Ausgabe 
13.5.1797
 
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Tonnen, tote Sauerkraut, ein. Dies giebt im Frühjahr em vortreflicheö Futter fürs Vieh, wenn es demselben aufHäkfel von Stroh gegeben wird, und ist zugleich ein Präservativ für Krankheiten. So ver­fährt man beim Aufschneiden des weissen Kohls mit allem Abfall desselben.

Am Ende des Oktobers, oder je nach­dem die Witterung günstig ist , und man keinen Frost zu befürchten hat, welchen der Kohl durchaus nicht verträgt, fchaft man denselben nach Hause. Je langer man solches aber anstehen lassen kann, desto bes­ser ist es ; denn er wächst nicht nur solange als er auf dem Stamme stellt, sondern er halt sich auch nachmals desto länger im Winter, und faulet nicht so leicht an. Die­sen abgeschnittnen Kohl bringt man nicht gleich in Keller, sondern legt ihn im Hause an einen lüftiqen Ort, auf Stroh, so daß die Blätter nach oben gekehrt sind. So­bald es aber im Hause frieren will, wird

bleibe. Diese Stauden bringt man im Garten oder an einem andern Ort, wo sie für dem Vieh gesichert sind j sezr sie reih-n- weis in die Erde, so daß nur allein die Köpfe vorstehen, und alsdenn K^'pf an Kopf befindlich ist. So läßt man sie ste­hen, bis Frost zu befürchten ist; alsdann giebt man ihnen ern Verdek von Elbsen- ber langem Rockenstroh

Der Verfolg künftig.

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er in den Keller gebracht, und also vor dem Frost verwahrt: man legt solchen auf Brettern eben so, als vorhin gesagt wor­den. Auf solche Art hat man bis in April hin frischen Kohl. Es versteht sich von selbst, daß man ihn zuweilen durchsieht, und das abblattet, was faulen will. So­bald im Frühiahr die Witterung gelinde und bequem wird , läßt man den Kohl insgesamt aus dem Keller wieder in sein Herbstquarrier, aber auch gleich wiederzum Keller bringen, wenn ein neuer Frost ein- treten sollte. Auch bringt man den Kohl auf folgende Art durch den Winter. Man läßt nämlich im Herbste soviel Stauden, als man nöthiq zu haben glaubt, mit den Wurzeln aus dem Lande nehrnrn, und sie von ihren grossen Blattern dergestalt rei­nigen , daß nichts als der Strunk, die Wurzel und der glattgemachte Kopf daran

Morgen den 14. Mai hat das Frisch­backen der Deckermeister Kempf, auf dem Selzersweg.

Gebohrne und Geranfte bei der Sradt- kircbe.

Am 5. Mai. Dem Burger u. Schnei­dermeister, Ioh. Georg Hofmann, eine Tochter.

Am 7. Mai. Dem Burger und Schuh­macher , Wilhelm Adolph Löber, eine Tochter.

Gebohrne und Getaufte bei der Burg kirckie.

Am 1. Mai. Dem Unteroffizier und Rentheidiener Häfner, ein Sohn.