£> Custine! der Franken 'zeitherigcr Führer! 'sehen Sie hier die Scheidewand K„hms — und daß dieser Schritt, ihren Namen mit einem ewigen Unwillen bedeckt — wenn einzelne an der Güte der Sache einer zum Thcil edlen, zum Theil chimärischen Frey- heit zweifelten — wenn einzelne denen von ihrem Vaterlande Verstoßenen, aus Mitleid, Schutz und Wohnung darboten, wenn einzelne sogar der Prinzen Aßignate in Umlauf gebracht, und aus Frankreich baares Geld gezogen hatten! so mißkcnntn Sre den Schuldigen mit dem Unschuldigen nicht! fo überlegen Sie wohl, daß Ihre bis hrchcr aus Mangel an Widerstand glückliche Waffen, die ärgste Marter ihrer sich selbst erwählten Feinde sind, und jene genug gestraft, wenn Sie als gleiche Bürger von ihrem gemeinschaftlichen Vaterland verbannt, ihrer Güter beraubt, von den Ihrigen getrennt, und von dem Vernünftigen bedauert, im Elende herumirren; — daß die Schuldigen genug gebrandmarkt sind, wenn man ihre Namen und Verbrechen ihrem Schicksal und dem Pu- blico Preiß gibt, — daß nachrhcilige Gespräche einer Zeitung und Gesellschaft nur durch große edle Thaten ihrer Nation vernichtet werden können; daß endlich Plünderungen keine Mittel sind, wodurch ein edles Volk sich rachen solle.
Hier ist keine Contribution denkbar, die nicht nach Vcrhaltniß auf jeden Bürger fallt; die Reichen hinfolglich die ergiebigsten Kaufleute, denen Sie den Untergang drohen, drücken niemand, und können niemand drücken! Sie ernähren Hunderte ihrer armem Mitbrüder, die ohne Sie brodloß waren. Von ihrem Uebcrflusse lebt der Handwerker, der in einer Stadt ohne Ackerbau nicht bestehen kann, fo ernährt ein Stand den andern durch sein unterschiedenes Bedürfniß, und durch seinen wechselseitigen Kreißlauf, denn wahre Gleichheit wohnt nirgends, als im phantasiereichen Stande der Natur.
Das gröste Lob eines Staats ist, wenn er wenig unzufriedene Bürger zahlt. Sie fanden hier keinen— und alle Ihre Anschläge bewürktcn auch keinen! Ihre sogenannte Verthcilung der Contribution erregte allgemeines Mißvergnügen, so daß an jedem Heller den Sie aus Frankfurt führen, der Schweiß des Tagelöhners, der ihn willig reicht, damit feine Ernährer nicht zu Bettler werden, hängt, und fo lange hangen wird und muß


