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indessen so viele mit dem Anbau noch im- tmr nicht recht fertig werden können, v'ele flogen, daß er bei ihnen nicht gerathen, nicht schliessen wolle; so will man versu­chen , vorerst einiges von der Art und W?>se, alle diese Arten anzuzichen, bekannter zu wachen; sodann den Nutzen zeigen, den man in der Haushaltung , besonders in Absicht auf das Vieh Haden könne. Zu» erst vom

weissen Kohl, (KaKuS.) Man gti-bt diesem verschiedene Namen: Weißkraul, Cat-uS, Kappes, Hauptkraut, und weißer Koptkohl. Man hat verschie­dene Arten davon, als z B- Den Braun­schweiger grossen platten Kohl, den Erfur­ter grossen und kleinen Kohl, den Stras­burger Kohl, den Holländischen Kohl und mehrere Arten. Man säet den Samen dieser Kohlarten tm Frühjahr sovaid die Erde offen ist; denn ,e früher man sol­chen säet, desto besser bekommt er; die beste Zeit ist immer Anfangs März. Das Erdreich muß vor Dem Winter wohl ge­graben , und nicht zu mager seyn. Ist dies so zubereitete Beet besäst, so wird Der Same mit einer Haue unterzogen, auch mit emem Brett behende zugeschlagen. Ist aber das Land im H«rbst nicht umgraben worden , sondern erst im Frühjahr; so muß der qesäete und unteraezvgene Same, Fuß vor Fuß eingetreten werden, damit er nicht hohl zu liegen kommt. Geschiehet dieser bet trockener Witterung , so wird das Auf­kommen desselben dadurch sehr befördert. So bald die Pflanz-n die gehörige Starke haben, etwa am Ende des Mai, oder im Anfänge des Iunms , so schreitet man zum Verpflanzen derselben.

Das z?anD, darauf die Plauzen ge­bracht werden sollen, muß gleichfalls im Herbste stark aedünqt und gegraben seyn; denn frischen Mst verträgt der Kohl nicht. Auch darf, wenigsten- in den 3 lezten Jah­

ren, fein Kohl, von welcher Art es immer sey , darauf gedauet seyn. In einigen Ge­genden , wo man ganze Felder mit weis­sem Kohl bauet, werden solche sehr stark geoünget, Darauf tief und in schmalen Furchen umgepyügt und geegget; alsoenn eben so bepflanzt, al- das Gartenfeld be­stellt wird. Man mmmt nämlich eine Gartenschnur, und pflanzt nach derselben den Kohl so, daß er in Der Linie dritthalb Fuß von einander stehe, und eine teöe Reihe von der andern eben so wett ent­fernt ist. Man halt eS fast durchgehends als am besten, einen regniqten Tag dazu zu zu wählen. Sobald dieser verpflanzte Kohl anfängk sich etwa» auszubreiten, macht man gleich Den Anfang mit dem Behäufen desselben, zu dvm Ende läßt man mit der Hucke die Erde nicht nur blos bei den Kohl­pflanzen anz eben, sondern Die ganze Reihe über, damit alles Unkraut gedampft und vertilgt werde.

Bei den Pflanzen aber muß eS mit der Vorsicht geschehen, daß keine Erde in den Kopf oder aufs Herz derselben fallt, weil sie alsdenn leicht verdirbt; indessen wird sie so angehäust, daß die zunächst an der Erde befindlichen Blätter etwas aufrecht zu stehen kommen, Damit, wenn es reg­net, das Wasser von den Blättern zu der Pflanze läuft. Nach 14 Tagen oder 3 Wochen wird das Behäufen (Anschaufeln) wiederholtt und alsdenn Der Kohl feinem Schicksal überlassen, nur daß von Zeit zu Zeit das Unkraut ausgezogen (ausgejätet) wird. Wenn man im September findet, daß einige Blätter gelb werden wollen, muß man solche abblatten ; auch kann man um Michaelis Die übrigen grossen Blatter zum Thei! abnehmen, nnD solche mit Den andern znm Gebrauch fürs Vieh im künf­tigen Frühjghr bestimmen-. Man schnei­det nämlich alle diese Blätter auf der Ha- kellade ganz klein, und macht solche in

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