sich mit geringen Mitteln ein Eoncert gebildet, welches Vorzügliches leistet — alles in Folge der direkten Theilnahme des Pnblicums an dieser Kunst, die in früherer Zeit ganz abging. Warum sollte daher nicht auch die bildende Kunst, Malerei, Bildhauerei rc. hier eingeführt und ausgebildet werden können? An Sinn dafür fehlt es dem Giesser Publikum gewiß nicht, wenn er nur auf eine würdige Weise angeregt wird, und gewiß sieht Jedermann ein, daß es Giessen nur zur Ehre gereichen kann, wenu es in die Reihe derjenigen Städte tritt, die ihrer Jugend hinlänglich Gelegenheit geben, sich auch in diesen Künsten auszubilden; die Kunstvereine geben hierzu mach, tige Hebel, möchte also bas Entgegenkommen des Darmstadter Kunstvercins, seinen Wirkungskreis speciell auch auf Giessen auszudchnen, nicht durch eine geringe Theilnahme zurückgewiesen werden; man wird sich namentlich durch die Bilderausstellung bald überzeugen, welch wichtige Vortheile die Kunstvereine gewähren.
Die Unterzeichneten haben den Herrn Laterneninspector Koch beauftragt, Subscriptionen an und die Zahlungen in Empfang zu nehmen. Die Subskriptionsliste ist nur bis zum 23. d. M., Mittags, offen.'
Gießen, den 15. Aug. 1839.
Bauer, Postmeister; Trapp, Advocat; Dr. Ikitgen, Professor;
G. F. Heyer, Sohn; Gmil Pistor; Vogel, Acccssist.


