.

3) kaue Bäder.

4) Alle starke Ausleerungen Mussen vermieden werden.

5) Man gewöhne sich mit zunehmen­dem Alter, immer mehr an eine gewisse Ordnung, in allen kedensverrrchtungen.

6) Etwas Bewegung ist nöthig/ aber starke ist schädlich.

7) Von ungemeinem Nutzen sind rann auch die angenehmen Kimmungen und Beschäftigungen der Seele. Nur ferne starken erschütternden Leidenschaften! Am heilsamsten ist die Heiterkeit und Zufrieden­heit des Gemülhs Angenehme Projekte für die Zukunft scheineii das Leben gleich­sam zu asiecuriren.

Der Verfolg künftig.

Bekanntmackung von verschiedenen Sachen.

1) E» sind vor vielen Jahren in hie­siger Gegend große Knochen von Thieren, welche man für Elephantenknochen hielte, aus .iegrabkn worden; wer mir hiervon ei­nige Nachricht zu geben weiß, dem werde ich vielen Donk schuldig ftyn, und ihm Mich zu ieOmi Gegendienst verpflichtet halten. Giesen am 15. Februar 1798.

W. Nebel.

2) Ein junger Mensch, der eine schöne Hand schreibt, und weq<-n feiner Brauch­bar cit und guten Aufführung heglaubte

Atte-