Ausgabe 
24.6.1797
 
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und Sonne Schaden bringen. Auch muß man bei dem nöthigen Graben und Bear­beiten der «Rabatten dafür sorgen, daß der SpargelaufkeinerleiWeisebeschädigt werde. Man läßt den so gepflanzten Spargel zwei völlige Jahre nach Beheben treiben und wachsen, ohne einen Stengel zu stechen, und wenn er sich auch noch so schön und stark zeiget. Vor dem Winter wird er nicht besonders mit Mist gedeckt. Die dürren Stengel werden gar nicht, oderei­nen Fuß hoch über der Erde abgeschnitten; sonst beraubt man der Wurzel den ihr so nöthigen Einfluß dec aussc.n Luft. 23m dritten Jahre nach der Versttzung der Pflan­zen sticht man einen oder zwei Stengel von den sich am stärksten zeigenden Stöcken; Nie aber eher, als bis schon etliche Sten­gel von dem nemlichen Stocke unverletzt da ' stehen. Im vierten und den folgenden Jahren werden alle Stengel bis gegen den achten oder zehnten Junius gestochen; je­doch unter der Bedingung, daß jeverzeit wenigstens ein St-ngel auf jedem Stocke stehen bleibt. Also der zuerst sich zeigende Stengel wird nicht eher gestochen, als bis sich der zweite zeiget, und wird er darüber alt, so bleibt er auch ungestochen stehen. Alle übrige heran-kommende aber werden bis zum "gten oder zehnten Junius gesto- ehen. Hierdurch genießt der Stock bestän­dig den Einfluß der Luft, und dessen Leben und Wachsthum wird befördert.

ja ganze Schüsseln voll, wovon der geringste 5 Loth wieget. Oesters erhält man vor» einem Stocke iz bis 1$ ansehnliche Sten­gel. Gehet ein Stock ab, wie das zuwei­len gefchiehet, so kostet es bei dieser Pflan­zungsart weiter nichts , als eine neue Pflanze an dessen Stelle zu legen. Hat man einen kleinen Garten, so kann man auf diese Art den ganzen Garren mit Spargel bepflanzen, und dabei doch das nölhige, beliebige Gemüß ziehen. Aber Luft und Sonne. muß der Garten durch­aus haben. Unter einem Walke von Bäu­men wird aus dem Spargel nichts.

Gottesdienst sm 25. Juni.

In der St. Pancratiuskirche. Mor­gens Herr Superintendent Bechtold. Nach­mittags Herr Superintendent Muller.

In der Burgkirche. Morgens Herr Pfarrer Buff. Nachmittags Herr Supe­rintendent Schulz.

Morgen den 25 Juni hat das Frisch­backen der Deckermeister Ludwig Plack, in der Wallpförter Strafe.

Gebohrne und Geraufte bei der St-de- kirch e.

Am 20. Jun. Dem Burger und Sei­lermeister, Conrad Berger, ein Sohn.

Auf diese Weise erhält man vielen, starken, reinschmeckenden^, zarten Spar­gel, fast ohne allen Aufwand, und ohne daß der Raum des Gartens durch befon- Lere und kostbare Spargelbeete versperret wird. Der Mist in den gewöhnlichen Spargelbeeten veranlaßt Fäulniß, unvthei- let dem Spargel einen unangenehmen un­reinen Geschmack mit. Man erhalt auf »iese Art, wenn auch der Boden keiner prr besten ist, Stengel m bis riLvth,

Gestorbene und Beerdigte bei der Gtadtkircbe.

Am 17. Jun. Dem Burger und Kauf­mann, Conrad Balthasar Busch, eine Toch­ter, alt i Jahr, i Mon.

Am 20. Jun. Katharina, des Bur­ger und Tabaksspinner Joh. Philipp Eck­hards Wittwe, alt 77 Jahre.

Ain rr.Jun. Dee Burger und Sei­lermeister Conrad Bergers Sohn, alt 3 Tage.