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Em bewährt Qtfan^tnt» Mittel , die Korn* wärmer zu fangen, und au» den auf- geschütteten Rornhaufeu zu ver- trelben.
Verfolg.
Da sich diese Korngäste im Maimonat des folgenden Jahres wieder etwas verspüren ließen, und damals fein andrer Hanf, als Werg, oder zum Spinnen zu- bereiteter Hanf bei der Hand war, fv bewirkte auch dieser innerhalb 8 Tagen ihre Ausrottung. Vielleicht können also Tücher, die man in abgekochte Brühe von Hanf getaucht, in denjenigen Gegenden eben das leisten, wo man keinen Hanf zu bauen gewohnt ist. Indessen ist es noth- wendig, den, auf das Getraide gelegten Hanf alle Tage etlichemal auszuklopfen, und wo viel Getraide beisammen liegt, dasselbe täglich umzustechen, um die Kornwürmer auf die Oberfläche desselben hinzu ziehen. Auch der nasse Sommer, welcher wegen der regnigten Witterung nicht gestatte, die Früchte ganz trocken einzuarnd- ten, und durch die nachherige Erhitzung in der Scheune und auf dem Boden eine Menge Kornwürmer wegen der erweichten Kornhülsen veranlaßte, beftätiqtedieGüte dieses Versuch». Man bediente sich b i Zeiten des Hanfes und des öftern Umstechens, unb Die Erhitzung des Korns, die au erst groß war, verschwand zugleich mt den Würmern.
Lieber einige Getrsideinfekten.
Es ist kein Punkt in der Natur, auf welchen nicht die Elemente oder Infekten ihre Anweisung bekommen hätten. Unser Getraide hat ebenfalls ferne Anfeindungen an einer Menge von Räubern und Uebeln fd)on im Keime, auf dem Halme, in 6er Wurzel, und am meisten als Korn zu 6e- fürchten. Das bekannteste Infekt dr»
KornbodenS ist die weisse Raupe, Die Hollander nennen sie Wolf. Diese kleine weisse Kornraupe zernagt vorzüglich den Spelt, ober auch Waizen, Roggen und Hafer. Der kleine graue Nachtschmetterling von dem die Raupeenksteht, sieht beinahe eben so aus, als die Kleidermotte. Beide fliegen im Anfang des Junius nur des Nachts herum, auf dem Kornboden oder in den Kleiderschranken Die Flügel sind weiß und schwarz gefleckt, undder Kopf weiß. Der säuerliche Gahrungsge- ruch von den feuchten Körnern lockt die Kornmotten in Haufen herbei, um ihre Eier an die Körner zu kleben. Die Jungen spinnen sich in den Körnern ein Gewebe , indem sie, wenn das Mehl aus einem Korne verzehrt ist, mehrere Körner jufammenspinnen,.und in diesen verbundenen Gewölbern warm und unbemerkt blei* ben. Diese Gewölder zersprengt nicht einmal die stärkste Schaufel, die den Korn- Haufen umwirft; so leicht und hohl sind sie, wenn sie gleich noch so weit geworfen werden.
In dieser Ruhe verschlaft und ver- speißt unser Einsiedler den Sommer, häutet sich, verliehet im Herbst alle Eßlust, irrt über den Kornbaufen, und schleppt überall die'Mundfäden nach sich. Diese tausendfachen G.lpmste überziehen die ganze Oberfläche de» Kornbodens mit einer Rau- peufloretseide, die in dreien Tagen wieder da ist, wenn man sie zerstört hat. So gewinnen die meisten Raupen die MaM und Wandritzen, spinnen sich hier ihren Wiitterpelz , häuten sich, werden zu Pup^ pen, und ziehen auf immer ihre Raupenform aus, um im Frühling zu einer kleinen , grauen, geflügelten Nachtmotte zu werden, welche nicht» mehr speiset sondern sich begattet, Eier an die Körner legt und stirbt, indem ihre Verlossenschaft au» Hülfen und den festem Bestandteilen der
Mehls


