Ausgabe 
4.11.1797
 
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unb Mit Behutsamkeit verrichten, damit sich die Ma;s- nicht erhitze, weil sonst oft durch eine zu schnelle und große Erhitzung der Färbestoff des Indi'S zerstört wird. Die Vermischung des Ind'.gs und der V'trivlsaure setze man an einen tempenrten Oec, und lasse sie l2 Stunden stehen, in welcher Zeit die Auflösung beendiget ist, und nunisiehro mir ohngefähr zo Theisen Was­ser verdünn! werden kann. Gewöhnlich sindet man , daß Sie Vitriolsäure nicht ganz mit In big gesättigt, sondern ein Theil der- silben noch frei i;?, wodurch bei Zugießung des Wassers eine Erhitzung entstehen ?onntr. Daher kehre man lieber das Verfahren um, und gieße die Indigauflöfunq in kaltes Wasser. Die freie oder mit Indig nicht gesättigt? Vitriolsäure muß man wegzu- schaff-n suchen, weil sie sonst der Wasche schaden könnte. Man setzt in dieser Ab­sicht kl eingcschabte oder geriebene Kreide zu, bis man kein Au fdrau sen mehr bemerkt. Dre Kreide vereiniget sich mit ter üderfiüs- sigen Vitriolsaure zu einem Gypse und sitzt sich meistentheilö zu Boden. Die obenste- hend? Flüssigkeit ist nunmehro von der überflüssigrli Saure befrcyet, und greift die Wasche nicht im geringsten an. Man gießt sie ab, verwahrt sie in Glasern, und bedient sich ihrer nach Belieben zum Blauen der Wasche und der seidenen Zeuge. In dieser flüssigen Gestalt befindet sich aber die käufliche blaue Starke oder das Neu­blau nickt, sondern der Fabrikant vermi­schet jene Indigauflösung mit weißer Starke zu einem Brey, giebt demselben beliebige Formen, und bringt sie so in Handel. Diese Vermischung mit dem weißen Stär- den mehl ist ganz unnöthig. Denn die- schennnen ziehen aus dem Neublau nur die blaue Indiaaufiösung aus, das zu Boden gefallene Slarkenmehl aber werfen sie als unnütz weg. Man berechne wie viel Star- hnmebl auf diese Weise mag ungenützt perloren gehen.

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Gottendienst am 5. tlovfmbr.

In der St. Paiicratiusluche Mor­gens Herr Professor PalMtr. Zlachmi tags Herr Kandidat Rumpf, aus Obnreßbuch. (Probepretigt.)

In der Lurgkirche. Morgens Herr Superintendent Schulz. Nachmittags Herr Pfarrer Buff.

Morgen den 5. Nov hat das Frisch- backen der Deckermeister Wahleufels, in der Wallpförter Straße.

Gestorbene und Beerdigte bei der SraSlt'irck-e.

Am 28. Odcbr. Jacob Henrich Vogt, Burger und Mezger , alt 6r Iahr, starb an der Wassersucht.

Am 29. Ort. Dem Burger undRoth- gcrber, Johann Henrich Sack, eine Toch­ter, alt 8Taae.

-Am 30. Oct. Des Burgers u. Schuh­machers Johannes Balthasar Franzen Ehe- frau, alt 60Jahre.