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Mehls besteht, das an der Rinde fest ist, und sich durch ihren Speichel nicht erwei. chen ließ. Da sich dieser weisse Korn* wurm beständig in einem versponnenen Klumpen von Körnern verborgen hält, so wird er bloß dadurch bemerkt und entdeckt»
Eine andere kleine , weisse Kornraupe ist dem Waizen und der Gerste mehr eigen, und verwandelt sich ebenfals in eine kleine, gelbbraune Nachtmotte, deren Flügelchen aber horizontal liegen, da da« Hintere der Flugelan der vorigenaufgekrkrt ist. Diese Raupe wohnt bloß in einem Körnchen, verzehrt sehr wenig, und bindet nicht mehrere an einander. Sie verzehrt also bloß ein Körnchen nach dem andern, und man nennt sie eigentlich Waizenmotte. Mit dem Herbste wird diese Raupe im Korne selbst zur Puppe und dann zur Motte. Gegen diese kleine Waizenraupe zieht eine noch fternerr Schlupfwespe ;u Felde. Diese durchbohrt die Haut der Raupe, legt Eier in sie , und die daraus, kriechenden Maden verzehren die Eingeweide der einsamen Rauve ? und zerstören diese« Räu- hergeschl-cht-
Der bekannte schwarze Komwurm> sonst Reuter, Wippel genannt, welcher schon die Aehre, so wie das Fruchtkorn und deu Hafer ausnaget, und blos die Hülst übrig lässet, frißt als Wurmmade und als Käfer. Der Käfer sieht braun» roth, hat einen langen hornartigen Rüssels der scharfschneidend, und wie der ganze Körper hart ist. Er trotzt dem Frost und der Hrtze, und dauert im Back fen in ei- nem Grade, der nur zwanzig Grade vom Wasstrsiedepunkt entfernt ist Im Wjn- 1er schläft er den Jnsektenschlaf, erwacyt im Frühlinge und legt seine Eier in das Korn. Wenige Monate sind hinlänglich den dritten Th.eil eine« Kornboden« damu zu bepflanzen, E? legt im Mai die Eier,
und jede« Korn enthalt em Ei; und diesem stellen wieder die Mehlmilben nach, so wie überhaupt die Mehlmuten mit allen Kornwürmern oft Zusammentreffen. Der gelbe Meylwurm, damit man Nachtigallen füttert, wird endlich ju einem Käfer, und verzehrt alte« Mehl , Brodt, zarte Baumrinden, wird einen Zoll lang, wird glänzend gelb, und hat einen zangenförmi- gen Kiefer, wonnt er sogar Hotj durch, bohrt. Dieser Wurm häutet sich dreimal, wie fast alle Insekten; zerstört da« Mehl etwa vier Monate lang , und verdirbt eS mit seinem schwarzen Kothe, bohrt sich im Grunde de« Mehlkasten eine Höle, wird darin zur Puppe, und au« dieser zu einem schwarzen Käfer, dessen Flügeldecke gestreift ist. Die Milbe oderMrete, von der schon oben geredet wurde, bringt eine Räude an der Menschenhaut hrrvor, wenn man die wund gewordene Haut der Kinder mit dergleichen mietigem Mehle pudert. Das Aus dörren de« Mehls durch Darröfen, wenn diese vortheilhaft au-gedacht sind, tragt zu ihrer Vertreibung ebenfalls viel der. In Spanien und der Türkei bewahrt man das Getraide in unterirrdischen gemauerten Behältnissen, die den Zugang der Mt abhalten auf Stroh oder trockenem Sande, so wie die« auch in Pisa in Italien geschieht. Da« öftere Umschaufekn de« Getraide« ist, wie schon oben bemerkt wurde, auch da« Durchlässen durch die Kornfege und hölzerne Canäle von dem Obern Boden , oder da« Sieben , da« beste, die Vermehrung aller Kornwürmerzu hemmen. Im Mai und August siebe man e« oft durch flache Drathsiebe, und den Sommer über lüfte man e« mit der Schaufel und durch Drathfenster alle Wochen, und im Herbste siebt man es.
Mit den Jahren wird da« Korn sm- mer härter, und ein mit Kalk beworfener Bvdcn hält die Würmer ab, indem man im


