Einzelbild herunterladen

Vermischte Nachrickte»-.

358) WrprovLeS Nrarrterbl zur

Verschönerung, Erhaltung und zum Wachsthum der Haare, verfertigt von

(£ a r l MepeV

in Freiberg, im Königreich Sachsen.

Dieses Kräuteröl ist bereits seit mehreren Jah­ren seiner Vortrcfflichkcit wegen bekannt und ge­schätzt, und durch seinen guten Erfolg so empfoh­len, daß rühmliche ärztliche Zeugnisse die wunder­volle Kraft seiner Wirrung bestätigen helfen.

Der bedeutende Absatz, welchen, eines Tbeils die fortwährenden ohnmächtigen Raisouuemeuts ei­nes meiner Herren Coucurreuten, und andern Thcils die notbgedruugene Prciserniedriguug dieses Fabri- kat's, bis jetzt nicht vermindern konnten, spricht zu deutlich für die guten Eigeuschafteu meines Kräu­teröls. Daß mau stei) durch die Anwendung des­selben einen schönen Haarwuchs sichert, oder wenn Dünnheit und Blöße ches Scheitels cingctrcten ist, die Haare wieder hcrvorbriugen kann, möge unter mehreren eingegangcueu Schreiben, untenstehendes als sprechender Beweis dienen, welches wörtlich lautet:

'Frankfurt a. M. den 5. Deebr. 1836. Wohlgeborner, Hochgeehrtester Herr!

Am 17. v. Mts. hatte ich mein 48. Jahr er­reicht. Schon im 20. zeigten sich einzelne graue Haare auf meinem Borderkopfe, welche sich bald so vermehrten, daß ich bei einer sonst blühenden Gesundheit im 40. Jahre fast ganz Greis war. Noch war aber mein Haarwuchs so üppig, daß ich nicht befürchten durfte, bald eiuc Glatze zu bekom­men. Dicß änderte sich bald, und seit mehreren Jahren verlor ich die Haare auf dem Scheitel so stark, daß der Augenblick nicht mehr fern war, wo ich auf dem Borderkopfe keine Haare mehr gehabt hätte. Nach fruchtlosen Versuchen durch die gewöhn­lichen Mittel beschloß ich, Ihr Haaröl zu gebrau­chen, und nach vierwöchentlicher Befolgung Ihrer Vorschrift war ich erstaunt, die fast kahlen Stellen meines Kopfes mit meist braunen Haaren bedeckt zu sehen. Ich bin nun beinahe überzeugt, daß meiu ganzes Haar seine Farbe nach und nach ver­ändern würde, wenn ich es stellenweise bis auf die Haut abschneiden und mit Ihrem Haaröl einreiben ließe. Ta ich aber die Ausgabe scheue, so über­lasse ich es Ihrem Ermessen, wie Sie mich in den Stand setzen wollen, cs zum Erstaunen meiner vic- en Bekannten bewirken zu können.

85

Schon habe ich Gelegenheit gehabt, die allge­meine Aufmerksamkeit auf'Ihr vortreffliches Haar öl zu lenken, und werde fortfahren, es auf alle mög­liche Art zu empfehlen, zu welchem Zwecke ich Ih­nen erlauben würde, von diesem Briefe jeden belie­bigen Gebrauch zu machen.

Mit ausgezeichneter Hochachtung habe ich die Ehre zu verharren Ew. Wohlgeboren ergebenster

I. M. Minner,

Lehrer am Gymnasium und öffentlicher geschwov- n r Ueberletzer her abendländischen Sprachen, Sticker des Vereins für gemeinnützige, inSdesva- fccie vergleichende Kunde der H.uiliprachen En- rova's, Mitg ied des frankfnrtischen Ge ehrten - Vereins für deutsche Sprache, der liländlichen Weraturgeiellschaft, der Pariser Societe gramma- ticale u. s. w.

Um allen Verfälschungen nud Verwechselungen hinlänglich vorzubeugen, habe ich die Gläser mit der Schrift:

Kräuteröl von Carl Meyer in Freiberg" anfertigen lassen, ferner sind die Fläschchen mit den Buchstaben C. M, versiegelt nud mit engl. Etiguets in Congreve - Druck versehen, worauf gütigst zn achten bitte. Carl Meyer.

Daß vorbefindliche Abschrift eines Briefes des Herrn I. M.. Minner d. d. Frankfurt a. M. d. 5- Dccember 1836 an Hrn. Carl Mayer, Verfertiger des Haaröles zu Freiberg, mit dem Originale wört­lich übereinstimmt, bescheinigt ans vorgängige ge­naue Vergleichung

Königl. Kreisamt Freiberg d. 10. Deebr. 1836.

Friedrich W ilhelm Buße, Kreisamls Lice^Actuar u. Kön. Sachs, immatr.

Nolar.

Ter Flacon von meinem Haaröl kostet 2 fl. 24 fr. und ist in meiner Niederlage zu Gießen einzig und allein bei Hrn. Carl Frech zu haben.

Carl M e y e r.

363) Ein junger Mensch, welcher die Uhr- macherkunst zu erlernen wünscht, wobei mehr auf gutes Betragen, als auf bedeutendes Lehrgeld gese­hen wird, kann in die Lehre treten bei

Carl Senner.

333) Realschule. Um die Realschule auch denjenigen jungen Leuten nützlich zu machen, wel­che schon in das Gewerbsleben übergetreten sind, und einzelne, für sie wichtige Lehrzweigc der Realschule benutzen möchten, bringe ich folgende Be­stimmungen zur Kenntuiß des Publikums, welche vorläufig, und auf unbestimmte Zeit gelten werden:

Es können, so weit der Raum gestattet, Ho­spitanten ausgenommen werden, von dem löten Al- tcrsjahre an und darüber.