Ausgabe 
29.12.1792 Zuruf
 
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muß, als Sie uns nicht aus allem Verhaltniß mit dem Reich zu reißen vermögen. und Sie sollten das können? ihre erhabene Nation sollte dergleichen Unsinn wollen? Nein? gewiß nicht, oder sie müßte denen Grundsätzen entgegen handeln, die Sie so laut mani- ftstirte, müßte zeigen, daß Sie in Deutschland, Geld aber keine Freunde suche, mußte zeigen, daß ihr das Eigenthnm des Bürgers ebenso wenig heilig fey, als das Wohleiner ruhigen Stadt daß Sie um Meynungen Bürger und Familien, ihres Vermögens und ihres Glücks berauben können daß Sie Kinder um ihres VatcrS willen elend machte, mit einem Wort, daß Sic eine ganze Nation an einzelnen Bürgern rachen wollen.

Ihnen Custille, muß die Liebe der Deutschen angenehmer seyn als selbst eine gewon­nene Schlacht, aber auf dem Wege erlangen Sie solch- nicht. Wir lieben mehr schöne Handlungen als schöne Reden, ja ich kenne sogar viele, die gerne Summen Hingaben, wenn Sie der Französischen Nation, die Schande ihre eigne Freunde gebrandschatzt zu haben, ersparen könnten, daher die Kalte der Bürger gegen die Soldaten der soge­nannten Freyheit, wovon Sie vielleicht manche ihres guten Betragens wegen, einzeln lieben. Daher das Mißvergnügen, und der Ton der Verachtung, der jeden Bürger beseelt.

Bürger Frankfurts tragen die Freyheit im Herzen, und nicht auf dem Hrrthe.

von einem wahren Freunde der Freyheit.