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Beilage

> Ferner vermischte Sachen.

1020) WÄIMWlSima Opticus,

aus Dörzbach, im Königreich Würtemberg, empfiehlt sich bei seiner Durchreise mit einem wohl» assortirten Lager optischer Fabricate, nebst vielen in dieses Fach einschlagenden Gegenständen, als: achro­matischen Telescopen mit und ohne Stativ, astrono­mischen und terrestrischen Fernrohren von verschiede­nen Größe», einfachen und zusammengesetzten Mi- croscopen mit den bequemsten Vorrichtungen und vor­züglichsten Linsen, selbst Diamant-Linsen, Sonnen- Mirroscopen, allen Arten Loupen, Cylinder- Loupen, Theater-Perspectiven, Conis und Prisma- ten, Camera obscura und lucida (mit denen man ohne besondere Geschicklichkeit im Zeichnen, Landschaf­ten aufnehmen kann), Schießgläsern, Brenn- und Hohlspiegeln, besitzt er eine Auswahl gefaßter und ungefaßter Brillen- und Lorgnetten-Gläser, die er, vermöge der dazu verwendeten reinen Masse, verei­nigt mit den mühevollen Schleifartcn des englischen Oculisten Wollaston, nach genauer Prüfung des Seh­vermögens, für das Auge bestimmten Brille, Conser­vationsbrille nennen zu dürfen glaubt, und durch schon gemachte Proben, dieselben die Augen zu erhal­ten, empfehlen kann.

Da derselbe während seines früheren hiesigen Auf­enthalts durch das ihm geschenkte Zutrauen an vielen schwachsehendcn Personen die Ueberzeuguug lieferte, daß ihm möglich ist, solche Augen, die durch den Gebrauch von Gläsern, welche nach den Regeln der Oculistik, ganz entgegengesetzt waren und daher das Auge bis zu einer bedeutenden Abgestumpftheit schwäch­ten, mit künstlicher Hülfe von den früheren Gläsern abzuhelfen, dabei diejenigen Personen genau mir dem Zustande ihrer Augen bekannt macht, somit dem fer- ncrn Mißbrauch unpassender Gläser vorgebeugt wird, erlaubt er sich hiermit alle an Augenschwäche jeder Art Leidende zu einer geneigten Sclbstüberzeugung gehorsamst einzuladen.

Möchten daher auch diejenigen Personen, die eine Abnahme ihrer Sehkraft wahrnehmen, aus Man­gel an Erfahrung aber glauben, es wäre besser, die Augen anzugreifen, als mit einer passenden Brille diesem Uebel vorzubeugen, was namentlich dadurch entsteht, wenn man den zu betrachtenden Gegenstand dem Auge entfernen, ja sogar bei Nacht ihn hinter das Licht halten muß, um besser zu sehen, für eine nöthige Unterstützung sorgen, die in einer solchen Brille besteht, daß es den Brillcnbedürftigen scheinen soll, alS hätten sie die abgenommrne Sehkraft ihres Auges wieder. Eine solche Brille, gehörig angewandt, kann rm schwaches Auge eine Reihe von Jahren so crhal-

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tm, daß es nur selten dieser Hülfe bedarf, und viel- leicht selbst einer im Alter außerdem entstehende» «Schwachsichtigkeit abgeholfen wird.

Daß er nicht mehr verspricht, als er zu leisten im Stande ist, davon wollen sich hiesige Herren Aerzte gütigst überzeugen. Er ist jederzeit bereit, sich einer Untersuchung und Prüfung seiner Gläser und Kennt, msse einem Jeden, dem cs beliebt, zu unterwerfen. Auch kann er genügende Attestate von vielen berühm- ten Herren Doctoren aufweisen, und bemerkt von diesen nur einige, namentlich:

»r. Balser, Gr. Hess. Geh. Medicinalrakh, » Prof, und Augenarzt |

n Ritgen, Großh. Hess. Geh. Medicinal-§ dahier, rath und Professor t

n 3. B. Milbrand, Professor l

Sigwart, Prof, der Medici» x an der Esch en m aper, Professor ? Universit. Gärtner, Prof. u. Augenarzt t Tübingen, n Fächer, Kon. Preuß. Rcgierungs- und Medici, nalrath in Erfurt,

Zeruentsch, K. Preuß. Mcdicinalrath und Prof, in Erfurt,

Bun ger, Hofrath und Professor an der Univerfi Marburg,

Schuchart, Medicinalrath und Augenarzt ii Hessen - Cassel.

Auch verfertigt er Thermometer und Barometer; dergleichen u. alle andere schadhaft gewordene optische Instrumente können bei ihm reparirt werden.

Auf Verlangen kommt er in die Wohnung der verchrlichen Liebhaber.

Sein Logis ist im Gasthof zum Rappen Nro.3. Sein hiesiger Aufenthalt einige Tage.

1012) Zur gütigen Beachtung.

Meine Geburtsstadt, die Stadt Greußen, (im Fürstenth. Schwarzb. Sondersh.) wurde vom 26. auf den 27. Octbr. l. I., wie schon mehren meiner verehrten Mitbürger aus dem Franks. Journal be­kannt sein wird, durch einen, von eiuem orkanähu, licheu Sturme begleiteten, Brande so beimgeiucht, daß außer den 260 Wohn - und 300 Nebengebäuden auch sämmtliche Habe ein Raub der unschcuenden Elemente wurde. Ter gerechte Schmerz, ten ich für meine gewesenen Mitstätter, unter die ich auch nächst zweier Bruder, meine Jugendfreunde und die Gesammtzabl meiner Blutsverwandten zählen muß, und derer Charakter die Insignien der Gutmütbig. keit und Offenheit trägt, fühle, läßt sich nur empfinden, nicht beschreiben. Wer ist wohl un­glücklicher, als sic; sie, die außer dem Leben nichts retten konnten. In welchem Grade mögen sie, in der schon so strengen Jahreszeit, der, Verlust ihrer