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Etwas über das späte Säen de» win- tcrrocfens und über den Nachryeii der ;u späten Aussaat der Winterfrüchte überhaupt.
Verfolg.
Jener Acker muß, seiner kalten Natur nach , zeitig, und wenn es die Fortschaf- fung des Düngers gestattet (der in Berggegenden oft sehr mühsam fortgedracht werden muß) und andere die Aussaat verzögernde Umstände, die nicht selten beim besten Willen, des Ackermanns Plan vereiteln , es zulasten , gewiß 3 Wochen bis spätestens r 4 Tage vor Michaelis bestellt werden 1 damit noch vor Dem Eintritt des Winters die Pflanzen sich stark genug bewurzeln können, um den Abwechselungen zwischen Frost und Thauwetter zu widerstehen. Dieser hingegen, wenn er zumal viel Sandtheile hat, bedarf nach seiner warmem Eigenschaft auch einer spatcrn Bestellung, da die eingesaeten Früchte hier geschwinder keimen, geschwinder aufwachsen, und dann bei zu zeitiger Aussaat und einem guten Herbstwetter durch zu viel un- zeitig angesogene Nahrungssäfte den Acker dahin erschöpfen, daß im Frühling die Pflanzen matt und spitz, ohne sich zu bestanden, aufschießen, kleine Aehren ma- chen, und eine schlechte Ernte liefern. Im allgemeinen jedoch angenommen, hat der Erfolg vielfältig angestellter Versuche eS gelehrt, daß eine, jedem £lima zwar angemessene , ledoch zeitige Ar'S'aat der Winterfrüchte stets den einträglichsten Ei folg habe; und keiner kann sich von dieser Wahrheit lebhafter überzeugen, als der Haushalter , welcher besonders in berqiqten Gegenden Feldnachbarn hat, die oft wohl aus Unvermögen, nicht selken aber auch auö Dorurtheil, und bei ihrer einmal zur Gewohnheit gewordenen Langsamkeit mit ihrer Bestellung dann erst anfanqen, wenn der strissigr Landwirch die semize bereits und
oft schon langst beendigt hat. Hier' kommen die traurigsten Folgen der Umhang, keit zum Vorschein; und ee entstehen manch-, mal aus anfangs klein scheinenden liebeln dann immer grössere aus sich selbst Durch die nachlässige schlechte und späte Bestellung sowohl der Winter- als Sommerfelder werden sehr oft zwei bis drei schlechke gegen eine nur mrttelmasige Ernte bemerklich. Es entsteht Frucht - und Stroh- mangel; aus ersterm aber, Mangel an Gelde. Bei wenigerm Stroh aber kann nun also weniger Vieh gehalten und aus- gefüttert , mithin auch weniger Dünger gemacht werden. Die Länderei gerath dadurch von Jahr zu Jahr in schlechtere Verfassung. Jede Ernte wird geringer, und der Getraide- und Slrvhmangel nimmt zn. Die Pferde werden bei geringerm Fut" ter immer schlechter, und zülezt ganz marode. Manches Stück Land bleibt nun unbeackert liegen, und der Wirth sieht, wenn er nun durch Schaden aufmerksam geworden, kein Mittel, sich zu Helten, wird mißmuthig, und eben dadurch noch mehr nachlässig , leihet und borget was ihm fein deteriorlrter Hof versagt, gerath immer tiefer hinein, und das Ende von alle dem ist leicht abzusehen.
Vom Anbau versckievener Rsblareen unseren großen Nutzen in Oer Haus- Haltung.
Die verschiedenen Kohlarten, die in der Haushaltung von großem Nutzen sind, und deren Anbau man hier beschreiben will, sind: der sogenannte KabuS- (Weiß- Kraut) Savoye- Wirsing- Blumen- und brauner Kohl. Alle diese Arten geben nicht nur ein ganz vortreflicheS Gemüse auf unfern Tisch, sondern der Abfall von demselben dienet auch zu einer« guten Futter fürs Vieh; und aus dieser Ursache verdienet der Anbau derselben dem Llmdmtmn sehr empfohlen zu werden Da


