Ausgabe 
24.6.1797
 
Einzelbild herunterladen

) §9 c

halben Theil gedachter Universität zu Gies­sen ohnahlöslich zubezahlen, verfallen ftyn sollte, mit Urkund dieses Briefs, besiegelt mit Unserem Kayser!, anhangenden Jnsie- ge!, geben auf unserm Königlichen Schloß zu Präge den 19. Tag Monate Maii nach Christi unserS lieben Herrn Erlösers und Seligmachere Gnadenreichen Geburth sechs- zehen hundert im siebenden unserer Reiche des Römischen im 32. des Hungarischrn im 35. und des Böhmischen auch im Z2. Jahr.

Rudolph

L. von Stralendorf

Ad Mandatum 8. Cacf. Majeftatis Proprium.

G. Herdell. Rta. Sattes,

Verzeichnis

der Superintendenten, welche von den ersten Seiten an zu Giessen gestan­den haben.

Als Landgraf Philipp der Grosmü- thige die Reformation in seinen Ländern eingeführt hatte, theilte er diese in sechs Distrikte oder Sprengel ein. Zum Supe­rintendenten des Lahnstrohms bestellte er damals (1527 ) den Adam L rafft oder Crato , von Fulda gebürtig, Professor der Theologie zn Marburg, welcher bey der Reformation eine große Rolle spielte. Er starb 1558 im 6 5 ft en Jahr, und war der Schwiegervater des Henrich Orth, Stadt­pfarrers zu Giessen.

Zu eben dieser Zeit und spater war Johan pistoriug, ein berühmter Gottes- gelkhrter, welcher verschiedenen ReligionS- gesprachen mit beywohnte, Superinten­dent zu Nidda und der umliegenden Ge­gend. Er starb 1583 im Losten Jahr und hatte einen Sohn gleiches Namens, wel­cher sich zur Katholischen Religion wandte und Beichtvater Kaiser Rudolphs 11.

wurde, und durch seine Streitigkeiten mit der Evangelischen Kirche bekannt ist.

Georg Nigrinnn, von Battenberg gebürtig, stand von 1556 als Prediger zu Homberg an der Ohm, von 1565 zu Giessen, und kam 1580 als Pfarrer nach Echzell , wo er den 10. Okt. 1602, im 7osten Jahr seines Alters und im 46sten seines Predigeramts starb. Er war, nach Pistorius Tode, Superintendent der Graf­schaft Nidda und des Distriktes Alsfeld.

Jeremias Victor, aus Marburg, der von 1581 allhier Stadtpfarrer war, wurde 1602, nach Nigrinus Tode, zuerst Su­perintendent in Giessen. Er starb 1609 den 8. Sept, seines Alters 53 Jahre, da er den Bräutigam seinkrTochter, den Pro­fessor Johan Stumpffius der Treppe hin­unter begleiten wollte, an einem unglück­lichen Fall.

Johan winckelmann, von Homberg in Hessen, kam 1605 als erster Professor der Theologie und Prediger hierher und wurde, nach Vietore Absterben, Suyerin» tendent. Er bekleidete viermal die Würde eines Redtoris Magnifici, und 1O2, bei befürchteter Belagerung der Stadt durch die Braunschweigischen Truppen, crmun-- tette er die Studentew, die Universität nicht zu verlassen, sondern sich zu bewaf- nen. Er hat vom «ztenOkl. 1605 bis 31 Dec. 1606 Zus Studenten immatriculiret. Viermal war er verheirathet und er hat in seinem 7osten Jahr den berühmten Hes­sischen Historicur Johan Just Winkel- mann gezeugt. Sein Tod erfolgte 1626 den I2tenAugust, im 75stenJahr.

Der Verfolg künftig.

wohlfeile Art, Spargel zn ziehen.

Verfolg.

Dergleichen Gewächse würden freilich dem Spargel durch Entziehung der Luft und