Ausgabe 
5.11.1836
 
Einzelbild herunterladen

221

menwerk, meistbietend gegen gleich baare Zahlung versteigert werden.

1045) Montag, den 28. November d. I., Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Nathhaus das dem Burger und Schuhmacher Hermann Wilhelm Löb er dahier gehörige Grundstück

1 Viertel 42 Klftr. oder 1 Vrtl. 1 Rth. 15 Sch. am Wetzlarer Weg neben Dau. Valth. Plank, giebt 3z kr. Zins dem Fiscus, öffentlich meistbietend versteigert werden.

Gießen den 11. Oktbr. 1836.

Großherzogl. Hess. Stadtgericht. M ü l l e r.

1091) Montag, den 14. November d. I. und die folgenden Tage, Nachmittags 2 Uhr, sollen die zum Vermögensnachlaß des Bürgers und Goldarbeiters Ludwig Manuberger von hier gehörigen Mobilien, zum Zwecke der Erbtheilung, in der Wohnung des Verstorbenen, bei Kaufmann Christian Wallenfels aut dem Markt, öffentlich meistbietend gegen gleich baare Zahlung verstei­gert werden, und wirb durch die Schelle noch bekannt gemacht werden, welche Gegenstände au dem fraglichen Tage bei der Versteigerung vor­kommen.

Zugleich werden alle diejenigen, welche Forderungen oder sonstige Ansprüche an den ge­nannten Nachlaß zu machen haben, aufgefordert, solche Freitag, den 11. November d. I., Vor­mittags 9 Uhr, auf Gr. Stadtgericht dahier au- zuzeigeu und zu begründen, widrigenfalls auf solche bei der Auseinaudersetzung des sraglicheu Vermögens keine Rücksicht genommen werden wird.

Gießen den 27. Oktober 1836.

Gr. Hess. Stadtgericht.

M ü l l c r.

Feilgebotene Sachen.

1114) Einzig achtes und vielfach erprobtes

Schwei zer-Kräurer-Oehl, zur Berschöuerung, Erhaltung und zum W a ch s t h u m der Haare,

erfunden von K. Willer in Zurzach in der Schweiz, und in Mühlhausen im Ober-Elsaß.

Diesem bereits schon weit umher zu besagtem Zwecke anerkannt nützlichen Produkte hat die medicinische Fakultät zu Paris anuoch die Krone aufgesetzt, indem nach einer von derselben ange, stellten genauen und sorgfältigen chemischen Unter­suchung dieses Schweizer-Kräuter-Oehls dem Er­finder desselben, K. Willer, von Sr. Mas. Lud­

wig Philipp, Kön.'ig der Franzosen, das aus­schließliche Privilegium zum Absatz dieses Oehls in ganz Frankreich ehrenvollst ertheilt worden ist.

Aehnliche von Seiten der Medicinal-Col- legien in Berlin, Magdeburg, Hamburg, Dresden, Leipzig, München und mehreren andern Haupt- und Residenz-Städten vorgcnommene Untersuchun­gen haben ein eben so günstiges Resultat zu Ta­ge gefördert, welches dem Erfinder dieses Schwei- zcr-Kräuter-Ochls den freien öffentlichen Verkauf desselben in den betreffenden Staaieu zusichert.

Diese wichtigen in den Händen des Erfin­ders licgeudeuUrkunden, Documente, verbunden mit einer Menge authentischer Zeugnisse aus den ver­schiedenen Gegenden Europa's, wodurch die Güte und Vortrefflichkeit dieses Haar-Oehls aufs evi­denteste dargethan ist, stehen allezeit Jedermann zur beliebigen Einsicht offen und bereit.

Alle diese Zeugnisse sind nicht nur amtlich beglaubigt, sondern auch Unterschrift und Siegel der Behörden, durch Legalisationen hoher Beamten der königl. franz fischen, der königl. preußischen und der kaiserl. königl östreichifchen Gesandtschaft in der Schweiz, unterm 16., 18. und 20. Juni 1836, bekräftigt und besiegelt.

Besonders n ö t h i g e B e m e r k n n g.

Da mehrere Individuen es wagen, ein nach- gepfuschtes Oehl in den Rang deö Willer'schen Schweizer-Kräuter-Oehls zu stellen, selbiges als mit den nämlichen vorzüglichen Eigenschaften behaftet auzupreisen, und dadurch das resp. Pub­likum zu täuschen, so bringt der Unterzeichnete hiemit zur allgemeinen Kcnntniß, daß in Folge sorgfältiger chemischer Zergliederung alle jene Oehle ganz einfache Substanzen enthalten, und daß ihnen geradezu der Nerv und die Zeugungs­kraft des Willer'schen Schweizerkräuter-Oehlö ab­geht, nämlich : die auS den Schweizer-Alpen-Kräu- tcrn gezogenen herrlichen und kraftvollen Bestand- theile, ohne deren Beimischung keine Beförde­rung des Haarwuchses möglich ist.

Die gehaltvolle Aechthejt des Willer'schen Ochles beurkundet sich auf das Unzweideutigste durch dessen bedeutenden Absatz in den meisten Staaten Europa's, und seine vorzügliche und schnelle Wirksamkeit verschafft ihm überall Bei­fall, was die täglich entlaufenden erfreulichen Nachrichten beweisen.

So sehr den Erfinder das vergebliche Herum- pfuschcn an seinem Produkte ärgert, so schmei­chelhaft für ihn ist es anderseits, daß Personen hohen und niedcrn Standes bis dahin ob schon nutzlos damit befaßt, und dadurch selbst sogar, wider Willen, die alleinige Vortrefflich­keit dieses Oehls vor aller Welt documentirt ha­ben; denn das Schlechte und Gehaltlose