Ausgabe 
4.11.1797
 
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dem beigemischten Eisen befreien, wenn man ihn in Wasser auflöst , gekörnten me- tallischen Zink in diese Auflösung wirst, und etliche Slunden taug damit kocht. Die Vitriolsäure läßt bei dieser Operation oas Eisen fahren, um sich mit dem naher ver-^ wandten Zrnk zu verbinden. Doch hat wir diese Arbeit immer umständlicher und kostbarer gelchimen, als wenn ich gerade" zu den metallilchen Zink in Viiriolsüure oder Salpeterfaure aufgelöst habe. Eine solche Aufiöiung muß man jedoch einige Tage 'stehen lossn , weil der m-.talliiche Zink ebenfalls nicht ganz vom Eisen frei ist, welches sich wahrend dieser Zeit zu Bo­den setzt , Man seihet sie alsdann durch, und verdünnt str mit Wasser. Nun gnßt man nach und nach Kalchwcsser zu, bis man keinen Niederschlag mehr bemerkt. Der erhaltene Niederschlag besteht au» Zink- erde und aus Selenit. Will man diesen Niederschlag von dem schwerauflöslichcn Selerrit so viel alö möglich befreien, so wi>ß man ihn sehr sorgfältig mit heißem Wasser aussüßen. Jedoch halte ich den Selentt, wie schon oben bemerkt, bei die­sem Niederschlage, als Malerfarbe bedach- tet, für gar kerne nachtheilige Beimischung. Em Pfund von solcher Farbe kömmt ohn- gefähr im kleinen höchstens auf fc Batzen zu stehen. , Bei einer fabrikmasigen Ein­richtung würde sie wahrscheinlich wobrfei- ler erhallen werden können. Dieser Zrnk- kalch giebt Nm Schieferwriße an Schön­heit nichts nach, und seine eigenthumtiche Schwere ist bei weitem nicht so groß, als die des Blei- oder Schiefrrweißes und man kann viel m-chr damr ansrichien, als mit einer gleichen Quantität von Bteiweiß.

Auch die Alaunerde kann man auf diesem Wege sehr wohlfeil erhalten. Der Alaun, dessen mm sich dazu bedient, muß so viel a's möglich vom E fen frey ftyn, wenn der Niederschlag schön weiß ausfal­

ken soll. Den Alaun, welcher Eisen in seiner Mischung hat, reinigt man davon am wohlfeilsten dadurch, daß man ihn im Wasser aufgelöst, einige Zeit an der Luft sichen laßt, wodurch sich das Esten als Ocher zu Boden setzt. Man seihet alsdann die Auflösung durch und schlagt dfle Alaun- erde mit Äalchwasser nieder und verfährt übrigens in allen Stücken so, wie b»i Be­reitung der Zinkerde. Der erhaltene Nie­derschlag lhat, wenn er getrocknet ist, ein blendend weißes Ansehn, ist sehr zerreib- lich, deckt gut und ist in der Wasser male­ret gewiß mit Nutzen anstatt des Bleiwri- ßes zu gebrauchen. Vier Pfund Alaun gaben mir auf diesem Wege zwei und. ein halb Pfund Alaunerde. Das spezifische Gewicht dieser Erde ist ausserordentlich leicht, und man kann mit einem Pfunde mehr ausrichten, als mit zwei Pfunden Bleiweiß.

Sacksrsrbeg tTeubfau.

Unter diesem Namen verkauft man diejenige Stärke, welche mit einer vitriol- sauren Indiqaufiösung gefärbt worden ist. Beim Gebrauche Übergicht man sie in ei­nem Glase mit reinem Wasser. Die Auf­lösung des Indigs verbreitet sich im gan­zen Wasser und das Stärkmehl setzt sich weiß zu Boden. Die obenstehende blaue Flüssigkeit verwendet man estedann zum Bläuen der Wäsche Diese M.thvde, die Wäsche zu bläuen ist jweckmästger und bes­ser, als wenn man es mit der Schmälte verrichtet, weil sich diese nicht so vollkom­men und so schön vertheilen laßt. Diese blaue Stärke wird fo-'gendergestalt verfer­tigt.

Man pulveeisire feinen Indiz auf­beste und übergieße ihn dem Gewichte rach mit viermal soviel rauchender Ditriossäure. Man muß aber das Ucbcrgirßen langsam und