Ausgabe 
6.5.1797
 
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im Herbste und Frühlinge oft die Wände rein fegt. Man hat einen Aornhaufen, welcher in den ersten drei Monaten aller vierjehn Tage acht Stunden lang, nachher alle Monate, und m den folgenden Jah­ren aller Vierteljahre einmal stark mit dem Ventilator durchdlies, länger als sechs Jahre unbeschädigt erhalten. In Ruß­land dörret man das Getraide, ehe man es in die unterirdischen Kvrnbehälter schüttet.

Etwas über Das späte Säen Des tVitt» rerrocckens nnO über Den tTad/tbctl Der;u sparen Anssaar Oer Mmrer- fräcbre überbaupr.

Wer als Landwirth genügsame Bemer­kungen beim Ackerbau anqestellt hat, um die angemessenste Zett zur Aue aar der Winterfrüchte, bestimmt nach dem Elima jedes Orts, dem Boden und der Lage der Ackerfiuren auszumitteln; wer ferner die Mannigfatttgkeiten der Erdarten ge­nau untersucht hat, also ihre chemischen Bestandtheile kennt. und dabei die zweck- masigste Beackerunq auf jede Art des Lan­des anwendbar zu machen weiß; wer über­dies sich noch mineralogisch mit dem Grunde der zu beackernden Landerei, besonders in Bergqegenden bekannt gemacht Hut, ob diese zunächst der Damm - oder Muttererde,' Kalkstein oder Eisenstein (welcher letzte vor­züglich kältet) ob er Schieter, Mergel, und von welcher Art de» Mergele; oder vb er gar undurchdringlicher Felsen sey u. s. w. der wird dann wohl (wenn alle diese Ausnahmen reiflich und ohne Vorurtbeil erwogen seyn werden, und hrnzuqerechnet ist, welchen Einfluß äusser diesem allen die Witterung noch beim Ackerbau hat) mit Ueberzeugung nicht behaupten, oder auch nur als wahrscheinlich annehmen, daß der

nach , oder um Lichtmeß gessete Recken, gut gerathen werde Jedes Eckmo.- jeder Boden und jede veränderte Lage des Ackers, sey sie gegen Morgen, gegen Mittag oder gegen Abend, dergigt oder ganz eben, liege sie frei oder sei sie mit Waldungen nahe umgeben, bedarf, je nachdem die rage beschaffen ist, und der Erdboden mehr oder weniger erwärmende fruchtbare, oder kalte und unfruchtbare Bestandtheile in sich enthält, einer jenen natürlichen Eigenschaf­ten angemeßne besondere Behandlung (wenn der Oekonom den wirklich eigentli­chen Nutzen vom Ackerbau ziehen will) be» dürfe. Nach diesem Grundsätze also, wird der, der Natur folgende Wirth, in einem kalten Elima wohnend, seinen eben so kalt- qründigen Acker mit Winterfrucht weit frü­her im Herbst bestellen; und auch, weil der Winter hier viele Pflanzen in ihrer Ent­stehung ruinirt, etwa» dicker säen; wie im Geqentheil diese Art des Verfahrens in ei­nem warmen und fruchtbaren Boden mit gutem Erfolg angebracht seyn würde.

Der Verfolg künftig.

Morgen den 7. Mai hat das Frisch­backen der Beckermeister Koch, an der Stadtkirche.

Getaufte bei der StaDtk'r'rcbe.

Am 28. April. Dem Burger u. Schuh­macher , Ioh Henrich Franz, eine Tochter.

Am 29. April. Dem Burger u. Fuhr­mann , Christoph Ludwig Kliiigelhöser, eme Tochter.

Beerdigte bei Oer SraOtkircbe.

9Im3o. April. Dem Bürgern.Schuh­macher, Johann Philipp Vetzderger, ein Sohn, alt z Monat.

In der Sck röd er sch en Buchdrukkerei ist ä 6 fr. zu haben: Reglement M 3rmi* rösischen Ober. Generals Hoche die Evntributionen betreffend, aus dem Hauptquar­tier zu Friedberg, den 29. April 1797. (loFloreal, im 5hn Jahr der franz. Republik.)